| Muotathaler Dialekt | Schriftsprache | Erläuterung | Foto | Audio |
|---|---|---|---|---|
| zus | zu des | zu s Hänis, zu s Liisis, zu s Tällä, zu s Hofärs .. | ||
| zämäbindä | zusammenbinden | |||
| chnoosä | zusammendrängen | z.B. i Chiläbank inä chnoosä äs Gchnoos ein Gedränge bair Knös värchnoosä zusammenquetschen | ||
| chnöötschä | zusammenkneten, zerquetschen | äs Gchnootsch | ||
| zämäfüärä | zusammenführen | |||
| ramisiärä | zusammenraffen | frz ramasser auch ramsä | ||
| taultsch | zusammengedrückt | äs taultschäs Hüüsli (Tätschhaus) tältschid tältsch: plattgedrückt (von Tätsch) ä Taultsch > Tätschuus | ||
| uusseppälä | zuschanden gehen | är hed uusgseppälät > suutärä | ||
| värchnöötschä | zusammenquetschen | |||
| zämä | zusammen, beisammen | mhd zemen, zesame > allzämä, alls zämä | ||
| zämäbutzä | zusammenkehren, alles ausessen | |||
| zämächoo | zusammenkommen | wo d Bäch zämächömid da isch öppis zämächoo (hat sich summiert) | ||
| zämäfrässä | zusammenfressen | bay.Tischgebet: i Gotts Nam, fressa mrs zam! | ||
| zämägaa | zusammengehen, zusammenfallen | (schwinden) | ||
| zämägää | zusammengeben | (amtlich, kirchlich trauen) | ||
| zämäghiijä | zusammenwerfen, auf einen Haufen werfen,zusammenfallen, zerfallen | (Gebäude, Schnee, Kuchen) zämääghiid | ||
| zämähaa | zusammenhalten | eistär zämähaa! d Händ zämähaa bim Bättä (Hände falten) | ||
| zämälaa | zusammenfallen, schwinden | är hed si zämäglaa | ||
| zämäläbä | zusammenleben | früänär hends müässä inärä groossä Familli zämäläbä im änä chliinä Huus - und etz!? früänär hend di jungä Lüüt eerscht dörfä zämäläbä, wänns ghüüratäd gsii sind | ||
| zämäläsä | zusammenlesen, sammeln | |||
| zämäleggä | zusammenlegen, falten | (Tücher, Papier) | ||
| zämälüütä | zusammenläuten | mit allen Glocken kurz vor Beginn | ||
| zämänää | zusammennehmen | alls ächli zämänää gid zletscht au ä Huuffä! nimm di zämä! | ||
| zämäphakä | zusammenpacken | neu: chasch zp = geh fort! hau ab! | ||
| zämäschiässä | zusammenstossen | (früher mit Schlitten, jetzt mit Auto), durch Zusammenstoss zerstören ds Auto flätt zämägschossä! | ||
| zämäschiitä | zusammenschlagen | |||
| zämäschtoossä | zusammenstossen | Zwee Häxä hend einisch wellä d Flüä zämäschtoossä .. drum heisst s etz det Schtoos | ||
| zämäschlaa | zusammenschlagen, zerstören, verprügeln | |||
| zämäschpannä | zus.spannen | (Zugtiere), übertr. miteinander etwas aushecken | ||
| zämätätschä | zusammenschlagen, flach schlagen, zerstören | |||
| zämätuä | zusammentun | (Heu, Geld) | ||
| zämäziä | zusammenziehen | (Buurdi, Guurt, Gwand, Muul, Füdlä ..) neu: gemeinsames Leben beginnen | ||
| Zuäsänn | Zusenn, Gehilfe auf der Alp | (manchmal nur Knabe) | ||
| Zuäschlaag | Zuschlag | är hed dr Zuäschlaag übärchoo: bei Gant, Bewerbung, Arbeitvergebung | ||
| zussärisch | zuäusserst | zussärisch ussä (am Rand, am Sterben) > zinnärisch | ||
