Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
uufaufmhd ûf, engl up uuf und äbä (ganz eben) uuf und äändli (genau so) uuf und drvoo (auf und davon) Türä uuf! (aufmachen!) bisch uuf? (aufgewacht, aufgestanden) UR üf NW uif > Uuf-, uufä
uuffüäräaufführen
uufändandaufeinander
UufbottAufgebotalt Aufbott(“Das letzte Aufgebot”) > uufbüütä
UuffaartAuffahrt(Himmelfahrt, Alpfahrt) BE Uffert > Abfaart
UuflaagAuflaga) Abgabe für Auftrieb von Vieh auf die Allmeind anderswo Alplag b) Ämter-Auflag: Abgabe bei Übernahme eines Amtes (Beamten-Steuer)
UuflaufAuflaufin der Küche, in der Politik Spontanversammlung > Putsch
UufputzAufputz, Mauerverkleidung, Kleiderpracht
UufregigAufregung
UufrichtiAufrichtefest für eine neues Gebäude
Uufrittfeierlicher Aufrittzur Landsgemeinde, zum Amtsantritt, zu einem Fest (nicht bei uns im Thal, aber zu Schwyz draussen)
UufsatzAufsatzVerfügung 1440 diser Ufsatz soll bestahn, Möbel-Aufsatz, Schüler-Schreibübung > Satz und Sätz, Absatz
UufzuugAufzug, Aufritt, Daherkommen, Lift
uufbaschtäaufbasten> baschtä
uufblaasäaufblasen, aufgeblasen
uufbockäaufbockenmit einem Bock aufrichten > Bock
uufbüütäaufbietenzu einer Pflichtleistung (Militär, Wuhr, Not .. ) uufbottä
uufchlepfämit der Geissel aufscheuchen,neu aufheitern Gotthelf aufklepfen
uufchooaufkommen, üblich werdensid as das Schtäärbä uufchoo isch, chönnt mä allpott draa choo! gedeihen: diä Bäum sind schöön uufchoo gesund werden: är isch widär uufchoo
uufdopplänachdoppeln
uuffaaräauffahren> Uuffaart
uufgaaaufgehenäs gaad uuf: d Sunnä, d Türä, dr Chuächä, d Rächnig
uufgändsaufgehendsMondes (ungünstig für Holzschlag, Mistauslegen, Gümelsetzen usw) > nidsigänds, obsigänds
uufghiijäaufgehenwenn etwas Verschlossenes sich öffnet wider Willen: d Türä, d Buurdi, ds Runggäli, d Züpfä isch uufghiid
uufgleidaufgelegtä Salbi uufgleid,im Gemüt uufgleid zum juuzä
uufhaaaufhaltend Händ uufhaa ä Huät uufhaa hend än uuf! (den Dieb) dr Schnee hed ds Wachsä uufghaa
uufhauäaufschneiden, öffnen, rüsten(Stauden)
uufhiirtäHeu in den “Bergen” aufbrauchen vor der Heimfahrt mit dem Vieh
uufläsäetwas vom Boden auflesen, Krankheit
uuflauffäanschwellen> Uuflauf
uufleggäauflegenSalbe, Verband > uufgleid -
uufliggäaufliegenim Gemüt äs liit mr uuf, isch mr uufglägä
uuflöösäauflösenKnopf, Abmachung, Rätsel
uuflüpfäeine Last aufheben
uufmachäaufmachen1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä)
uufnääaufnehmenetwas vom Boden auflesen, ein Kirchenopfer aufnehmen, jemanden in einen Verein aufnehmen, kleinen Kindern und alten Pflegebedürftigen die Windeln machen, Boden feucht reinigen alt: einen Beschluss fassen 1531 haben ufgenommen
uufrüäräStaub aufwerfen, Dreck im Wasser aufwühlen > iirüärä, uusrüärä
uufrüschtäaufrüstenHolz im Wald (> uufmachä), Bett zum Bezug
uufruumäaufräumen, wegräumen
uufsägäaufsagenin der Schule ein Gedicht, die 10 Gebote mhd absagen
uufschiässäaufschiessen, schnell spriessen, aufspringen
uufschlaaaufschlagenein Ei, eine Nuss, den Kopf, die Preise
uufschpiläaufspielenMusik machen zum Tanzen
uufschränzäeine Verpackung aufreissen
uufschtaaaufstehenvom Boden, vom Bett, vom Stuhl > abschtaa
uufschtreckäaufstreckenin der Schule Finger oder Hand
uufsetzäaufsetzen1480: beschliessen neu: Hypotheken > Uufsatz
uufsiiauf sein, wach seindörfed mr nu ä chli uufsii? > umäsii
uufsitzäaufsitzenauf den Wagen, Schlitten >?absitzä
uufteiläaufteilen> abteilä, undärteilä
uuftischäauftischen> abtischä
uufträägäauftragenEssen auf den Tisch, Auftrag geben > abträägä, iiträgä
uuftrännäauftrennenKleider, Naht, Strickwaren
uuftriibäauftreibenauf die Alp,aufblähen, neu beim Fliegen > ii- uus-
uuftrumpfäauftrumpfenbeim Jass, sonst im Wettstreit
uuftuäaufmachen, öffnenTüre, Fenster, Mund, Augen, Ohren, Kleider auftrennen, Garten aufbrechen, Geschäft eröffnen, Strasse von Schnee räumen, der Himmel wird wolkenfrei (äs tuäd uuf) tuä d Augä uuf! käs Muul uuf­tuä (zum Singen, zur Begrüssung) 1530 einanderen den Weg uffthun (= durchlassen)
uufwäschäabwaschen(Geschirr reinigen: Abwäsche machen)
uufwiisäaufweisen, aufwiegeln, aufhetzen
uufzeeräaufzerren, aufreissen
uufziäaufzieheneine Last am Aufzug, Kinder und Kälber aufziehen, eine Uhr aufziehen d Milch la uufziä ass mee Niidlä gid
UufägaaHinaufgehenim Uufägaa
UufäwäägHinaufwegim Uuufäwääg > Appäwääg
uufähinaufmhd ûf-her 1421 enkein Weg uffher 1604 bis ufen uufä und appä ufs Dach uufä uf d Alp uufä anderswo: üfä, ufiue, ui
uufähinauf-aabärä, choo, chräslä, faarä, gaa, gää, gumpä, leggä, litzä, lüpfä, luägä, nää, riitä, rüäffä, rüärä, schtoossä, schtützä, träägä, ziä
uufzelläaufzählen
aaläägsanft ansteigendäs gaad aalääg uufä
aabäräaper werdenäs aabärät scho schöön äs hed scho schöön ggaabärät uufä-aabärä, uusä-aabärä
AarmähüüslerArmenhausinsasse- Heuet: Heuernte auf dem Landgut des Armenhauses, mit Zuzug der arbeitsfähigen Insassen (auch: Levitiertes Hochamt): ä Huuffä driussä und äs gaad nüüd!
abchooabkommenä Chuä isch abchoo (hat sich losgerissen) i bi mi nüüd abchoo = ich konnte nichts verkaufen neu: abchoo = lustig werden druuf abchoo laa = es darauf ankommen lassen
abziäabziehend Tschööpä abziä und d Ermäl uufälitzä! am Loo abziä
adäroderadär? zwee adär drii? appä adär uufä? adär meintsch nüd au?
anähaadauerndas Wätter hed anä söttigs Fleisch hed nüd lang anä (hält nicht lange frisch) dr Doktr hed am groossä Hofär gseid, är müäss ufs Häärz uufpassä - da hed deer glachät: as lang as i läbä, heds glaub i anä!
