Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
wildwild, freilebend, ungezähmtwildi Tiär, wildä Heich, wildi Chriäsi, wildi Lüüt, wild Mannä, wildä Maa wütend: fuchstüüfelswild, nümmä wildä = zahm geworden
WildGewild> Gwild
BelgertsWildiheugebiet
SchnudärblackäWildpflanze
WildbaanWildbannmhd wilt ban 1492
WildbrättWildbret(Wild-Braten)
WildhüätärWildhüterauch Gwildhüätär
WildmannäSagengestalt, Fruchtstand der Berganemone > Altmannä
WildsuuWildschweinMz Wildsüü ein Wildt Suw im Thal geschossen (1562)
Wildwassärwilder FlussMuot-Aa = Wildwasser
Wildäds Wildä Fam. Betschart vom Wilden Mann
WildämaaSagengestalt Gasthaus zum Wilden Mann > Wildmannä
WildänäWildnisseMz von Wildi i dä Wildänä 1740: in den Alpen oder Wildenen
WildiWildnisi dr Wildi
Wildiheu, wildiheuäWildheu sammeln
wildälänach Wild riechen, schmecken
wildäräwiderrechtlich jagen> räflä
Alt MannäSamenstand der Alpenwild Mannä
BächläräBächleren(Wildbach)
bannämit Bann belegenin Sagen: Geister bannen (verjagen in Wildnis)mhd bânen >Baawald, Bawalter
BiirgBirg, GebirgeHüttäbiirg: Wildheuplätz zu einer bestimmten Alphütte gehörig
fuchstüüfelswildfuchsteufelswild(zornig)
füürgruuppäin einer Vertiefung dem Wild auflauern > Füürliggi
Gässlikleine (kurze) Gassemhd gezzelin > Hüürlis, Hundänä, Wildä
GwildGewild, wildes Getiermhd gewilt > wild
hautschäbellen, kläffen(Wild vertreiben) auch bautschä
HolzbiräHolzbirne, Wildbirnewild im Wald gewachsen
Holzöpfelwild im Wald gewachsen
HooliächtHorizontOW hobäärgä (wildiheuen)
HurrlibuäbBrummkreisel, Zwirbel, Wildfangmhd hurren (surren, brummen) engl hurl
Hüttlikleine Hütte>Heidä-, Schtei-, Wald-, Wildiheuär-
iischniijäeinschneienmit dem ersten Schneefall in den Alpen: eingesperrt sein durch unzeitigen Schneefall Äs hed einä iigschniid bim Wildiheuä im Heubäärg,är hed det im Hüttli müässä waartä, bis äs dr Schnee appäglauänät hed,wos duä einisch ä chli uuftaa hed, hends um vo undänuufä grüäft, öb är nu z ässä heig,dä hed är vo obänappä gruäft: Baläntä hani nu, aber Tubak äkeinä mee!
jagäjagenmhd jagen Wild jagen Wolken jagen: äs jagds obäninä> Jegär, jegärä, jegisch, värjagä
LäckiStelle, wo man dem Vieh etwas zu lecken gibt auf den Alpen,wo Schalenwild Salz leckt
MagärheuHeu aus ungedüngtem Land (Magerwiese, Wildheu)
MannäMännermhd mannen Mannä we Tannä! Alli Mannä schtandid ii! verdrängt durch Männär (Männärchoor), neuestens durch Herä (Damen und Herren) > Wild-, Schnee-
Muotiseiltuä we am Muotiseil = sich wild gebärden
NidärjagdNiederjagdim Gegensatz zur Hochwildjagd
PfäffärPfefferlat piper frz poivre ital pepe mhd pfeffer Gewürz,Wildbret
PutschPutschschweiz. Mundart, lautmalerisch gebildet, Bei uns: Wasserschwall, plötzliche Flutwelle eines Wildbaches dr Putsch chund! ä schöönä Putsch isch choo! engl push
räfläfreveln(widerrechtlich Wild oder Holz fällen) mhd vrevelen Früher ein Hauptvergnügen, oft aber auch eine Lebensnotwendigkeit. In alten Gesetzen sehr häufig: Frevel = Verbrechen, Vergehen,freventlich = absichtlich, mutwillig, widerrechtlich (räflä = abk. frävlä
schpüüräspürenmhd spürn Wild spüren auch: gschpüürä Äs hed ä Jegär Zänd la ziä bim Doktär, der fragt: we hend Sie s gspürt? - Gschpüürt han i nüüd, abär wee taa heds eeländ värreckt!
