Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
zuszu deszu s Hänis, zu s Liisis, zu s Tällä, zu s Hofärs ..
zämäbindäzusammenbinden
chnoosäzusammendrängenz.B. i Chiläbank inä chnoosä äs Gchnoos ein Gedränge bair Knös värchnoosä zusammenquetschen
chnöötschäzusammenkneten, zerquetschenäs Gchnootsch
zämäfüäräzusammenführen
ramisiäräzusammenraffenfrz ramasser auch ramsä
taultschzusammengedrücktäs taultschäs Hüüsli (Tätschhaus) tältschid tältsch: plattgedrückt (von Tätsch) ä Taultsch > Tätschuus
uusseppäläzuschanden gehenär hed uusgseppälät > suutärä
värchnöötschäzusammenquetschen
zämäzusammen, beisammenmhd zemen, zesame > allzämä, alls zämä
zämäbutzäzusammenkehren, alles ausessen
zämächoozusammenkommenwo d Bäch zämächömid da isch öppis zämächoo (hat sich summiert)
zämäfrässäzusammenfressenbay.Tischgebet: i Gotts Nam, fressa mrs zam!
zämägaazusammengehen, zusammenfallen(schwinden)
zämägääzusammengeben(amtlich, kirchlich trauen)
zämäghiijäzusammenwerfen, auf einen Haufen werfen,zusammenfallen, zerfallen(Gebäude, Schnee, Kuchen) zämääghiid
zämähaazusammenhalteneistär zämähaa! d Händ zämähaa bim Bättä (Hände falten)
zämälaazusammenfallen, schwindenär hed si zämäglaa
zämäläbäzusammenlebenfrüänär hends müässä inärä groossä Familli zämäläbä im änä chliinä Huus - und etz!? früänär hend di jungä Lüüt eerscht dörfä zämäläbä, wänns ghüüratäd gsii sind
zämäläsäzusammenlesen, sammeln
zämäleggäzusammenlegen, falten(Tücher, Papier)
zämälüütäzusammenläutenmit allen Glocken kurz vor Beginn
zämänääzusammennehmenalls ächli zämänää gid zletscht au ä Huuffä! nimm di zämä!
zämäphakäzusammenpackenneu: chasch zp = geh fort! hau ab!
zämäschiässäzusammenstossen(früher mit Schlitten, jetzt mit Auto), durch Zusammenstoss zerstören ds Auto flätt zämägschossä!
zämäschiitäzusammenschlagen
zämäschtoossäzusammenstossenZwee Häxä hend einisch wellä d Flüä zämäschtoossä .. drum heisst s etz det Schtoos
zämäschlaazusammenschlagen, zerstören, verprügeln
zämäschpannäzus.spannen(Zugtiere), übertr. miteinander etwas aushecken
zämätätschäzusammenschlagen, flach schlagen, zerstören
zämätuäzusammentun(Heu, Geld)
zämäziäzusammenziehen(Buurdi, Guurt, Gwand, Muul, Füdlä ..) neu: gemeinsames Leben beginnen
ZuäsännZusenn, Gehilfe auf der Alp(manchmal nur Knabe)
ZuäschlaagZuschlagär hed dr Zuäschlaag übärchoo: bei Gant, Bewerbung, Arbeitvergebung
zussärischzuäusserstzussärisch ussä (am Rand, am Sterben) > zinnärisch
abschlaaabschlagendr Chopf abschlaa es ist erlaubt dem Schmalvieh die Beine abzuschlagen (= zusammenbinden)
Beckigrosses Gefäss(vgl. Schwimm-, Tauf-, Waschbecken) Beckibüäzär: Geschirrflicker, die früher umherzogen und zerbrochenes Geschirr mit Drähten und Kitt wieder zusammenflickten
beedwäägbeidenwegs, beide zusammen(beedzämä hend glogä) vgl. sächsich: alle beede
BiischpilBeispielmhd bîspel (dazusagen)
binänandbeieinanderbinänand sii Gesundheitszustand: guät binänand schlächt binänand
Bundetwas Zusammengebundenesmhd bunt ä Bund: Ruten, Äste, Zeitungen, Banknoten
bündigknapp zusammengebundenauf gleicher Höhe mit anderem
bündigknapp zusammengefasst(Rede): chuurz und bündig
ChDas CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K.