AppäwäägHinunterwegim Appäwääg: im Hinuntergehen > Uufä
appäluägähinunterschauenuufä gaa gu appäluägä
appäschniijäzu Boden schneidenfrühzeitig einschneien > schniijä äs hed scho appägschniid! - jä, uufäschniijä tuäts niä! we lang predigät der nu? - wänns nüd appäschniid, isch är nu lang dobä!
ärschlaaverprügeln(nicht zu Tode) mhd erslân > värschlaa dr Pfandweibel hed gsee, we da ä Fecker si Frau eeländ ärschlaad,won är hed wellä mit dem chiippä, isch sii uufgschossä und seid: das isch mii Maa!
baasbesser, mehrahd bâz” vgl. fürbaswe gaats? - baas weder voranä! baasfeilär (billiger) dr baasischt (am besten) bas behuset ein wenig mehr: baasappä, baasfürä, baasuufä, baasuusä mhd uf baz auch basappä ff: einige bas hinten, andere bas vornen
BeinigsName eines steinigen Grundstückes, beidüürr: dürr wie Totengebein beihert: hart wie Knochen beimager: beinmager2) Bein (Schenkel) äs Bei schtellä uf d Bei schtaa Bei machä mit em lätzä Bei uufgschtandä hesch kä Siin sä hesch Bei! vgl Holz-, Stuhl-, Tisch-, Stand-
bisbisbis da anä bis is Taal bis hütt bis anä Tubak bis äs tätscht bis moorä bis a Hals uufä bis uf Züri uusä bis i drüü zellt ha bis änä uusä (endlos)
bockäbocken sich wie ein Bock gebärdenmhd Ob er seiner Frau treu bleibe im Militär? - “i bi dä ggimpft gägä Bockä” (= gegen Pocken)! > uufbockä
BottBoteahd boto > Haupt-, Uuf-, Rächts-, allpott, 12 Botten
BriäfBriefmhd brief Briäfmaarkä, Briäfträägär, Briefumschlaag, äs Briäfli, ä Huuffä Briäf, Schuldbriäf (Gült)
büütäbieten, anbietenahd biotan mhd bieten Handel: was büütisch? Staat: Poliziischtund büütä > Bott, bottä, uufbüütä kirchlich: es soll ein Kilchherr den Tag büten
chächkeck, quick, drall, feschmhd kec, quec ä chächä Maa, ä chächi Frau, äs chächs Meitli,chächä Schpäck, chächi Chriäsi, ä chächä Huuf
CheibAllerweltswort (auch Chaib geschrieben) Kluge: Keib (mhd keibe = Aas, Luder) gemeiner Mensch (ä Cheib, äs Cheibäli), harte Mühe (äs isch ä Cheib bis dett uufä) > Chog Kraftwort: chogä, dummä, huärä, schtäärnä, värrecktä Cheib!
chlädäräklettern(Wort aus Klette entstanden) uufä und appä chlädärä
ChriishuufHaufen Tannenästewen ä Muni in ä Chriishuufä: blindwütig
DammDamm(T) mhd tamm, Für uns Bödlemer war es der Muotaa-Damm, der nach dem Hochwasser von 1910 erbaut wurde: da simmer durä Damm fürä z Chilä und i d Schuäl, und mängisch simmär dr Damm appä und uufä gchräslät, wämm mer durhindärä hei sind > Tänsch
DänkmaalDenkmalWo s ds Flüügärdänkmaal wägä 1938 hend wellä uufschtellä, hättids d Schächlär gäärä dävoorä ghaa, und di Hindärä dähindä (wägä dä Wiirtschaftä!) - dä hed üsä Vattär dr Voorschlag gmacht, mä sölls uf Redär tuä und ei Wuche dävoorä und ei Wuchä dähindä uufschtellä!
dettdortluäg dett! wo isch är? - dett! mhd dert dett änä (Det änä am Bärgli) - appä - durä - hindä - innä - uufä - uusä
DiliDiele, Fussboden, offener Raum, Zimmerdecke(T) mhd dile (dickes Brett) Bim Bödälä hends früänär mängisch d Tili appägschprungä und a Tili uufä pünnggät!
dörffädürfen, gedurftahd durfan dörffä barfuäss gaa är hed nüd dörffä uufschtaa (ist noch krank) daarfsch is Wassär? (wagen) Gotthelf
driuufähinaufgang driuufä!
drufuufähinauf, daraufmuäsch ä nüd nu drufuufä lüpfä! >druuf
druufdaraufäs isch druuf gschribä nüd druuf schtaa!
druufchoodarauf kommenauf die Spur kommen
druufgaadaraufgehenchasch druuf gaa = du kannst darauf zählen neu: krepieren
DruufgäldAnzahlung
druusdarausuuf und druus: auf und davon
duruufhinauf
eeehermhd ê(h) är hed ee nu mee druuf gschlagä ee medä nüüd ee wedär nüüd äsoo gseesch äs ee scho ee > endär
EitopfEintopf(neueres Wort) > Schnitz und Gümel, Uuflauf, Ofäguggis
FäälärFehlermhd vaeler käni Fäälär haa ä Huuffä Fäälär
feschtfest, eifrigmhd vast ganz fescht uufpassä Wort neu von auswärts, früher sagten wir: hüntsch, usinnig (fest = befestigt > bhabä, äs hed)
Flunggnasser Saum am langen Weiberrock auch: Pfungg, Pflungg Flüngg überchoo bis a d Chnüü uufä Wänn Maria am 2. Juli ä Flungg hed, sä sött är bis zum 3. Taag tröchnä, susch isch dä lang wüäscht!
FüürchelläFeuerkelleaus Holz, um Glut aus dem Herd in den Ofen zu tragen, später Blechschaufel (Füürschuuflä)
GaaGehenim Appä-Gaa, Fürä-Gaa, Inä-Gaa, Uufä-Gaa, Uusä-Gaa > Gang, Gäng, gäng
gäächsteil, gähemhd gâch, gaech gääch uufä gääch appä ä gäächä Rank vgl. gähnender Abgrund (vgl Familienname Gächter: Bahlow)
gältägelten/gegoltenggultä mhd gelten Dr Pfarr hätt bim Alpävärsägnä zletscht nu söllä hööch uufä und hed nümmä mögä,dä hed är uufägrüäft: ghööräd iär mi? - Jaa! - Dä sölls gältä vo da undänuufä! - Drnaa hends dobä ä Chääs zeigt und grüäft: öb är ä gsääch? - Jaa! - Ja dä sölls ä gältä!