TiärTier(e)mhd tier (wildes Tier) äs hed Tiär von wilden thyeren Tieralpeli
usöödmhd soeden (sieden), also nicht zu sieden, sehr, überaus,Wort alt und weitverbreitet ä usöödä Hungär BE wild, heftig, frech
värbälläJagdhund führt den Jäger zum getroffenen Wild
värsuumäversäumen, verpassen(mhd versumen = vergessen) i ha mi värsuumät äs wäär ja ds Bättlä värsuumät (Nuschis Seebi vom Wildiheuen) ds Landrächt värsuumä,värsuumti Landlüüt värsuumägi Aarbet
värträägävertragen1) ertragen diä Brügg mag das nüd värträägä das chan är nüd värträägä! äs mag si nüd värträägä = es ist nicht der Mühe wert 2) vertragen: an falschen Ort hintragen, nicht mehr auffindbar Am 22. Augst 1799 hat der Föhn etliche hundert Garne Wildheu vertragen (Vorsprech) d Chatz hed alls värtreid äs hed dr Schnee värtreid und hööchi Gwäächti gmacht 3) austragen: Mischt värträägä Poscht värträägä vgl umweltverträglich
weidlihurtig, sofortmhd weidenliche (vgl Weidmann: Jäger, der sich am Wild weidet) Hebel weidli Lienert weideli
WiibliWeibleinmhd wîbelin 1) kleine Frau, Koseform für Weib Hend iär dr Chubäli nu kännt? Ja sauft, und ds Wiibli au! - Weer? ääs, ds Phäliini, mis Wiibli, d Frau! 2) weibliches Tier (von wilden Tieren > Männdli)
ZiirkZirkrechtRecht auf Wildiheu in bestimmten Bezirken. Kreis, lat circus vgl Bezirk, Zirkel, Zirkus Ziirk nää, übärchoo, auch ziirknä: am 1. August morgens 7 Uhr am Teilplatz > Wildiheu
Dialekt:wild
Deutsch:wild, freilebend, ungezähmt
wildi Tiär, wildä Heich, wildi Chriäsi, wildi Lüüt, wild Mannä, wildä Maa wütend: fuchstüüfelswild, nümmä wildä = zahm geworden
Dialekt:Wild
Deutsch:Gewild
> Gwild
Dialekt:Belgerts
Deutsch:Wildiheugebiet
Dialekt:Schnudärblackä
Deutsch:Wildpflanze
Dialekt:Wildbaan
Deutsch:Wildbann
mhd wilt ban 1492
Dialekt:Wildbrätt
Deutsch:Wildbret
(Wild-Braten)
Dialekt:Wildhüätär
Deutsch:Wildhüter
auch Gwildhüätär
Dialekt:Wildmannä
Deutsch:
Sagengestalt, Fruchtstand der Berganemone > Altmannä
Dialekt:Wildsuu
Deutsch:Wildschwein
Mz Wildsüü ein Wildt Suw im Thal geschossen (1562)
Dialekt:Wildwassär
Deutsch:wilder Fluss
Muot-Aa = Wildwasser
Dialekt:Wildä
Deutsch:
ds Wildä Fam. Betschart vom Wilden Mann
Dialekt:Wildämaa
Deutsch:
Sagengestalt Gasthaus zum Wilden Mann > Wildmannä
Dialekt:Wildänä
Deutsch:Wildnisse
Mz von Wildi i dä Wildänä 1740: in den Alpen oder Wildenen
Dialekt:Wildi
Deutsch:Wildnis
i dr Wildi
Dialekt:Wildiheu, wildiheuä
Deutsch:Wildheu sammeln
Dialekt:wildälä
Deutsch:nach Wild riechen, schmecken
Dialekt:wildärä
Deutsch:widerrechtlich jagen
> räflä
Dialekt:Alt Mannä
Deutsch:Samenstand der Alpen
wild Mannä
Dialekt:Bächlärä
Deutsch:Bächleren
(Wildbach)
Dialekt:bannä
Deutsch:mit Bann belegen
in Sagen: Geister bannen (verjagen in Wildnis)mhd bânen >Baawald, Bawalter
Dialekt:Biirg
Deutsch:Birg, Gebirge
Hüttäbiirg: Wildheuplätz zu einer bestimmten Alphütte gehörig
Dialekt:fuchstüüfelswild
Deutsch:fuchsteufelswild
(zornig)
Dialekt:füürgruuppä
Deutsch:
in einer Vertiefung dem Wild auflauern > Füürliggi
Dialekt:Gässli
Deutsch:kleine (kurze) Gasse
mhd gezzelin > Hüürlis, Hundänä, Wildä
Dialekt:Gwild
Deutsch:Gewild, wildes Getier
mhd gewilt > wild
Dialekt:hautschä
Deutsch:bellen, kläffen
(Wild vertreiben) auch bautschä
Dialekt:Holzbirä
Deutsch:Holzbirne, Wildbirne
wild im Wald gewachsen
Dialekt:Holzöpfel
Deutsch:
wild im Wald gewachsen
Dialekt:Hooliächt
Deutsch:Horizont
OW hobäärgä (wildiheuen)
Dialekt:Hurrlibuäb
Deutsch:Brummkreisel, Zwirbel, Wildfang
mhd hurren (surren, brummen) engl hurl
Dialekt:Hüttli
Deutsch:kleine Hütte
>Heidä-, Schtei-, Wald-, Wildiheuär-
Dialekt:iischniijä
Deutsch:einschneien
mit dem ersten Schneefall in den Alpen: eingesperrt sein durch unzeitigen Schneefall Äs hed einä iigschniid bim Wildiheuä im Heubäärg,är hed det im Hüttli müässä waartä, bis äs dr Schnee appäglauänät hed,wos duä einisch ä chli uuftaa hed, hends um vo undänuufä grüäft, öb är nu z ässä heig,dä hed är vo obänappä gruäft: Baläntä hani nu, aber Tubak äkeinä mee!