chönnäkönnenmhd künnen, kunnen ich cha, du chasch, är cha, miär (iär, si) chönid, ich chönnti, i has chönnä ich cha choo, chasch choo? i chönnt scho wän i wett du chönntisch das machä chönid iär das? iär chö­nid üs i d’Schuä blaasä! si chönid’s nüd midänand wellä und chönnä isch nüd das gliich 2) gekonnt ?är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä!
chönnägekonntär heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä!
chüdärläreklamieren, an allem etwas auszusetzen habenäs faad afä chüdärlä: ein kleines Kind beginnt zu reden, zu kauderwelschen > chöfärä
eiliäs(s)einfach(nicht doppelt) nehmen: Faden, Seil eiliäss zämäleggä nur einmal zusammenfalten
Füdälikleines Hinterteil Füdälivärgönnär (allzustrengeFüdälivärgönnär (allzustrenge Sittenprediger)
füürschlaaeinhagen, zusperrenGemeinmerki fürschlagen
GadähuusGadenhausHaus und Stall zusammengebaut
GaltiGalt-Zustandi dr Galti sii
gidgibtär gid nüüd drum das gid einisch ä Leerär adär ä Pfarr! äs gid ä = es gibt ihn, es kommt zustande (Arbeit, Kochen) Zuruf an Erntende im Garten: gids? gids grooss? (Gumeli) gids nämis? gids wooluus? (Gemüse)> gää
giigägeigenspielen, hin und her bewegenmhd gige spasshaft: ich gaa gu gä giigä übertr. äs giigät nüüd (kein Friede in der Ehe) äs chund nüd z giigä (kommt nicht zustande)
Gottahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz...
grampooläLärm machenfrz carambole (Zususammenstoss Billardkugeln)
guZusatzwort zu gehen und kommen: gang gu luägä! = geh (um zu) schauen! äs chunnt gu rägnä, gu haglä, gu schniijä .. i chumä gu luägä är isch (gangä) gu ässä, gu schaffä, gu hiirtä, gu schlaaffä .. Scherzweise: gang gugä giigä! Illgau: ich gaa gu Schwiiz (das alte gen = gegen, nach) > chu
guänähungrig und begierig zuschauen beim Essenmhd guonlich (gut zu essen)
holzäholzen= Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä
Hüürälizusammengekauerte Person > gruuppä
Iibärigalter Name für Unter- und Ober-Iberg zusammen
inänandinäineinanderinänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä
innärischinnerst> zinnärischinnä, zussärischussä
karichäschpärläaus karisiärä und chaschpärlä zus.gesetzt
läärleermhd laere nichts drin (ä läärä Tällär, lääri Chaartä),unbedeckt (ufem läärä Häärd),ohne Zusatz (läärs Gold, läärlöötig),bloss (läärs Brood läärs Wasser)
lacht(ig)Zusatz zu Eigenschaftswörtern: ziemlich, sehr vgl. rötlich, gütlich > früä-, guät-, heitär-, jung-, liächt-, root-, schöön-
nüüssäniesen, niessenmhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte!