GebottGebotmhd gebot di zächä Gebott (Gebötter) uufsägä > Bott
graaduufägerade hinauf
gschlunggätgeschwenkt woni uf d Wält choo bi, wääri nu glii widär därvoo: dr Doktr hed mi dä gschlunggät, bis i dr Schnuuf übärchoo ha! > Schlungg
GsetzGesetzäs hed afig ä Huuffä Gsetz > Gsätzli, setzä
GüsälhuufAbfallhaufen
GüsälschuufAbfallschaufel
GwanätGewohnheitmhd gewonheit Ich han ä Huuffä guäti Gwanätä, aber äs sind alls alti! nüüi leerä ich nümmä! > gwännä
haahaben, haltenmhd han ich ha, du hesch,är hed, mier hend, heb! hach! Hemmär! Hend! I hätt, i heig, i ha ghaa > aa-, anä-, appä-, ärgägä-, b-, füür-, inä-, übär-, umä-,uuf-, värt-, widär-, zuä-,
HäftlimachärHäftleinmacheruufpassä wenä HM
hälffähelfenmhd helfen Hälf dir Gott is Himäli uufä! > hilf, Hilf, hulf, ghulffä, Hülf
HälsligHals-Strick für Rindvieh mhd helsling, helsing Janx amänä Hälslig! (Ausruf) dr Hälslig uuftuä: Vieh losbinden,Verlobung auflösen
HandHandmhd hant, hende Mz Händ Verkl Händli, Händäli a d Hand gaa, d Hand gää, di schöön Hand gää (die rechte), di hool Hand machä, a (i) dä Händä haa, vo Hand machä, vo Hand singä (ohne Orgel) d Händ gää: war im Thal unter uns nicht üblich, jetzt von aussen her immer mehr! Hand uufleggä: Handauflegen (zum Schutz, zur Priesterweihe, zur Heilung) Hand appäleggä: Kraftspiel > allärhand, undärhänds, zhand
hänkähenken, aufhängenmhd henken > aa-, drinä-, ii-, uuf-, uus-, zämä-,
hauts?Zuruf beim Mähen oder Holzscheiten auch isch ghauig > abhauä, uufhauä, värhauä
HimälHimmel(Himul) mhd himel im Himel obä am Himel obä ums Himels willä! Hälf dr Gott i Himäl uufä! (bei Niessen) > Geisshimäl, Rosshimäl, hölzigä Himäl
HimäliKinderwort für Himmel Hälf diär Gott is Himäli uufä!
hindä(n)uufähintenherauf> vooruufä
höräaufhörenmhd hören hör! hör einisch! i ha ghört i hörti einisch! Ruf beim Zickänä: Bscheid gää, susch höräd mär! neu: uufhörä, hör uuf! > ghöörä
HützgärSchluckaufanderswo: Hitzgär, Gluxi, Hitzgi, Hixi wä mä dr Hützgär übärchund, gschwind ä Schtei uufläsä, det anä schpeuzä, und drnaa dr Schtei widär druuf tuä!
HuufHaufenmhd hûfe ä Huuffä anä Huuffä tuä amänä Huuffä liggä am altä Huuffä zuä übärä Huuffä schiässä ä Huuffä Wassär (abär Wassär cha mä nüd huuffnä!) Was hed dr Pfarr predigät? Leitärä ä Huuffä!
huuffäwiishaufenweise
huuffnähäufeln, Haufen machen
huuffnäBubenspiel
ghuuffnätgehäuft
HuufstettliHufstettli, HofstattFlurname > Hoschtet
iischniijäeinschneienmit dem ersten Schneefall in den Alpen: eingesperrt sein durch unzeitigen Schneefall Äs hed einä iigschniid bim Wildiheuä im Heubäärg,är hed det im Hüttli müässä waartä, bis äs dr Schnee appäglauänät hed,wos duä einisch ä chli uuftaa hed, hends um vo undänuufä grüäft, öb är nu z ässä heig,dä hed är vo obänappä gruäft: Baläntä hani nu, aber Tubak äkeinä mee!
ladäladen, beladenmhd laden Wagen, Gewehr .. gladä, gladnä > ab-, ii-, um-, uuf-, uus-
LanzigLenz, Frühlingmhd lenze Illgau hed viil Sunnä, äs isch waar, abär dr Lanzig chund gliich eistär undänuufä!
LappiEinfältigermhd lappe Lappi, tuä d Augä uuf! Dummï Lappänä! das isch Lappizüüg
läsälesenmhd lesen ich läsä, du lisisch, är list, mr läsid, ich ha gläsä, lis! läsid! i lääs, i läsi im Läsibuäch leerä läsä > ab-, appä-, är-, uuf-, uus-, vär-, voor-, zämä-
lauffälaufenmhd loufen gang lauf! i luf, bi gluffä > aa-, ab-, anä-, appä-, ii-, inä-uuf-, uus-, uusä-, vär-, voor- zämä-
leggälegenmhd legen, leggen ich leggä, du leisch, är leid, mr leggid, leg! leggid! i leiti, i leggi, i ha gleid > aa-, ab-, anä-, ii-, uuf-, undär-, zämä-
LudiLuder> Süüludi, Suuffludi
lüpfälupfen, heben, tragenmhd lupfen, lüpfen, engl lift d Bei lüpfä dr Magä glüpft > ab- , appä- , übär- , uuf-
machämachenich machä, mach einisch! machid fürsi! i miäch, i machi, gmacht, z lachä mächä, z fürchtä machä, z bääggä machä ..> aa-, ab-, appä-, anä-, durä-, fürä-, ii-, nachä-, uuf-, uus-, vär-
MischthuufMisthaufenBergname
MüliMühle-SpielMüli uuf und zuä figg und müli Müli-Schtei
MuulMaul(Mund) mhd mûl Müüli, Müülär tuä ds Muul uuf! heb ds Muul zuä! usem Muul uusä schmöckä ds Muul drinähänkä ds Muul värbrännä ufs Muul hockä ds Muul la hänkä neu beim Zahnarzt: bitte de Mund uufmache!
näänehmenmhd nemen ich nimä, du niisch, är niid, mr nänd, nimm! näm­mär! nänd! ich nääm, ich nämmi, ich ha gnuu eifach nää! wiä nää und nüd stälä? äs chönnt ein nää (Krankheit, Unfall), d Muätaa hed Hüüser afä nää, dr Föön hed Dächer gnuu, d Sunnä mag dr Schnee wider gnää, das Gift niid d Müüs, är cha Wäärzä nää (vertreiben) > aa- ab- appä- übär- inä- umä- undänuusä- uuf- uus- vär- voor- zämä-
nüüssäniesen, niessenmhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte!
obäappävon oben herabobänappächoo! Jass von oben herab >?undänuufä
obädruufobendrauf
off, offäoffen, geöffnet(Türe, Fenster, Gasthaus, Kirche, Pragelstrasse, Mund und Augen, Büchse, Flasche .. ) mhd offen, uffen off laa = geöffnet lassen, nicht schliessen (öffnen > uuftuä,engl off = geschlossen!)