| abschlaa | abschlagen | dr Chopf abschlaa es ist erlaubt dem Schmalvieh die Beine abzuschlagen (= zusammenbinden) | ||
| Becki | grosses Gefäss | (vgl. Schwimm-, Tauf-, Waschbecken) Beckibüäzär: Geschirrflicker, die früher umherzogen und zerbrochenes Geschirr mit Drähten und Kitt wieder zusammenflickten | ||
| beedwääg | beidenwegs, beide zusammen | (beedzämä hend glogä) vgl. sächsich: alle beede | ||
| Biischpil | Beispiel | mhd bîspel (dazusagen) | ||
| binänand | beieinander | binänand sii Gesundheitszustand: guät binänand schlächt binänand | ||
| Bund | etwas Zusammengebundenes | mhd bunt ä Bund: Ruten, Äste, Zeitungen, Banknoten | ||
| bündig | knapp zusammengebunden | auf gleicher Höhe mit anderem | ||
| bündig | knapp zusammengefasst | (Rede): chuurz und bündig | ||
| Ch | Das CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K. | |||
| chönnä | können | mhd künnen, kunnen ich cha, du chasch, är cha, miär (iär, si) chönid, ich chönnti, i has chönnä ich cha choo, chasch choo? i chönnt scho wän i wett du chönntisch das machä chönid iär das? iär chönid üs i d’Schuä blaasä! si chönid’s nüd midänand wellä und chönnä isch nüd das gliich 2) gekonnt ?är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä! | ||
| chönnä | gekonnt | är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä! | ||
| chüdärlä | reklamieren, an allem etwas auszusetzen haben | äs faad afä chüdärlä: ein kleines Kind beginnt zu reden, zu kauderwelschen > chöfärä | ||
| eiliäs(s) | einfach | (nicht doppelt) nehmen: Faden, Seil eiliäss zämäleggä nur einmal zusammenfalten | ||
| Füdäli | kleines Hinterteil Füdälivärgönnär (allzustrenge | Füdälivärgönnär (allzustrenge Sittenprediger) | ||
| füürschlaa | einhagen, zusperren | Gemeinmerki fürschlagen | ||
| Gadähuus | Gadenhaus | Haus und Stall zusammengebaut | ||
| Galti | Galt-Zustand | i dr Galti sii | ||
| gid | gibt | är gid nüüd drum das gid einisch ä Leerär adär ä Pfarr! äs gid ä = es gibt ihn, es kommt zustande (Arbeit, Kochen) Zuruf an Erntende im Garten: gids? gids grooss? (Gumeli) gids nämis? gids wooluus? (Gemüse)> gää | ||
| giigä | geigenspielen, hin und her bewegen | mhd gige spasshaft: ich gaa gu gä giigä übertr. äs giigät nüüd (kein Friede in der Ehe) äs chund nüd z giigä (kommt nicht zustande) | ||
| Gott | ahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz... | |||
| grampoolä | Lärm machen | frz carambole (Zususammenstoss Billardkugeln) | ||
| gu | Zusatzwort zu gehen und kommen: gang gu luägä! = geh (um zu) schauen! äs chunnt gu rägnä, gu haglä, gu schniijä .. i chumä gu luägä är isch (gangä) gu ässä, gu schaffä, gu hiirtä, gu schlaaffä .. Scherzweise: gang gugä giigä! Illgau: ich gaa gu Schwiiz (das alte gen = gegen, nach) > chu | |||
| guänä | hungrig und begierig zuschauen beim Essen | mhd guonlich (gut zu essen) | ||