patschätmatt, zusammengedrückt(vgl Patsche, Patschhand)
qua(as)iisozusagenlat quasi (gleichsam, ungefähr)
rächärechenHeu zusammenrechen
Ribel(ul)Reibemhd ribel: Pfannäribel = zusammengebundene Reiser zum Ausreiben der Pfanne,Haar-Ribel = zusammengebundener Haarschopf, sieht aus wie ein Pfannenribel
schelläschälen, Schale entfernen1820 verboten Schurten von den Tannen abzuschellen (Vorsprech) auch bschellä > schällä
schletzäTüre oder Fenster heftig zuschlagen
schpickäspickenmhd spicken ä Braatä schpickä Chriäsischtei spickä neu: in der Schule einander Hilfen zuspicken
schriijäschreienmhd schrîen hed gschruuä, i schruu, ä Schrei wird zusehends verdrängt durch schreie vgl schniijä, Iijä
schtrickästrickenmhd stricken (zusammenfügen) äs Huus schtrickä, äs gschtrickts Huus = mit Balken gefügt > wandä, Rigäl (Wolle stricken > lismä)
schuurtäschurten, Schulden eintreibenich gaan ä gu schuurtä entrinden: 1820 Tannen schurten ist abzustellen
sozägäsozusagen
Umwäägzusätzlicher Weg, nicht der direkte Rückkehr, Heimweg
ugschauätkaufen ohne anzusehen
UndärwaldäUnterwalden(Ob- und Nidwalden zusammen)
uufmachäaufmachen1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä)
uusrichtäausrichten, Mitteilung machen, etwas zustande bringen, Milch ausmessen> iirichtä
värchochäalles zusammenkochen, aufbrauchen
värhaad Türä värhaa (zusperren),ds Lachä värhaa (zurückhalten) > värthaa
värschnuurpfäunbeholfen zusammennähenHautschrumpfung: värschnuurpfäti Öpfel, äs värschnuurpfäts Gsicht
värschoppäein Loch zustopfen,etwas an einem Ort versorgen und vergessen mhd verschoppen
värschprächäversprechen(zusagen) värschprochä (vgl versprechen: irren im sprechen)
zzu oder das1) zu zallärieerscht zbescht zhindärisch zmitzt zletscht zundärisch zobärisch zussärisch zdrittä zsibätä zzweitä zhindärfüür zinnärischt 2) zu, auf, nach z Alp gaa z Chilä gaa z Chilä tuä z Doorf gaa z Fuäss gaa z Bodä ghiijä z Schwiiz ussä z Seebä z Zuug undä z Züri ussä z Fadä schlaa z Lumpä ghiijä z Nacht ässä z Morgäd ässä z Siin choo 3) zu, allzu z alt (> zalt) zlang zliäb zleid ztratz zviil zwenig zsüäss zsuur zschwäär zschpaat viil zschöön viil zzaam zzweitä (dsz..)man hört neuerdings: zuä lang, zuä schöön ... in Schwiiz, in Zürich . 4) d’s das ds ds Huus ds Goof ds Süüli ds Zaabäd ds Zmorgäd ds Znacht ds Zügli ds Zugärbiät ds Züribiät ds Zändwee
zämäfaarämiteinander fahrenneu: erschrecken, zuschanden fahren
zämämännämiteinander fahrenneu: zuschanden fahren
zäntumäüberall(mhd zesamt = zusammen, insgesamt) der kännt mä zäntumä, ä söttig heds zäntumä, äs hed zäntumä öppis,früänär hends d Weisächind zäntumä hii värschtellt Hebel zsendane,
zausläzausen, rupfenmhd erzusen
ZigärrumpfGefäss aus Rinde für Ziger (Rumpf = Masse) 1518 kein böm schleitzen zu zigerrinden 1820 verboten Schurten zu Rumpfzigeren von den Tannen abzuschellen
zuzugang zu dem Huus zu dem anä sitzä ich nüüd > zum, zur, zus, gu
zuächäschtaaherzustehen
ZuugrächtZugrechtaltes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel)
zuusäzausenmhd zûse = Gestrüpp, Haarlocke Züüsi zerzaustes Mädchen
zwüschätzwischenzwüschät dä Hüüsär zwüschät d Bei Zwüschätmiitä zwüschät appä, - durä, - inä, - innä, - uufä, - uusä auch zuschät (w als unbeqem auszusprechen ausgelassen, u tief aber betont) 1604 zwüschent disen Zilen und Marchen.