OpfärOpferKirchenopfer ds Opfär iiziä, - uufnää, z Opfär gaa vgl. Opferstock, Opferbüchse, Opferstange mit Klingelbeutel
passäwohlgefallenäs hed mr det passät det tääts mr ä nu passä! > ab-, uuf-, vär-
pünggämit Fusstritten behandelni Dili uufä pünggä einä zum Huus uusä pünggä d Türä inäpünggät Pünggärjaarziit, Pünggärhoochsig: früher gab es bei diesen Gelegenheiten Schlägereien! > är-, vär-, chuglä-
RänkKehren, Wendungend Schtraass hed ä Huuffä Ränk
RoorschpiägelRohrspiegelär hed öppä groorschpiäglät driuufä
rückävorwärts kommen(vgl von der Stelle rücken, vorrücken) mhd rücken rückts? (Zuruf beim Vorbeigehen an Arbeitende) - äs rückt ä käbitz är hed eistär uf rückä inä ghaa äs rückt bis Hammichels! (Paulina beim Tod ihrer 2 Schwestern 1997) Armenhäuslerheuet und Levitenamt: ä Huuffä Lüüt driussä - und rückä tuät s nüüd!
sägäsagenahd seggen, mhd sagen ich sägä, du seisch, är seid, miär sägid, säg! sägädmär nüüd! sägid! ich sägi, ich seidti, ich has gseid Chönntisch au öppis sägä! är hed nüüd z sägä säg einisch äs Woort! i sägs am Leerer (ich sage es dem L.) i sägäräsdä: ich sage es ihr dann Mr sägid denä ds Länzä, ds Ruätschä, ds Sagäherrs (hier heissen sie so) > aa-, ab-, ii-, nachä-, uuf-, ussä-, umä-, voor-
SandSandSandhuuffä, Sändli Flurname
SatzSatzmhd satz (von setzen). Mz Sätz Vielfältige Verwendung: i dä Bäärgä heds ä Huuffä Sätz,i dr Schuäl müänds Sätz und Uufsätz machä,dr Schriinär macht au Uufsätz (abär us Holz),dr Schuäni macht Absätz und Iisätz, und ä Chrischt macht guäti Voorsätz,drnaa für Tiärli nänd usinnägi Sätz, wänns värchlüpfid,einä tuät ä Satz i Ziitig, und wämä dr Kafi fertig trinkt, heds zletzscht nu Satz am Bodä! Und einä isch i d Sätz choo! (wütend geworden)
SchiitärScheiterSchiitärbiigä, Schiitärhuuffä, Schiitärhuus > schittär
schlaaschlagenmhd slâ,slahen,slân ich schlaa, du schlaasch, är schlaad, miär schland, schlach! schlammär! schland! i schliäg, i schlug, gschlagä äs schlaad ölfi är schlaad us där Aart är schlaad am Vattär nachä ä gschlagni Schtund > aa- ab- appä- durä- ii- inä- nachä- übär- um- uuf- uus- uusä- vär- voor- zämä- LU schloo, schlönd > Schlaag Id 9,185
schlunggnäschwingen, schlenkernd Hebamm muäss mängisch Goofä schlunggnä, bis dr Schnuuf übärchömid beim Holzseilen: das Holz richtig einschwingen > schlinggä
Schnitzgedörrte Birnen(meist in Schnitten, aber auch ganze) mhd snitz Schnitz und Möckä (düüri Birä und Gumäli im Uuflauf) im Schnitz haa (geizig im Futter) Verkl. Schnitzli Schnitztrog, Birenschnitze
Dialekt:uuf
Deutsch:auf
mhd ûf, engl up uuf und äbä (ganz eben) uuf und äändli (genau so) uuf und drvoo (auf und davon) Türä uuf! (aufmachen!) bisch uuf? (aufgewacht, aufgestanden) UR üf NW uif > Uuf-, uufä
Dialekt:uuffüärä
Deutsch:aufführen
Dialekt:uufändand
Deutsch:aufeinander
Dialekt:Uufbott
Deutsch:Aufgebot
alt Aufbott(“Das letzte Aufgebot”) > uufbüütä
Dialekt:Uuffaart
Deutsch:Auffahrt
(Himmelfahrt, Alpfahrt) BE Uffert > Abfaart
Dialekt:Uuflaag
Deutsch:Auflag
a) Abgabe für Auftrieb von Vieh auf die Allmeind anderswo Alplag b) Ämter-Auflag: Abgabe bei Übernahme eines Amtes (Beamten-Steuer)
Dialekt:Uuflauf
Deutsch:Auflauf
in der Küche, in der Politik Spontanversammlung > Putsch
Dialekt:Uufputz
Deutsch:Aufputz, Mauerverkleidung, Kleiderpracht
Dialekt:Uufregig
Deutsch:Aufregung
Dialekt:Uufrichti
Deutsch:Aufrichtefest für eine neues Gebäude
Dialekt:Uufritt
Deutsch:feierlicher Aufritt
zur Landsgemeinde, zum Amtsantritt, zu einem Fest (nicht bei uns im Thal, aber zu Schwyz draussen)
Dialekt:Uufsatz
Deutsch:Aufsatz
Verfügung 1440 diser Ufsatz soll bestahn, Möbel-Aufsatz, Schüler-Schreibübung > Satz und Sätz, Absatz
Dialekt:Uufzuug
Deutsch:Aufzug, Aufritt, Daherkommen, Lift
Dialekt:uufbaschtä
Deutsch:aufbasten
> baschtä
Dialekt:uufblaasä
Deutsch:aufblasen, aufgeblasen
Dialekt:uufbockä
Deutsch:aufbocken
mit einem Bock aufrichten > Bock
Dialekt:uufbüütä
Deutsch:aufbieten
zu einer Pflichtleistung (Militär, Wuhr, Not .. ) uufbottä
Dialekt:uufchlepfä
Deutsch:
mit der Geissel aufscheuchen,neu aufheitern Gotthelf aufklepfen
Dialekt:uufchoo
Deutsch:aufkommen, üblich werden
sid as das Schtäärbä uufchoo isch, chönnt mä allpott draa choo! gedeihen: diä Bäum sind schöön uufchoo gesund werden: är isch widär uufchoo
Dialekt:uufdopplä
Deutsch:nachdoppeln
Dialekt:uuffaarä
Deutsch:auffahren
> Uuffaart
Dialekt:uufgaa
Deutsch:aufgehen
äs gaad uuf: d Sunnä, d Türä, dr Chuächä, d Rächnig
Dialekt:uufgänds
Deutsch:aufgehends
Mondes (ungünstig für Holzschlag, Mistauslegen, Gümelsetzen usw) > nidsigänds, obsigänds