| holzä | holzen | = Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä | ||
| Hüüräli | zusammengekauerte Person > gruuppä | |||
| Iibärig | alter Name für Unter- und Ober-Iberg zusammen | |||
| inänandinä | ineinander | inänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä | ||
| innärisch | innerst | > zinnärischinnä, zussärischussä | ||
| karichäschpärlä | aus karisiärä und chaschpärlä zus.gesetzt | |||
| läär | leer | mhd laere nichts drin (ä läärä Tällär, lääri Chaartä),unbedeckt (ufem läärä Häärd),ohne Zusatz (läärs Gold, läärlöötig),bloss (läärs Brood läärs Wasser) | ||
| lacht(ig) | Zusatz zu Eigenschaftswörtern: ziemlich, sehr vgl. rötlich, gütlich > früä-, guät-, heitär-, jung-, liächt-, root-, schöön- | |||
| nüüssä | niesen, niessen | mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte! | ||
| patschät | matt, zusammengedrückt | (vgl Patsche, Patschhand) | ||
| qua(as)ii | sozusagen | lat quasi (gleichsam, ungefähr) | ||
| rächä | rechen | Heu zusammenrechen | ||
| Ribel(ul) | Reibe | mhd ribel: Pfannäribel = zusammengebundene Reiser zum Ausreiben der Pfanne,Haar-Ribel = zusammengebundener Haarschopf, sieht aus wie ein Pfannenribel | ||
| schellä | schälen, Schale entfernen | 1820 verboten Schurten von den Tannen abzuschellen (Vorsprech) auch bschellä > schällä | ||
| schletzä | Türe oder Fenster heftig zuschlagen | |||
| schpickä | spicken | mhd spicken ä Braatä schpickä Chriäsischtei spickä neu: in der Schule einander Hilfen zuspicken | ||
| schriijä | schreien | mhd schrîen hed gschruuä, i schruu, ä Schrei wird zusehends verdrängt durch schreie vgl schniijä, Iijä | ||
| schtrickä | stricken | mhd stricken (zusammenfügen) äs Huus schtrickä, äs gschtrickts Huus = mit Balken gefügt > wandä, Rigäl (Wolle stricken > lismä) | ||
| schuurtä | schurten, Schulden eintreiben | ich gaan ä gu schuurtä entrinden: 1820 Tannen schurten ist abzustellen | ||
| sozägä | sozusagen | |||
| Umwääg | zusätzlicher Weg, nicht der direkte Rückkehr, Heimweg | |||
| ugschauät | kaufen ohne anzusehen | |||
| Undärwaldä | Unterwalden | (Ob- und Nidwalden zusammen) | ||
| uufmachä | aufmachen | 1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä) | ||
| uusrichtä | ausrichten, Mitteilung machen, etwas zustande bringen, Milch ausmessen | > iirichtä | ||
| värchochä | alles zusammenkochen, aufbrauchen | |||
| värhaa | d Türä värhaa (zusperren),ds Lachä värhaa (zurückhalten) > värthaa | |||
| värschnuurpfä | unbeholfen zusammennähen | Hautschrumpfung: värschnuurpfäti Öpfel, äs värschnuurpfäts Gsicht | ||
| värschoppä | ein Loch zustopfen,etwas an einem Ort versorgen und vergessen mhd verschoppen | |||
| värschprächä | versprechen | (zusagen) värschprochä (vgl versprechen: irren im sprechen) | ||