Dialekt:zus
Deutsch:zu des
zu s Hänis, zu s Liisis, zu s Tällä, zu s Hofärs ..
Dialekt:zämäbindä
Deutsch:zusammenbinden
Dialekt:chnoosä
Deutsch:zusammendrängen
z.B. i Chiläbank inä chnoosä äs Gchnoos ein Gedränge bair Knös värchnoosä zusammenquetschen
Dialekt:chnöötschä
Deutsch:zusammenkneten, zerquetschen
äs Gchnootsch
Dialekt:zämäfüärä
Deutsch:zusammenführen
Dialekt:ramisiärä
Deutsch:zusammenraffen
frz ramasser auch ramsä
Dialekt:taultsch
Deutsch:zusammengedrückt
äs taultschäs Hüüsli (Tätschhaus) tältschid tältsch: plattgedrückt (von Tätsch) ä Taultsch > Tätschuus
Dialekt:uusseppälä
Deutsch:zuschanden gehen
är hed uusgseppälät > suutärä
Dialekt:värchnöötschä
Deutsch:zusammenquetschen
Dialekt:zämä
Deutsch:zusammen, beisammen
mhd zemen, zesame > allzämä, alls zämä
Dialekt:zämäbutzä
Deutsch:zusammenkehren, alles ausessen
Dialekt:zämächoo
Deutsch:zusammenkommen
wo d Bäch zämächömid da isch öppis zämächoo (hat sich summiert)
Dialekt:zämäfrässä
Deutsch:zusammenfressen
bay.Tischgebet: i Gotts Nam, fressa mrs zam!
Dialekt:zämägaa
Deutsch:zusammengehen, zusammenfallen
(schwinden)
Dialekt:zämägää
Deutsch:zusammengeben
(amtlich, kirchlich trauen)
Dialekt:zämäghiijä
Deutsch:zusammenwerfen, auf einen Haufen werfen,zusammenfallen, zerfallen
(Gebäude, Schnee, Kuchen) zämääghiid
Dialekt:zämähaa
Deutsch:zusammenhalten
eistär zämähaa! d Händ zämähaa bim Bättä (Hände falten)
Dialekt:zämälaa
Deutsch:zusammenfallen, schwinden
är hed si zämäglaa
Dialekt:zämäläbä
Deutsch:zusammenleben
früänär hends müässä inärä groossä Familli zämäläbä im änä chliinä Huus - und etz!? früänär hend di jungä Lüüt eerscht dörfä zämäläbä, wänns ghüüratäd gsii sind
Dialekt:zämäläsä
Deutsch:zusammenlesen, sammeln
Dialekt:zämäleggä
Deutsch:zusammenlegen, falten
(Tücher, Papier)
Dialekt:zämälüütä
Deutsch:zusammenläuten
mit allen Glocken kurz vor Beginn
Dialekt:zämänää
Deutsch:zusammennehmen
alls ächli zämänää gid zletscht au ä Huuffä! nimm di zämä!
Dialekt:zämäphakä
Deutsch:zusammenpacken
neu: chasch zp = geh fort! hau ab!
Dialekt:zämäschiässä
Deutsch:zusammenstossen
(früher mit Schlitten, jetzt mit Auto), durch Zusammenstoss zerstören ds Auto flätt zämägschossä!