Dialekt:uufghiijä
Deutsch:aufgehen
wenn etwas Verschlossenes sich öffnet wider Willen: d Türä, d Buurdi, ds Runggäli, d Züpfä isch uufghiid
Dialekt:uufgleid
Deutsch:aufgelegt
ä Salbi uufgleid,im Gemüt uufgleid zum juuzä
Dialekt:uufhaa
Deutsch:aufhalten
d Händ uufhaa ä Huät uufhaa hend än uuf! (den Dieb) dr Schnee hed ds Wachsä uufghaa
Dialekt:uufhauä
Deutsch:aufschneiden, öffnen, rüsten
(Stauden)
Dialekt:uufhiirtä
Deutsch:
Heu in den “Bergen” aufbrauchen vor der Heimfahrt mit dem Vieh
Dialekt:uufläsä
Deutsch:etwas vom Boden auflesen, Krankheit
Dialekt:uuflauffä
Deutsch:anschwellen
> Uuflauf
Dialekt:uufleggä
Deutsch:auflegen
Salbe, Verband > uufgleid -
Dialekt:uufliggä
Deutsch:aufliegen
im Gemüt äs liit mr uuf, isch mr uufglägä
Dialekt:uuflöösä
Deutsch:auflösen
Knopf, Abmachung, Rätsel
Dialekt:uuflüpfä
Deutsch:eine Last aufheben
Dialekt:uufmachä
Deutsch:aufmachen
1530 wer das Holz nit uffmacht und zusamen huffet (geschlagenes Holz aufrüsten), glismäts widär uufmachä (auftrennen), nassä Bodä uufmachä (trocknen), Seil wieder aufrollen (öffnen > uuftuä)
Dialekt:uufnää
Deutsch:aufnehmen
etwas vom Boden auflesen, ein Kirchenopfer aufnehmen, jemanden in einen Verein aufnehmen, kleinen Kindern und alten Pflegebedürftigen die Windeln machen, Boden feucht reinigen alt: einen Beschluss fassen 1531 haben ufgenommen
Dialekt:uufrüärä
Deutsch:
Staub aufwerfen, Dreck im Wasser aufwühlen > iirüärä, uusrüärä
Dialekt:uufrüschtä
Deutsch:aufrüsten
Holz im Wald (> uufmachä), Bett zum Bezug
Dialekt:uufruumä
Deutsch:aufräumen, wegräumen
Dialekt:uufsägä
Deutsch:aufsagen
in der Schule ein Gedicht, die 10 Gebote mhd absagen
Dialekt:uufschiässä
Deutsch:aufschiessen, schnell spriessen, aufspringen
Dialekt:uufschlaa
Deutsch:aufschlagen
ein Ei, eine Nuss, den Kopf, die Preise
Dialekt:uufschpilä
Deutsch:aufspielen
Musik machen zum Tanzen
Dialekt:uufschränzä
Deutsch:eine Verpackung aufreissen
Dialekt:uufschtaa
Deutsch:aufstehen
vom Boden, vom Bett, vom Stuhl > abschtaa
Dialekt:uufschtreckä
Deutsch:aufstrecken
in der Schule Finger oder Hand
Dialekt:uufsetzä
Deutsch:aufsetzen
1480: beschliessen neu: Hypotheken > Uufsatz
Dialekt:uufsii
Deutsch:auf sein, wach sein
dörfed mr nu ä chli uufsii? > umäsii
Dialekt:uufsitzä
Deutsch:aufsitzen
auf den Wagen, Schlitten >?absitzä
Dialekt:uufteilä
Deutsch:aufteilen
> abteilä, undärteilä
Dialekt:uuftischä
Deutsch:auftischen
> abtischä
Dialekt:uufträägä
Deutsch:auftragen
Essen auf den Tisch, Auftrag geben > abträägä, iiträgä
Dialekt:uuftrännä
Deutsch:auftrennen
Kleider, Naht, Strickwaren
Dialekt:uuftriibä
Deutsch:auftreiben
auf die Alp,aufblähen, neu beim Fliegen > ii- uus-
Dialekt:uuftrumpfä
Deutsch:auftrumpfen
beim Jass, sonst im Wettstreit
Dialekt:uuftuä
Deutsch:aufmachen, öffnen
Türe, Fenster, Mund, Augen, Ohren, Kleider auftrennen, Garten aufbrechen, Geschäft eröffnen, Strasse von Schnee räumen, der Himmel wird wolkenfrei (äs tuäd uuf) tuä d Augä uuf! käs Muul uuf­tuä (zum Singen, zur Begrüssung) 1530 einanderen den Weg uffthun (= durchlassen)
Dialekt:uufwäschä
Deutsch:abwaschen
(Geschirr reinigen: Abwäsche machen)
Dialekt:uufwiisä
Deutsch:aufweisen, aufwiegeln, aufhetzen
Dialekt:uufzeerä
Deutsch:aufzerren, aufreissen
Dialekt:uufziä
Deutsch:aufziehen
eine Last am Aufzug, Kinder und Kälber aufziehen, eine Uhr aufziehen d Milch la uufziä ass mee Niidlä gid
Dialekt:Uufägaa
Deutsch:Hinaufgehen
im Uufägaa
Dialekt:Uufäwääg
Deutsch:Hinaufweg
im Uuufäwääg > Appäwääg
Dialekt:uufä
Deutsch:hinauf
mhd ûf-her 1421 enkein Weg uffher 1604 bis ufen uufä und appä ufs Dach uufä uf d Alp uufä anderswo: üfä, ufiue, ui
Dialekt:uufä
Deutsch:hinauf
-aabärä, choo, chräslä, faarä, gaa, gää, gumpä, leggä, litzä, lüpfä, luägä, nää, riitä, rüäffä, rüärä, schtoossä, schtützä, träägä, ziä
Dialekt:uufzellä
Deutsch:aufzählen
Dialekt:aalääg
Deutsch:sanft ansteigend
äs gaad aalääg uufä
Dialekt:aabärä
Deutsch:aper werden
äs aabärät scho schöön äs hed scho schöön ggaabärät uufä-aabärä, uusä-aabärä
Dialekt:Aarmähüüsler
Deutsch:Armenhausinsasse
- Heuet: Heuernte auf dem Landgut des Armenhauses, mit Zuzug der arbeitsfähigen Insassen (auch: Levitiertes Hochamt): ä Huuffä driussä und äs gaad nüüd!
Dialekt:abchoo
Deutsch:abkommen
ä Chuä isch abchoo (hat sich losgerissen) i bi mi nüüd abchoo = ich konnte nichts verkaufen neu: abchoo = lustig werden druuf abchoo laa = es darauf ankommen lassen
Dialekt:abziä
Deutsch:abziehen
d Tschööpä abziä und d Ermäl uufälitzä! am Loo abziä
Dialekt:adär
Deutsch:oder
adär? zwee adär drii? appä adär uufä? adär meintsch nüd au?