| z | zu oder das | 1) zu zallärieerscht zbescht zhindärisch zmitzt zletscht zundärisch zobärisch zussärisch zdrittä zsibätä zzweitä zhindärfüür zinnärischt 2) zu, auf, nach z Alp gaa z Chilä gaa z Chilä tuä z Doorf gaa z Fuäss gaa z Bodä ghiijä z Schwiiz ussä z Seebä z Zuug undä z Züri ussä z Fadä schlaa z Lumpä ghiijä z Nacht ässä z Morgäd ässä z Siin choo 3) zu, allzu z alt (> zalt) zlang zliäb zleid ztratz zviil zwenig zsüäss zsuur zschwäär zschpaat viil zschöön viil zzaam zzweitä (dsz..)man hört neuerdings: zuä lang, zuä schöön ... in Schwiiz, in Zürich . 4) d’s das ds ds Huus ds Goof ds Süüli ds Zaabäd ds Zmorgäd ds Znacht ds Zügli ds Zugärbiät ds Züribiät ds Zändwee | ||
| zämäfaarä | miteinander fahren | neu: erschrecken, zuschanden fahren | ||
| zämämännä | miteinander fahren | neu: zuschanden fahren | ||
| zäntumä | überall | (mhd zesamt = zusammen, insgesamt) der kännt mä zäntumä, ä söttig heds zäntumä, äs hed zäntumä öppis,früänär hends d Weisächind zäntumä hii värschtellt Hebel zsendane, | ||
| zauslä | zausen, rupfen | mhd erzusen | ||
| Zigärrumpf | Gefäss aus Rinde für Ziger (Rumpf = Masse) 1518 kein böm schleitzen zu zigerrinden 1820 verboten Schurten zu Rumpfzigeren von den Tannen abzuschellen | |||
| zu | zu | gang zu dem Huus zu dem anä sitzä ich nüüd > zum, zur, zus, gu | ||
| zuächäschtaa | herzustehen | |||
| Zuugrächt | Zugrecht | altes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel) | ||
| zuusä | zausen | mhd zûse = Gestrüpp, Haarlocke Züüsi zerzaustes Mädchen | ||
| zwüschät | zwischen | zwüschät dä Hüüsär zwüschät d Bei Zwüschätmiitä zwüschät appä, - durä, - inä, - innä, - uufä, - uusä auch zuschät (w als unbeqem auszusprechen ausgelassen, u tief aber betont) 1604 zwüschent disen Zilen und Marchen. |
| Dialekt: | zus |
| Deutsch: | zu des |
| zu s Hänis, zu s Liisis, zu s Tällä, zu s Hofärs .. | |
| Dialekt: | zämäbindä |
| Deutsch: | zusammenbinden |
| Dialekt: | chnoosä |
| Deutsch: | zusammendrängen |
| z.B. i Chiläbank inä chnoosä äs Gchnoos ein Gedränge bair Knös värchnoosä zusammenquetschen | |
| Dialekt: | chnöötschä |
| Deutsch: | zusammenkneten, zerquetschen |
| äs Gchnootsch | |
| Dialekt: | zämäfüärä |
| Deutsch: | zusammenführen |
| Dialekt: | ramisiärä |
| Deutsch: | zusammenraffen |
| frz ramasser auch ramsä | |
| Dialekt: | taultsch |
| Deutsch: | zusammengedrückt |
| äs taultschäs Hüüsli (Tätschhaus) tältschid tältsch: plattgedrückt (von Tätsch) ä Taultsch > Tätschuus | |
| Dialekt: | uusseppälä |
| Deutsch: | zuschanden gehen |
| är hed uusgseppälät > suutärä | |
| Dialekt: | värchnöötschä |
| Deutsch: | zusammenquetschen |
| Dialekt: | zämä |
| Deutsch: | zusammen, beisammen |
| mhd zemen, zesame > allzämä, alls zämä | |
| Dialekt: | zämäbutzä |
| Deutsch: | zusammenkehren, alles ausessen |
| Dialekt: | zämächoo |
| Deutsch: | zusammenkommen |
| wo d Bäch zämächömid da isch öppis zämächoo (hat sich summiert) | |
| Dialekt: | zämäfrässä |
| Deutsch: | zusammenfressen |