Dialekt:zämäschiitä
Deutsch:zusammenschlagen
Dialekt:zämäschtoossä
Deutsch:zusammenstossen
Zwee Häxä hend einisch wellä d Flüä zämäschtoossä .. drum heisst s etz det Schtoos
Dialekt:zämäschlaa
Deutsch:zusammenschlagen, zerstören, verprügeln
Dialekt:zämäschpannä
Deutsch:zus.spannen
(Zugtiere), übertr. miteinander etwas aushecken
Dialekt:zämätätschä
Deutsch:zusammenschlagen, flach schlagen, zerstören
Dialekt:zämätuä
Deutsch:zusammentun
(Heu, Geld)
Dialekt:zämäziä
Deutsch:zusammenziehen
(Buurdi, Guurt, Gwand, Muul, Füdlä ..) neu: gemeinsames Leben beginnen
Dialekt:Zuäsänn
Deutsch:Zusenn, Gehilfe auf der Alp
(manchmal nur Knabe)
Dialekt:Zuäschlaag
Deutsch:Zuschlag
är hed dr Zuäschlaag übärchoo: bei Gant, Bewerbung, Arbeitvergebung
Dialekt:zussärisch
Deutsch:zuäusserst
zussärisch ussä (am Rand, am Sterben) > zinnärisch
Dialekt:abschlaa
Deutsch:abschlagen
dr Chopf abschlaa es ist erlaubt dem Schmalvieh die Beine abzuschlagen (= zusammenbinden)
Dialekt:Becki
Deutsch:grosses Gefäss
(vgl. Schwimm-, Tauf-, Waschbecken) Beckibüäzär: Geschirrflicker, die früher umherzogen und zerbrochenes Geschirr mit Drähten und Kitt wieder zusammenflickten
Dialekt:beedwääg
Deutsch:beidenwegs, beide zusammen
(beedzämä hend glogä) vgl. sächsich: alle beede
Dialekt:Biischpil
Deutsch:Beispiel
mhd bîspel (dazusagen)
Dialekt:binänand
Deutsch:beieinander
binänand sii Gesundheitszustand: guät binänand schlächt binänand
Dialekt:Bund
Deutsch:etwas Zusammengebundenes
mhd bunt ä Bund: Ruten, Äste, Zeitungen, Banknoten
Dialekt:bündig
Deutsch:knapp zusammengebunden
auf gleicher Höhe mit anderem
Dialekt:bündig
Deutsch:knapp zusammengefasst
(Rede): chuurz und bündig
Dialekt:Ch
Deutsch:
Das CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K.
Dialekt:chönnä
Deutsch:können
mhd künnen, kunnen ich cha, du chasch, är cha, miär (iär, si) chönid, ich chönnti, i has chönnä ich cha choo, chasch choo? i chönnt scho wän i wett du chönntisch das machä chönid iär das? iär chö­nid üs i d’Schuä blaasä! si chönid’s nüd midänand wellä und chönnä isch nüd das gliich 2) gekonnt ?är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä!
Dialekt:chönnä
Deutsch:gekonnt
är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä!
Dialekt:chüdärlä
Deutsch:reklamieren, an allem etwas auszusetzen haben
äs faad afä chüdärlä: ein kleines Kind beginnt zu reden, zu kauderwelschen > chöfärä
Dialekt:eiliäs(s)
Deutsch:einfach
(nicht doppelt) nehmen: Faden, Seil eiliäss zämäleggä nur einmal zusammenfalten
Dialekt:Füdäli
Deutsch:kleines Hinterteil Füdälivärgönnär (allzustrenge
Füdälivärgönnär (allzustrenge Sittenprediger)
Dialekt:füürschlaa
Deutsch:einhagen, zusperren
Gemeinmerki fürschlagen
Dialekt:Gadähuus
Deutsch:Gadenhaus
Haus und Stall zusammengebaut
Dialekt:Galti
Deutsch:Galt-Zustand
i dr Galti sii
Dialekt:gid
Deutsch:gibt
är gid nüüd drum das gid einisch ä Leerär adär ä Pfarr! äs gid ä = es gibt ihn, es kommt zustande (Arbeit, Kochen) Zuruf an Erntende im Garten: gids? gids grooss? (Gumeli) gids nämis? gids wooluus? (Gemüse)> gää
Dialekt:giigä
Deutsch:geigenspielen, hin und her bewegen
mhd gige spasshaft: ich gaa gu gä giigä übertr. äs giigät nüüd (kein Friede in der Ehe) äs chund nüd z giigä (kommt nicht zustande)
Dialekt:Gott
Deutsch:
ahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz...