Dialekt:anähaa
Deutsch:dauern
das Wätter hed anä söttigs Fleisch hed nüd lang anä (hält nicht lange frisch) dr Doktr hed am groossä Hofär gseid, är müäss ufs Häärz uufpassä - da hed deer glachät: as lang as i läbä, heds glaub i anä!
Dialekt:Appäwääg
Deutsch:Hinunterweg
im Appäwääg: im Hinuntergehen > Uufä
Dialekt:appäluägä
Deutsch:hinunterschauen
uufä gaa gu appäluägä
Dialekt:appäschniijä
Deutsch:zu Boden schneiden
frühzeitig einschneien > schniijä äs hed scho appägschniid! - jä, uufäschniijä tuäts niä! we lang predigät der nu? - wänns nüd appäschniid, isch är nu lang dobä!
Dialekt:ärschlaa
Deutsch:verprügeln
(nicht zu Tode) mhd erslân > värschlaa dr Pfandweibel hed gsee, we da ä Fecker si Frau eeländ ärschlaad,won är hed wellä mit dem chiippä, isch sii uufgschossä und seid: das isch mii Maa!
Dialekt:baas
Deutsch:besser, mehr
ahd bâz” vgl. fürbaswe gaats? - baas weder voranä! baasfeilär (billiger) dr baasischt (am besten) bas behuset ein wenig mehr: baasappä, baasfürä, baasuufä, baasuusä mhd uf baz auch basappä ff: einige bas hinten, andere bas vornen
Dialekt:Beinigs
Deutsch:
Name eines steinigen Grundstückes, beidüürr: dürr wie Totengebein beihert: hart wie Knochen beimager: beinmager2) Bein (Schenkel) äs Bei schtellä uf d Bei schtaa Bei machä mit em lätzä Bei uufgschtandä hesch kä Siin sä hesch Bei! vgl Holz-, Stuhl-, Tisch-, Stand-
Dialekt:bis
Deutsch:bis
bis da anä bis is Taal bis hütt bis anä Tubak bis äs tätscht bis moorä bis a Hals uufä bis uf Züri uusä bis i drüü zellt ha bis änä uusä (endlos)
Dialekt:bockä
Deutsch:bocken sich wie ein Bock gebärden
mhd Ob er seiner Frau treu bleibe im Militär? - “i bi dä ggimpft gägä Bockä” (= gegen Pocken)! > uufbockä
Dialekt:Bott
Deutsch:Bote
ahd boto > Haupt-, Uuf-, Rächts-, allpott, 12 Botten
Dialekt:Briäf
Deutsch:Brief
mhd brief Briäfmaarkä, Briäfträägär, Briefumschlaag, äs Briäfli, ä Huuffä Briäf, Schuldbriäf (Gült)
Dialekt:büütä
Deutsch:bieten, anbieten
ahd biotan mhd bieten Handel: was büütisch? Staat: Poliziischtund büütä > Bott, bottä, uufbüütä kirchlich: es soll ein Kilchherr den Tag büten
Dialekt:chäch
Deutsch:keck, quick, drall, fesch
mhd kec, quec ä chächä Maa, ä chächi Frau, äs chächs Meitli,chächä Schpäck, chächi Chriäsi, ä chächä Huuf
Dialekt:Cheib
Deutsch:
Allerweltswort (auch Chaib geschrieben) Kluge: Keib (mhd keibe = Aas, Luder) gemeiner Mensch (ä Cheib, äs Cheibäli), harte Mühe (äs isch ä Cheib bis dett uufä) > Chog Kraftwort: chogä, dummä, huärä, schtäärnä, värrecktä Cheib!
Dialekt:chlädärä
Deutsch:klettern
(Wort aus Klette entstanden) uufä und appä chlädärä
Dialekt:Chriishuuf
Deutsch:Haufen Tannenäste
wen ä Muni in ä Chriishuufä: blindwütig
Dialekt:Damm
Deutsch:Damm
(T) mhd tamm, Für uns Bödlemer war es der Muotaa-Damm, der nach dem Hochwasser von 1910 erbaut wurde: da simmer durä Damm fürä z Chilä und i d Schuäl, und mängisch simmär dr Damm appä und uufä gchräslät, wämm mer durhindärä hei sind > Tänsch
Dialekt:Dänkmaal
Deutsch:Denkmal
Wo s ds Flüügärdänkmaal wägä 1938 hend wellä uufschtellä, hättids d Schächlär gäärä dävoorä ghaa, und di Hindärä dähindä (wägä dä Wiirtschaftä!) - dä hed üsä Vattär dr Voorschlag gmacht, mä sölls uf Redär tuä und ei Wuche dävoorä und ei Wuchä dähindä uufschtellä!
Dialekt:dett
Deutsch:dort
luäg dett! wo isch är? - dett! mhd dert dett änä (Det änä am Bärgli) - appä - durä - hindä - innä - uufä - uusä
Dialekt:Dili
Deutsch:Diele, Fussboden, offener Raum, Zimmerdecke
(T) mhd dile (dickes Brett) Bim Bödälä hends früänär mängisch d Tili appägschprungä und a Tili uufä pünnggät!
Dialekt:dörffä
Deutsch:dürfen, gedurft
ahd durfan dörffä barfuäss gaa är hed nüd dörffä uufschtaa (ist noch krank) daarfsch is Wassär? (wagen) Gotthelf
Dialekt:driuufä
Deutsch:hinauf
gang driuufä!
Dialekt:drufuufä
Deutsch:hinauf, darauf
muäsch ä nüd nu drufuufä lüpfä! >druuf
Dialekt:druuf
Deutsch:darauf
äs isch druuf gschribä nüd druuf schtaa!
Dialekt:druufchoo
Deutsch:darauf kommen
auf die Spur kommen
Dialekt:druufgaa
Deutsch:daraufgehen
chasch druuf gaa = du kannst darauf zählen neu: krepieren
Dialekt:Druufgäld
Deutsch:Anzahlung
Dialekt:druus
Deutsch:daraus
uuf und druus: auf und davon
Dialekt:duruuf
Deutsch:hinauf
Dialekt:ee
Deutsch:eher
mhd ê(h) är hed ee nu mee druuf gschlagä ee medä nüüd ee wedär nüüd äsoo gseesch äs ee scho ee > endär
Dialekt:Eitopf
Deutsch:Eintopf
(neueres Wort) > Schnitz und Gümel, Uuflauf, Ofäguggis
Dialekt:Fäälär
Deutsch:Fehler
mhd vaeler käni Fäälär haa ä Huuffä Fäälär
Dialekt:fescht
Deutsch:fest, eifrig
mhd vast ganz fescht uufpassä Wort neu von auswärts, früher sagten wir: hüntsch, usinnig (fest = befestigt > bhabä, äs hed)
Dialekt:Flungg
Deutsch:
nasser Saum am langen Weiberrock auch: Pfungg, Pflungg Flüngg überchoo bis a d Chnüü uufä Wänn Maria am 2. Juli ä Flungg hed, sä sött är bis zum 3. Taag tröchnä, susch isch dä lang wüäscht!