Dialekt:jagä
Deutsch:jagen
mhd jagen Wild jagen Wolken jagen: äs jagds obäninä> Jegär, jegärä, jegisch, värjagä
Dialekt:Läcki
Deutsch:
Stelle, wo man dem Vieh etwas zu lecken gibt auf den Alpen,wo Schalenwild Salz leckt
Dialekt:Magärheu
Deutsch:
Heu aus ungedüngtem Land (Magerwiese, Wildheu)
Dialekt:Mannä
Deutsch:Männer
mhd mannen Mannä we Tannä! Alli Mannä schtandid ii! verdrängt durch Männär (Männärchoor), neuestens durch Herä (Damen und Herren) > Wild-, Schnee-
Dialekt:Muotiseil
Deutsch:
tuä we am Muotiseil = sich wild gebärden
Dialekt:Nidärjagd
Deutsch:Niederjagd
im Gegensatz zur Hochwildjagd
Dialekt:Pfäffär
Deutsch:Pfeffer
lat piper frz poivre ital pepe mhd pfeffer Gewürz,Wildbret
Dialekt:Putsch
Deutsch:Putsch
schweiz. Mundart, lautmalerisch gebildet, Bei uns: Wasserschwall, plötzliche Flutwelle eines Wildbaches dr Putsch chund! ä schöönä Putsch isch choo! engl push
Dialekt:räflä
Deutsch:freveln
(widerrechtlich Wild oder Holz fällen) mhd vrevelen Früher ein Hauptvergnügen, oft aber auch eine Lebensnotwendigkeit. In alten Gesetzen sehr häufig: Frevel = Verbrechen, Vergehen,freventlich = absichtlich, mutwillig, widerrechtlich (räflä = abk. frävlä
Dialekt:schpüürä
Deutsch:spüren
mhd spürn Wild spüren auch: gschpüürä Äs hed ä Jegär Zänd la ziä bim Doktär, der fragt: we hend Sie s gspürt? - Gschpüürt han i nüüd, abär wee taa heds eeländ värreckt!
Dialekt:Tiär
Deutsch:Tier(e)
mhd tier (wildes Tier) äs hed Tiär von wilden thyeren Tieralpeli
Dialekt:usööd
Deutsch:
mhd soeden (sieden), also nicht zu sieden, sehr, überaus,Wort alt und weitverbreitet ä usöödä Hungär BE wild, heftig, frech
Dialekt:värbällä
Deutsch:
Jagdhund führt den Jäger zum getroffenen Wild
Dialekt:värsuumä
Deutsch:versäumen, verpassen
(mhd versumen = vergessen) i ha mi värsuumät äs wäär ja ds Bättlä värsuumät (Nuschis Seebi vom Wildiheuen) ds Landrächt värsuumä,värsuumti Landlüüt värsuumägi Aarbet
Dialekt:värträägä
Deutsch:vertragen
1) ertragen diä Brügg mag das nüd värträägä das chan är nüd värträägä! äs mag si nüd värträägä = es ist nicht der Mühe wert 2) vertragen: an falschen Ort hintragen, nicht mehr auffindbar Am 22. Augst 1799 hat der Föhn etliche hundert Garne Wildheu vertragen (Vorsprech) d Chatz hed alls värtreid äs hed dr Schnee värtreid und hööchi Gwäächti gmacht 3) austragen: Mischt värträägä Poscht värträägä vgl umweltverträglich
Dialekt:weidli
Deutsch:hurtig, sofort
mhd weidenliche (vgl Weidmann: Jäger, der sich am Wild weidet) Hebel weidli Lienert weideli
Dialekt:Wiibli
Deutsch:Weiblein
mhd wîbelin 1) kleine Frau, Koseform für Weib Hend iär dr Chubäli nu kännt? Ja sauft, und ds Wiibli au! - Weer? ääs, ds Phäliini, mis Wiibli, d Frau! 2) weibliches Tier (von wilden Tieren > Männdli)
Dialekt:Ziirk
Deutsch:Zirkrecht
Recht auf Wildiheu in bestimmten Bezirken. Kreis, lat circus vgl Bezirk, Zirkel, Zirkus Ziirk nää, übärchoo, auch ziirknä: am 1. August morgens 7 Uhr am Teilplatz > Wildiheu