Dialekt:grampoolä
Deutsch:Lärm machen
frz carambole (Zususammenstoss Billardkugeln)
Dialekt:gu
Deutsch:
Zusatzwort zu gehen und kommen: gang gu luägä! = geh (um zu) schauen! äs chunnt gu rägnä, gu haglä, gu schniijä .. i chumä gu luägä är isch (gangä) gu ässä, gu schaffä, gu hiirtä, gu schlaaffä .. Scherzweise: gang gugä giigä! Illgau: ich gaa gu Schwiiz (das alte gen = gegen, nach) > chu
Dialekt:guänä
Deutsch:hungrig und begierig zuschauen beim Essen
mhd guonlich (gut zu essen)
Dialekt:holzä
Deutsch:holzen
= Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä
Dialekt:Hüüräli
Deutsch:
zusammengekauerte Person > gruuppä
Dialekt:Iibärig
Deutsch:
alter Name für Unter- und Ober-Iberg zusammen
Dialekt:inänandinä
Deutsch:ineinander
inänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä
Dialekt:innärisch
Deutsch:innerst
> zinnärischinnä, zussärischussä
Dialekt:karichäschpärlä
Deutsch:
aus karisiärä und chaschpärlä zus.gesetzt
Dialekt:läär
Deutsch:leer
mhd laere nichts drin (ä läärä Tällär, lääri Chaartä),unbedeckt (ufem läärä Häärd),ohne Zusatz (läärs Gold, läärlöötig),bloss (läärs Brood läärs Wasser)
Dialekt:lacht(ig)
Deutsch:
Zusatz zu Eigenschaftswörtern: ziemlich, sehr vgl. rötlich, gütlich > früä-, guät-, heitär-, jung-, liächt-, root-, schöön-
Dialekt:nüüssä
Deutsch:niesen, niessen
mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte!
Dialekt:patschät
Deutsch:matt, zusammengedrückt
(vgl Patsche, Patschhand)
Dialekt:qua(as)ii
Deutsch:sozusagen
lat quasi (gleichsam, ungefähr)
Dialekt:rächä
Deutsch:rechen
Heu zusammenrechen
Dialekt:Ribel(ul)
Deutsch:Reibe
mhd ribel: Pfannäribel = zusammengebundene Reiser zum Ausreiben der Pfanne,Haar-Ribel = zusammengebundener Haarschopf, sieht aus wie ein Pfannenribel
Dialekt:schellä
Deutsch:schälen, Schale entfernen
1820 verboten Schurten von den Tannen abzuschellen (Vorsprech) auch bschellä > schällä
Dialekt:schletzä
Deutsch:Türe oder Fenster heftig zuschlagen
Dialekt:schpickä
Deutsch:spicken
mhd spicken ä Braatä schpickä Chriäsischtei spickä neu: in der Schule einander Hilfen zuspicken
Dialekt:schriijä
Deutsch:schreien
mhd schrîen hed gschruuä, i schruu, ä Schrei wird zusehends verdrängt durch schreie vgl schniijä, Iijä
Dialekt:schtrickä
Deutsch:stricken
mhd stricken (zusammenfügen) äs Huus schtrickä, äs gschtrickts Huus = mit Balken gefügt > wandä, Rigäl (Wolle stricken > lismä)
Dialekt:schuurtä
Deutsch:schurten, Schulden eintreiben
ich gaan ä gu schuurtä entrinden: 1820 Tannen schurten ist abzustellen
Dialekt:sozägä
Deutsch:sozusagen
Dialekt:Umwääg
Deutsch:
zusätzlicher Weg, nicht der direkte Rückkehr, Heimweg
Dialekt:ugschauät