Dialekt:Füürchellä
Deutsch:Feuerkelle
aus Holz, um Glut aus dem Herd in den Ofen zu tragen, später Blechschaufel (Füürschuuflä)
Dialekt:Gaa
Deutsch:Gehen
im Appä-Gaa, Fürä-Gaa, Inä-Gaa, Uufä-Gaa, Uusä-Gaa > Gang, Gäng, gäng
Dialekt:gääch
Deutsch:steil, gähe
mhd gâch, gaech gääch uufä gääch appä ä gäächä Rank vgl. gähnender Abgrund (vgl Familienname Gächter: Bahlow)
Dialekt:gältä
Deutsch:gelten/gegolten
ggultä mhd gelten Dr Pfarr hätt bim Alpävärsägnä zletscht nu söllä hööch uufä und hed nümmä mögä,dä hed är uufägrüäft: ghööräd iär mi? - Jaa! - Dä sölls gältä vo da undänuufä! - Drnaa hends dobä ä Chääs zeigt und grüäft: öb är ä gsääch? - Jaa! - Ja dä sölls ä gältä!
Dialekt:Gebott
Deutsch:Gebot
mhd gebot di zächä Gebott (Gebötter) uufsägä > Bott
Dialekt:graaduufä
Deutsch:gerade hinauf
Dialekt:gschlunggät
Deutsch:geschwenkt w
oni uf d Wält choo bi, wääri nu glii widär därvoo: dr Doktr hed mi dä gschlunggät, bis i dr Schnuuf übärchoo ha! > Schlungg
Dialekt:Gsetz
Deutsch:Gesetz
äs hed afig ä Huuffä Gsetz > Gsätzli, setzä
Dialekt:Güsälhuuf
Deutsch:Abfallhaufen
Dialekt:Güsälschuuf
Deutsch:Abfallschaufel
Dialekt:Gwanät
Deutsch:Gewohnheit
mhd gewonheit Ich han ä Huuffä guäti Gwanätä, aber äs sind alls alti! nüüi leerä ich nümmä! > gwännä
Dialekt:haa
Deutsch:haben, halten
mhd han ich ha, du hesch,är hed, mier hend, heb! hach! Hemmär! Hend! I hätt, i heig, i ha ghaa > aa-, anä-, appä-, ärgägä-, b-, füür-, inä-, übär-, umä-,uuf-, värt-, widär-, zuä-,
Dialekt:Häftlimachär
Deutsch:Häftleinmacher
uufpassä wenä HM
Dialekt:hälffä
Deutsch:helfen
mhd helfen Hälf dir Gott is Himäli uufä! > hilf, Hilf, hulf, ghulffä, Hülf
Dialekt:Hälslig
Deutsch:
Hals-Strick für Rindvieh mhd helsling, helsing Janx amänä Hälslig! (Ausruf) dr Hälslig uuftuä: Vieh losbinden,Verlobung auflösen
Dialekt:Hand
Deutsch:Hand
mhd hant, hende Mz Händ Verkl Händli, Händäli a d Hand gaa, d Hand gää, di schöön Hand gää (die rechte), di hool Hand machä, a (i) dä Händä haa, vo Hand machä, vo Hand singä (ohne Orgel) d Händ gää: war im Thal unter uns nicht üblich, jetzt von aussen her immer mehr! Hand uufleggä: Handauflegen (zum Schutz, zur Priesterweihe, zur Heilung) Hand appäleggä: Kraftspiel > allärhand, undärhänds, zhand
Dialekt:hänkä
Deutsch:henken, aufhängen
mhd henken > aa-, drinä-, ii-, uuf-, uus-, zämä-,
Dialekt:hauts?
Deutsch:
Zuruf beim Mähen oder Holzscheiten auch isch ghauig > abhauä, uufhauä, värhauä
Dialekt:Himäl
Deutsch:Himmel
(Himul) mhd himel im Himel obä am Himel obä ums Himels willä! Hälf dr Gott i Himäl uufä! (bei Niessen) > Geisshimäl, Rosshimäl, hölzigä Himäl
Dialekt:Himäli
Deutsch:
Kinderwort für Himmel Hälf diär Gott is Himäli uufä!
Dialekt:hindä(n)uufä
Deutsch:hintenherauf
> vooruufä
Dialekt:hörä
Deutsch:aufhören
mhd hören hör! hör einisch! i ha ghört i hörti einisch! Ruf beim Zickänä: Bscheid gää, susch höräd mär! neu: uufhörä, hör uuf! > ghöörä
Dialekt:Hützgär
Deutsch:Schluckauf
anderswo: Hitzgär, Gluxi, Hitzgi, Hixi wä mä dr Hützgär übärchund, gschwind ä Schtei uufläsä, det anä schpeuzä, und drnaa dr Schtei widär druuf tuä!
Dialekt:Huuf
Deutsch:Haufen
mhd hûfe ä Huuffä anä Huuffä tuä amänä Huuffä liggä am altä Huuffä zuä übärä Huuffä schiässä ä Huuffä Wassär (abär Wassär cha mä nüd huuffnä!) Was hed dr Pfarr predigät? Leitärä ä Huuffä!
Dialekt:huuffäwiis
Deutsch:haufenweise
Dialekt:huuffnä
Deutsch:häufeln, Haufen machen
Dialekt:huuffnä
Deutsch:
Bubenspiel
Dialekt:ghuuffnät
Deutsch:gehäuft
Dialekt:Huufstettli
Deutsch:Hufstettli, Hofstatt
Flurname > Hoschtet
Dialekt:iischniijä
Deutsch:einschneien
mit dem ersten Schneefall in den Alpen: eingesperrt sein durch unzeitigen Schneefall Äs hed einä iigschniid bim Wildiheuä im Heubäärg,är hed det im Hüttli müässä waartä, bis äs dr Schnee appäglauänät hed,wos duä einisch ä chli uuftaa hed, hends um vo undänuufä grüäft, öb är nu z ässä heig,dä hed är vo obänappä gruäft: Baläntä hani nu, aber Tubak äkeinä mee!
Dialekt:ladä
Deutsch:laden, beladen
mhd laden Wagen, Gewehr .. gladä, gladnä > ab-, ii-, um-, uuf-, uus-
Dialekt:Lanzig
Deutsch:Lenz, Frühling
mhd lenze Illgau hed viil Sunnä, äs isch waar, abär dr Lanzig chund gliich eistär undänuufä!