| bay.Tischgebet: i Gotts Nam, fressa mrs zam! | |
| Dialekt: | zämägaa |
| Deutsch: | zusammengehen, zusammenfallen |
| (schwinden) | |
| Dialekt: | zämägää |
| Deutsch: | zusammengeben |
| (amtlich, kirchlich trauen) | |
| Dialekt: | zämäghiijä |
| Deutsch: | zusammenwerfen, auf einen Haufen werfen,zusammenfallen, zerfallen |
| (Gebäude, Schnee, Kuchen) zämääghiid | |
| Dialekt: | zämähaa |
| Deutsch: | zusammenhalten |
| eistär zämähaa! d Händ zämähaa bim Bättä (Hände falten) | |
| Dialekt: | zämälaa |
| Deutsch: | zusammenfallen, schwinden |
| är hed si zämäglaa | |
| Dialekt: | zämäläbä |
| Deutsch: | zusammenleben |
| früänär hends müässä inärä groossä Familli zämäläbä im änä chliinä Huus - und etz!? früänär hend di jungä Lüüt eerscht dörfä zämäläbä, wänns ghüüratäd gsii sind | |
| Dialekt: | zämäläsä |
| Deutsch: | zusammenlesen, sammeln |
| Dialekt: | zämäleggä |
| Deutsch: | zusammenlegen, falten |
| (Tücher, Papier) | |
| Dialekt: | zämälüütä |
| Deutsch: | zusammenläuten |
| mit allen Glocken kurz vor Beginn | |
| Dialekt: | zämänää |
| Deutsch: | zusammennehmen |
| alls ächli zämänää gid zletscht au ä Huuffä! nimm di zämä! | |
| Dialekt: | zämäphakä |
| Deutsch: | zusammenpacken |
| neu: chasch zp = geh fort! hau ab! | |
| Dialekt: | zämäschiässä |
| Deutsch: | zusammenstossen |
| (früher mit Schlitten, jetzt mit Auto), durch Zusammenstoss zerstören ds Auto flätt zämägschossä! | |
| Dialekt: | zämäschiitä |
| Deutsch: | zusammenschlagen |
| Dialekt: | zämäschtoossä |
| Deutsch: | zusammenstossen |
| Zwee Häxä hend einisch wellä d Flüä zämäschtoossä .. drum heisst s etz det Schtoos | |
| Dialekt: | zämäschlaa |
| Deutsch: | zusammenschlagen, zerstören, verprügeln |
| Dialekt: | zämäschpannä |
| Deutsch: | zus.spannen |
| (Zugtiere), übertr. miteinander etwas aushecken | |
| Dialekt: | zämätätschä |
| Deutsch: | zusammenschlagen, flach schlagen, zerstören |
| Dialekt: | zämätuä |
| Deutsch: | zusammentun |
| (Heu, Geld) | |
| Dialekt: | zämäziä |
| Deutsch: | zusammenziehen |
| (Buurdi, Guurt, Gwand, Muul, Füdlä ..) neu: gemeinsames Leben beginnen | |
| Dialekt: | Zuäsänn |
| Deutsch: | Zusenn, Gehilfe auf der Alp |
| (manchmal nur Knabe) | |
| Dialekt: | Zuäschlaag |
| Deutsch: | Zuschlag |
| är hed dr Zuäschlaag übärchoo: bei Gant, Bewerbung, Arbeitvergebung | |
| Dialekt: | zussärisch |
| Deutsch: | zuäusserst |
| zussärisch ussä (am Rand, am Sterben) > zinnärisch | |
| Dialekt: | abschlaa |
| Deutsch: | abschlagen |
| dr Chopf abschlaa es ist erlaubt dem Schmalvieh die Beine abzuschlagen (= zusammenbinden) | |
| Dialekt: | Becki |
| Deutsch: | grosses Gefäss |
| (vgl. Schwimm-, Tauf-, Waschbecken) Beckibüäzär: Geschirrflicker, die früher umherzogen und zerbrochenes Geschirr mit Drähten und Kitt wieder zusammenflickten | |
| Dialekt: | beedwääg |
| Deutsch: | beidenwegs, beide zusammen |
| (beedzämä hend glogä) vgl. sächsich: alle beede | |