Deutsch:kaufen ohne anzusehen
Dialekt:Undärwaldä
Deutsch:Unterwalden
(Ob- und Nidwalden zusammen)
Dialekt:uufmachä
Deutsch:aufmachen
1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä)
Dialekt:uusrichtä
Deutsch:ausrichten, Mitteilung machen, etwas zustande bringen, Milch ausmessen
> iirichtä
Dialekt:värchochä
Deutsch:alles zusammenkochen, aufbrauchen
Dialekt:värhaa
Deutsch:
d Türä värhaa (zusperren),ds Lachä värhaa (zurückhalten) > värthaa
Dialekt:värschnuurpfä
Deutsch:unbeholfen zusammennähen
Hautschrumpfung: värschnuurpfäti Öpfel, äs värschnuurpfäts Gsicht
Dialekt:värschoppä
Deutsch:
ein Loch zustopfen,etwas an einem Ort versorgen und vergessen mhd verschoppen
Dialekt:värschprächä
Deutsch:versprechen
(zusagen) värschprochä (vgl versprechen: irren im sprechen)
Dialekt:z
Deutsch:zu oder das
1) zu zallärieerscht zbescht zhindärisch zmitzt zletscht zundärisch zobärisch zussärisch zdrittä zsibätä zzweitä zhindärfüür zinnärischt 2) zu, auf, nach z Alp gaa z Chilä gaa z Chilä tuä z Doorf gaa z Fuäss gaa z Bodä ghiijä z Schwiiz ussä z Seebä z Zuug undä z Züri ussä z Fadä schlaa z Lumpä ghiijä z Nacht ässä z Morgäd ässä z Siin choo 3) zu, allzu z alt (> zalt) zlang zliäb zleid ztratz zviil zwenig zsüäss zsuur zschwäär zschpaat viil zschöön viil zzaam zzweitä (dsz..)man hört neuerdings: zuä lang, zuä schöön ... in Schwiiz, in Zürich . 4) d’s das ds ds Huus ds Goof ds Süüli ds Zaabäd ds Zmorgäd ds Znacht ds Zügli ds Zugärbiät ds Züribiät ds Zändwee
Dialekt:zämäfaarä
Deutsch:miteinander fahren
neu: erschrecken, zuschanden fahren
Dialekt:zämämännä
Deutsch:miteinander fahren
neu: zuschanden fahren
Dialekt:zäntumä
Deutsch:überall
(mhd zesamt = zusammen, insgesamt) der kännt mä zäntumä, ä söttig heds zäntumä, äs hed zäntumä öppis,früänär hends d Weisächind zäntumä hii värschtellt Hebel zsendane,
Dialekt:zauslä
Deutsch:zausen, rupfen
mhd erzusen
Dialekt:Zigärrumpf
Deutsch:
Gefäss aus Rinde für Ziger (Rumpf = Masse) 1518 kein böm schleitzen zu zigerrinden 1820 verboten Schurten zu Rumpfzigeren von den Tannen abzuschellen
Dialekt:zu
Deutsch:zu
gang zu dem Huus zu dem anä sitzä ich nüüd > zum, zur, zus, gu
Dialekt:zuächäschtaa
Deutsch:herzustehen
Dialekt:Zuugrächt
Deutsch:Zugrecht
altes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel)
Dialekt:zuusä
Deutsch:zausen
mhd zûse = Gestrüpp, Haarlocke Züüsi zerzaustes Mädchen
Dialekt:zwüschät
Deutsch:zwischen
zwüschät dä Hüüsär zwüschät d Bei Zwüschätmiitä zwüschät appä, - durä, - inä, - innä, - uufä, - uusä auch zuschät (w als unbeqem auszusprechen ausgelassen, u tief aber betont) 1604 zwüschent disen Zilen und Marchen.