Dialekt:Lappi
Deutsch:Einfältiger
mhd lappe Lappi, tuä d Augä uuf! Dummï Lappänä! das isch Lappizüüg
Dialekt:läsä
Deutsch:lesen
mhd lesen ich läsä, du lisisch, är list, mr läsid, ich ha gläsä, lis! läsid! i lääs, i läsi im Läsibuäch leerä läsä > ab-, appä-, är-, uuf-, uus-, vär-, voor-, zämä-
Dialekt:lauffä
Deutsch:laufen
mhd loufen gang lauf! i luf, bi gluffä > aa-, ab-, anä-, appä-, ii-, inä-uuf-, uus-, uusä-, vär-, voor- zämä-
Dialekt:leggä
Deutsch:legen
mhd legen, leggen ich leggä, du leisch, är leid, mr leggid, leg! leggid! i leiti, i leggi, i ha gleid > aa-, ab-, anä-, ii-, uuf-, undär-, zämä-
Dialekt:Ludi
Deutsch:Luder
> Süüludi, Suuffludi
Dialekt:lüpfä
Deutsch:lupfen, heben, tragen
mhd lupfen, lüpfen, engl lift d Bei lüpfä dr Magä glüpft > ab- , appä- , übär- , uuf-
Dialekt:machä
Deutsch:machen
ich machä, mach einisch! machid fürsi! i miäch, i machi, gmacht, z lachä mächä, z fürchtä machä, z bääggä machä ..> aa-, ab-, appä-, anä-, durä-, fürä-, ii-, nachä-, uuf-, uus-, vär-
Dialekt:Mischthuuf
Deutsch:Misthaufen
Bergname
Dialekt:Müli
Deutsch:Mühle-Spiel
Müli uuf und zuä figg und müli Müli-Schtei
Dialekt:Muul
Deutsch:Maul
(Mund) mhd mûl Müüli, Müülär tuä ds Muul uuf! heb ds Muul zuä! usem Muul uusä schmöckä ds Muul drinähänkä ds Muul värbrännä ufs Muul hockä ds Muul la hänkä neu beim Zahnarzt: bitte de Mund uufmache!
Dialekt:nää
Deutsch:nehmen
mhd nemen ich nimä, du niisch, är niid, mr nänd, nimm! näm­mär! nänd! ich nääm, ich nämmi, ich ha gnuu eifach nää! wiä nää und nüd stälä? äs chönnt ein nää (Krankheit, Unfall), d Muätaa hed Hüüser afä nää, dr Föön hed Dächer gnuu, d Sunnä mag dr Schnee wider gnää, das Gift niid d Müüs, är cha Wäärzä nää (vertreiben) > aa- ab- appä- übär- inä- umä- undänuusä- uuf- uus- vär- voor- zämä-
Dialekt:nüüssä
Deutsch:niesen, niessen
mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte!
Dialekt:obäappä
Deutsch:von oben herab
obänappächoo! Jass von oben herab >?undänuufä
Dialekt:obädruuf
Deutsch:obendrauf
Dialekt:off, offä
Deutsch:offen, geöffnet
(Türe, Fenster, Gasthaus, Kirche, Pragelstrasse, Mund und Augen, Büchse, Flasche .. ) mhd offen, uffen off laa = geöffnet lassen, nicht schliessen (öffnen > uuftuä,engl off = geschlossen!)
Dialekt:Opfär
Deutsch:Opfer
Kirchenopfer ds Opfär iiziä, - uufnää, z Opfär gaa vgl. Opferstock, Opferbüchse, Opferstange mit Klingelbeutel
Dialekt:passä
Deutsch:wohlgefallen
äs hed mr det passät det tääts mr ä nu passä! > ab-, uuf-, vär-
Dialekt:pünggä
Deutsch:mit Fusstritten behandeln
i Dili uufä pünggä einä zum Huus uusä pünggä d Türä inäpünggät Pünggärjaarziit, Pünggärhoochsig: früher gab es bei diesen Gelegenheiten Schlägereien! > är-, vär-, chuglä-
Dialekt:Ränk
Deutsch:Kehren, Wendungen
d Schtraass hed ä Huuffä Ränk
Dialekt:Roorschpiägel
Deutsch:Rohrspiegel
är hed öppä groorschpiäglät driuufä
Dialekt:rückä
Deutsch:vorwärts kommen
(vgl von der Stelle rücken, vorrücken) mhd rücken rückts? (Zuruf beim Vorbeigehen an Arbeitende) - äs rückt ä käbitz är hed eistär uf rückä inä ghaa äs rückt bis Hammichels! (Paulina beim Tod ihrer 2 Schwestern 1997) Armenhäuslerheuet und Levitenamt: ä Huuffä Lüüt driussä - und rückä tuät s nüüd!
Dialekt:sägä
Deutsch:sagen
ahd seggen, mhd sagen ich sägä, du seisch, är seid, miär sägid, säg! sägädmär nüüd! sägid! ich sägi, ich seidti, ich has gseid Chönntisch au öppis sägä! är hed nüüd z sägä säg einisch äs Woort! i sägs am Leerer (ich sage es dem L.) i sägäräsdä: ich sage es ihr dann Mr sägid denä ds Länzä, ds Ruätschä, ds Sagäherrs (hier heissen sie so) > aa-, ab-, ii-, nachä-, uuf-, ussä-, umä-, voor-
Dialekt:Sand
Deutsch:Sand
Sandhuuffä, Sändli Flurname
Dialekt:Satz
Deutsch:Satz
mhd satz (von setzen). Mz Sätz Vielfältige Verwendung: i dä Bäärgä heds ä Huuffä Sätz,i dr Schuäl müänds Sätz und Uufsätz machä,dr Schriinär macht au Uufsätz (abär us Holz),dr Schuäni macht Absätz und Iisätz, und ä Chrischt macht guäti Voorsätz,drnaa für Tiärli nänd usinnägi Sätz, wänns värchlüpfid,einä tuät ä Satz i Ziitig, und wämä dr Kafi fertig trinkt, heds zletzscht nu Satz am Bodä! Und einä isch i d Sätz choo! (wütend geworden)
Dialekt:Schiitär
Deutsch:Scheiter
Schiitärbiigä, Schiitärhuuffä, Schiitärhuus > schittär
Dialekt:schlaa
Deutsch:schlagen
mhd slâ,slahen,slân ich schlaa, du schlaasch, är schlaad, miär schland, schlach! schlammär! schland! i schliäg, i schlug, gschlagä äs schlaad ölfi är schlaad us där Aart är schlaad am Vattär nachä ä gschlagni Schtund > aa- ab- appä- durä- ii- inä- nachä- übär- um- uuf- uus- uusä- vär- voor- zämä- LU schloo, schlönd > Schlaag Id 9,185
Dialekt:schlunggnä
Deutsch:schwingen, schlenkern
d Hebamm muäss mängisch Goofä schlunggnä, bis dr Schnuuf übärchömid beim Holzseilen: das Holz richtig einschwingen > schlinggä
Dialekt:Schnitz
Deutsch:gedörrte Birnen
(meist in Schnitten, aber auch ganze) mhd snitz Schnitz und Möckä (düüri Birä und Gumäli im Uuflauf) im Schnitz haa (geizig im Futter) Verkl. Schnitzli Schnitztrog, Birenschnitze