| Dialekt: | Biischpil |
| Deutsch: | Beispiel |
| mhd bîspel (dazusagen) | |
| Dialekt: | binänand |
| Deutsch: | beieinander |
| binänand sii Gesundheitszustand: guät binänand schlächt binänand | |
| Dialekt: | Bund |
| Deutsch: | etwas Zusammengebundenes |
| mhd bunt ä Bund: Ruten, Äste, Zeitungen, Banknoten | |
| Dialekt: | bündig |
| Deutsch: | knapp zusammengebunden |
| auf gleicher Höhe mit anderem | |
| Dialekt: | bündig |
| Deutsch: | knapp zusammengefasst |
| (Rede): chuurz und bündig | |
| Dialekt: | Ch |
| Deutsch: | |
| Das CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K. | |
| Dialekt: | chönnä |
| Deutsch: | können |
| mhd künnen, kunnen ich cha, du chasch, är cha, miär (iär, si) chönid, ich chönnti, i has chönnä ich cha choo, chasch choo? i chönnt scho wän i wett du chönntisch das machä chönid iär das? iär chönid üs i d’Schuä blaasä! si chönid’s nüd midänand wellä und chönnä isch nüd das gliich 2) gekonnt ?är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä! | |
| Dialekt: | chönnä |
| Deutsch: | gekonnt |
| är heds chönnä (erreicht, vollendet, zustandegebracht) Si hends midänand nüd chönnä = sie kamen nicht aus miteinander. Zwei ältere Frauen: Hesch duu gwüäschtät! - I has ämal nu chönnä! | |
| Dialekt: | chüdärlä |
| Deutsch: | reklamieren, an allem etwas auszusetzen haben |
| äs faad afä chüdärlä: ein kleines Kind beginnt zu reden, zu kauderwelschen > chöfärä | |
| Dialekt: | eiliäs(s) |
| Deutsch: | einfach |
| (nicht doppelt) nehmen: Faden, Seil eiliäss zämäleggä nur einmal zusammenfalten | |
| Dialekt: | Füdäli |
| Deutsch: | kleines Hinterteil Füdälivärgönnär (allzustrenge |
| Füdälivärgönnär (allzustrenge Sittenprediger) | |
| Dialekt: | füürschlaa |
| Deutsch: | einhagen, zusperren |
| Gemeinmerki fürschlagen | |
| Dialekt: | Gadähuus |
| Deutsch: | Gadenhaus |
| Haus und Stall zusammengebaut | |
| Dialekt: | Galti |
| Deutsch: | Galt-Zustand |
| i dr Galti sii | |
| Dialekt: | gid |
| Deutsch: | gibt |
| är gid nüüd drum das gid einisch ä Leerär adär ä Pfarr! äs gid ä = es gibt ihn, es kommt zustande (Arbeit, Kochen) Zuruf an Erntende im Garten: gids? gids grooss? (Gumeli) gids nämis? gids wooluus? (Gemüse)> gää | |
| Dialekt: | giigä |
| Deutsch: | geigenspielen, hin und her bewegen |
| mhd gige spasshaft: ich gaa gu gä giigä übertr. äs giigät nüüd (kein Friede in der Ehe) äs chund nüd z giigä (kommt nicht zustande) | |
| Dialekt: | Gott |
| Deutsch: | |
| ahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz... | |
| Dialekt: | grampoolä |
| Deutsch: | Lärm machen |
| frz carambole (Zususammenstoss Billardkugeln) | |
| Dialekt: | gu |
| Deutsch: | |
| Zusatzwort zu gehen und kommen: gang gu luägä! = geh (um zu) schauen! äs chunnt gu rägnä, gu haglä, gu schniijä .. i chumä gu luägä är isch (gangä) gu ässä, gu schaffä, gu hiirtä, gu schlaaffä .. Scherzweise: gang gugä giigä! Illgau: ich gaa gu Schwiiz (das alte gen = gegen, nach) > chu | |
| Dialekt: | guänä |
| Deutsch: | hungrig und begierig zuschauen beim Essen |
| mhd guonlich (gut zu essen) | |
| Dialekt: | holzä |
| Deutsch: | holzen |
| = Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä | |
| Dialekt: | Hüüräli |
| Deutsch: | |
| zusammengekauerte Person > gruuppä | |
| Dialekt: | Iibärig |
| Deutsch: | |
| alter Name für Unter- und Ober-Iberg zusammen | |
| Dialekt: | inänandinä |
| Deutsch: | ineinander |
| inänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä | |
| Dialekt: | innärisch |
| Deutsch: | innerst |
| > zinnärischinnä, zussärischussä | |
| Dialekt: | karichäschpärlä |
| Deutsch: | |
| aus karisiärä und chaschpärlä zus.gesetzt | |
| Dialekt: | läär |
| Deutsch: | leer |
| mhd laere nichts drin (ä läärä Tällär, lääri Chaartä),unbedeckt (ufem läärä Häärd),ohne Zusatz (läärs Gold, läärlöötig),bloss (läärs Brood läärs Wasser) | |
| Dialekt: | lacht(ig) |
| Deutsch: | |
| Zusatz zu Eigenschaftswörtern: ziemlich, sehr vgl. rötlich, gütlich > früä-, guät-, heitär-, jung-, liächt-, root-, schöön- | |
| Dialekt: | nüüssä |
| Deutsch: | niesen, niessen |
| mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte! | |
| Dialekt: | patschät |
| Deutsch: | matt, zusammengedrückt |
| (vgl Patsche, Patschhand) | |
| Dialekt: | qua(as)ii |
| Deutsch: | sozusagen |
| lat quasi (gleichsam, ungefähr) | |
| Dialekt: | rächä |
| Deutsch: | rechen |
| Heu zusammenrechen | |
| Dialekt: | Ribel(ul) |
| Deutsch: | Reibe |
| mhd ribel: Pfannäribel = zusammengebundene Reiser zum Ausreiben der Pfanne,Haar-Ribel = zusammengebundener Haarschopf, sieht aus wie ein Pfannenribel | |
| Dialekt: | schellä |
| Deutsch: | schälen, Schale entfernen |
| 1820 verboten Schurten von den Tannen abzuschellen (Vorsprech) auch bschellä > schällä | |
| Dialekt: | schletzä |
| Deutsch: | Türe oder Fenster heftig zuschlagen |
| Dialekt: | schpickä |
| Deutsch: | spicken |
| mhd spicken ä Braatä schpickä Chriäsischtei spickä neu: in der Schule einander Hilfen zuspicken | |
| Dialekt: | schriijä |
| Deutsch: | schreien |
| mhd schrîen hed gschruuä, i schruu, ä Schrei wird zusehends verdrängt durch schreie vgl schniijä, Iijä | |
| Dialekt: | schtrickä |
| Deutsch: | stricken |
| mhd stricken (zusammenfügen) äs Huus schtrickä, äs gschtrickts Huus = mit Balken gefügt > wandä, Rigäl (Wolle stricken > lismä) | |
| Dialekt: | schuurtä |
| Deutsch: | schurten, Schulden eintreiben |
| ich gaan ä gu schuurtä entrinden: 1820 Tannen schurten ist abzustellen | |
| Dialekt: | sozägä |
| Deutsch: | sozusagen |
| Dialekt: | Umwääg |
| Deutsch: | |
| zusätzlicher Weg, nicht der direkte Rückkehr, Heimweg | |
| Dialekt: | ugschauät |
| Deutsch: | kaufen ohne anzusehen |
| Dialekt: | Undärwaldä |
| Deutsch: | Unterwalden |
| (Ob- und Nidwalden zusammen) | |
| Dialekt: | uufmachä |
| Deutsch: | aufmachen |
| 1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä) | |
| Dialekt: | uusrichtä |
| Deutsch: | ausrichten, Mitteilung machen, etwas zustande bringen, Milch ausmessen |
| > iirichtä | |
| Dialekt: | värchochä |
| Deutsch: | alles zusammenkochen, aufbrauchen |
| Dialekt: | värhaa |
| Deutsch: | |
| d Türä värhaa (zusperren),ds Lachä värhaa (zurückhalten) > värthaa | |
| Dialekt: | värschnuurpfä |
| Deutsch: | unbeholfen zusammennähen |
| Hautschrumpfung: värschnuurpfäti Öpfel, äs värschnuurpfäts Gsicht | |
| Dialekt: | värschoppä |
| Deutsch: | |
| ein Loch zustopfen,etwas an einem Ort versorgen und vergessen mhd verschoppen | |
| Dialekt: | värschprächä |
| Deutsch: | versprechen |
| (zusagen) värschprochä (vgl versprechen: irren im sprechen) | |
| Dialekt: | z |
| Deutsch: | zu oder das |
| 1) zu zallärieerscht zbescht zhindärisch zmitzt zletscht zundärisch zobärisch zussärisch zdrittä zsibätä zzweitä zhindärfüür zinnärischt 2) zu, auf, nach z Alp gaa z Chilä gaa z Chilä tuä z Doorf gaa z Fuäss gaa z Bodä ghiijä z Schwiiz ussä z Seebä z Zuug undä z Züri ussä z Fadä schlaa z Lumpä ghiijä z Nacht ässä z Morgäd ässä z Siin choo 3) zu, allzu z alt (> zalt) zlang zliäb zleid ztratz zviil zwenig zsüäss zsuur zschwäär zschpaat viil zschöön viil zzaam zzweitä (dsz..)man hört neuerdings: zuä lang, zuä schöön ... in Schwiiz, in Zürich . 4) d’s das ds ds Huus ds Goof ds Süüli ds Zaabäd ds Zmorgäd ds Znacht ds Zügli ds Zugärbiät ds Züribiät ds Zändwee | |
| Dialekt: | zämäfaarä |
| Deutsch: | miteinander fahren |
| neu: erschrecken, zuschanden fahren | |
| Dialekt: | zämämännä |
| Deutsch: | miteinander fahren |
| neu: zuschanden fahren | |
| Dialekt: | zäntumä |
| Deutsch: | überall |
| (mhd zesamt = zusammen, insgesamt) der kännt mä zäntumä, ä söttig heds zäntumä, äs hed zäntumä öppis,früänär hends d Weisächind zäntumä hii värschtellt Hebel zsendane, | |
| Dialekt: | zauslä |
| Deutsch: | zausen, rupfen |
| mhd erzusen | |
| Dialekt: | Zigärrumpf |
| Deutsch: | |
| Gefäss aus Rinde für Ziger (Rumpf = Masse) 1518 kein böm schleitzen zu zigerrinden 1820 verboten Schurten zu Rumpfzigeren von den Tannen abzuschellen | |
| Dialekt: | zu |
| Deutsch: | zu |
| gang zu dem Huus zu dem anä sitzä ich nüüd > zum, zur, zus, gu | |
| Dialekt: | zuächäschtaa |
| Deutsch: | herzustehen |
| Dialekt: | Zuugrächt |
| Deutsch: | Zugrecht |
| altes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel) | |
| Dialekt: | zuusä |
| Deutsch: | zausen |
| mhd zûse = Gestrüpp, Haarlocke Züüsi zerzaustes Mädchen | |
| Dialekt: | zwüschät |
| Deutsch: | zwischen |
| zwüschät dä Hüüsär zwüschät d Bei Zwüschätmiitä zwüschät appä, - durä, - inä, - innä, - uufä, - uusä auch zuschät (w als unbeqem auszusprechen ausgelassen, u tief aber betont) 1604 zwüschent disen Zilen und Marchen. | |