Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
sindseid!sind ä chli schtill! sind so guät! BE siid Lienert sind sä guet!
sindwir/ihr/sie sindmr sind är sind si sind BE sii (UR Sind = Sünd)
simmärsind wir(sind miär) simmär di einzigä? simmär ä chli schtill!
aabrännäanbrennend Gümel tüänd etz dä aabrännä sind aabrännt
aachooFeuer fangends Huus isch aachoo! (Schülerdeutsch: das Haus ist angekommen!) “1809 sind 3 Häuser verbrunnen in der Tschalun, weil ein Glarner Enzionen Wurzlen brannte und davon angekommen sind!”
Aarmi SeeläArme Seelen(im Fegfeuer) siehe Sagen, Der Pfarrer im Thal, Freund der Armen Seelen Äs hend einisch ä paar eim pässlät und hend ä wellä ärgräslä, abär äs sind ä paar biin um gsii, won är choo isch - di aarmä Seelä hend dem ghulffä!
abgaaabgehenverenden von Tieren äs sind ä paari abgangä
ä chlieinen kleinen Bissenäs isch gad ächli chalt är isch ächli ä chliinä mr sind duä ächli ggangä
Achti8 Uhräs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli
allzämäallesamtallzämä sind choo, allszäme insgesamt > zämä
asals1) as Puur as Chnächt as Goofä 2) so as schöön as geschter as lang as ich weiss wedes as d wottisch as viil as är hed mögä hiä isch nüd as mängä as det as wenig as ander as wiit as gseesch as gwüss as waar as i läbä as lang as ich da z Chilä gaa, singid da nüd all! Vergleich: drüümaal as hööch as hööch as äs Huus 3) je .. desto .. as mee as gisch, as mee as wend 4) dass, damit äs gaad nüüd, as mä da cha machä was mä wiil Schutzengegebet: .. hilf mir leben recht und fromm, as ich zu dir in den Himmel komm! .. as si cha a d Chilbi gaa chochä, as mä s cha ässä sid as das Schtäärbä ärfundä hend öbs etz waar siig, as nümmä alls waar siig? worum sind d Fischli gäärä undär dem Brüggli? - as nüd nass wäärdig, wänns chund gu rägnä 5) an das as Fäscht gaa äs gaad as Läbig 6) weil worum nüüd? - as i nüd wiil! > äs
auauchmhd ouch ich wett au! chuusch au? was hesch au? Äs sind einisch zwei Müüsli gsii,eis grau und das andär au! LU ou
BeäärdigungBeerdigungLeider sind die alten Worte dafür nicht mehr gebräuchlich: z Chilä tuä, Gräbd, Graablegi (Stalder) > Liich, Liichäzuug
biich> bis, bisch, gsii, sii, simmer, sind
chlioft nur Füllwort beim Erzählen: är isch ä chli ä chliinä är isch ä chli ä groossä mr sind duä ä chli ggangä si hend än ä chli aabbundä
choowachsen, gedeihend Sunnäwirbel sind scho choo, d Chriäsi wend hüür nüd choo
ChrääjäKräheahd kraja, krija Spottwort für Reichsadler > Rappä Unterschiid zwüschet Chrääjä und Pfarr? - Keinä: beed sind schwarz und schrijid di ganz Ziit: gää, gää!
chübläumstürzen, fallensi sind all gchüblät
DammDamm(T) mhd tamm, Für uns Bödlemer war es der Muotaa-Damm, der nach dem Hochwasser von 1910 erbaut wurde: da simmer durä Damm fürä z Chilä und i d Schuäl, und mängisch simmär dr Damm appä und uufä gchräslät, wämm mer durhindärä hei sind > Tänsch
därnaadanach, nachherund därnaa sinds .. und därnaa isch .. hörte man früher so schön beim Erzählen,jetzt hört man meistens nachäthäär
dinnädarinnen, drinnensi sind i dr Schtubä dinnä Dinnä isch mä gleitigär wedr dussä (in Verpflichtungen)! dinnä: von Schwyz aus gesehen im Tal drinnen, vom Tal aus gesehen im Bisisthal > dussä
disälbädieselbe(n)wo sind etz disälbä? (Sachen, Leute, Dinge) > dässälb
disidie andere(n)nüd diä Chuglä, disi! disi sinds gsii, nüd miär! Wän ich alig mit dr Predig glii fertig bi, bin i froo - und disi au!
driischiässäreinschiessen(hineinrasen mit Fahrzeug,zu rasch sich in etwas einmischen mä sött nüd äso driischiässä!),in den Ostländern: da sinds bim Schaffä nüd äso driigschossä!
drüberappädarüber hinunterd’Laui isch drüberappä gschossä,danach drübärappä sind s dä einig woordä
duränandduräim Durchschnittdurä­nanddurä sind all braafi Lüüt
dussädraussen, herausmhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä
düürdürrmhd dürre Hend är düürs? (Zuruf beim Heuen) düüri (ü tief) Birä sind tüüri (ü hoch) Birä > deerä, tüür
EermiArmutüsä Groossvatter dr Pfandweibel heig alig durs Taal hindärä gluägt und gseid: jee, wel än Eermi sind ä diä Lüüt!
eermschtärmstedär Eermscht cha mid wenigäm zfridä sii das sind scho di eermschtä, wo ...
eeschi Schiieschene Skidas sind di eerschtä ghörägi Schii gsii, won ich überchoo ha, und ds Länzä Seebi heds gmacht > Duugäli
einigeinig, einhelligsi sind einig woordä
eiseinigsi sind gaar nüd eis Zwei Lüütli sind niä eis gsii: aläwiil het eis ds Kuntärääri gmacht vom andärä,nur einisch sinds eis gsii: wos bbrunnä hed, hend beed wellä zur Türä uusä!
etlichetwelche, manchemhd etelich auch etlig äs sind etlich choo etlich zwänzg = zwanzig und ungerade etlich mengen
faaräfahrenmhd varen alte Bedeutung: mit Vieh fahren (= führen), zum Markt, vor allem aber auf die Alpen: vgl. Fahrhabe, Fahrendes Volk, Wallfahrt. Heutige Bedeutung: mit Auto oder Bahn oder Schiff fahren, mit Fahrplan Där Frentschälär isch einisch im Militäär gsii i dr Pünt und isch det inä reformiärti Chilä inä choo,diä isch oni d’Schtüäl flätt läär gsii, käs Bild und nüüd,da hed är gseid: da sind’s meini gfaarä!
FägfüürFegfeuermhd vegeviur Üsi Muättär hed alig bbättät bim Rosächranz: nu äs Vattärunsär für die Aarmä Seelä im Fäpfärsim - und si hed drmit gmeint: für die Aarmä Seelä wo im Fägfüür sind!
FischliFischleinFamilienname Fischli Worum sind d Fischli äso gäärä underum Brüggli? - As nüd nass wäärdid, wänns chund gu rägnä!
friinfriedlich, gutmütigSind ä chli frii mitänand! ä friinä, ä friini, äs friis, friini, ä friinä Maa, ä friinä Hund, ä friinä Tüüfel (gutmütiger Riese) Am friintschtä Muni isch nüd z truuwä!
früäfrüh, frühemhd vruo viil zfrüä nümmä zfrüä (ziemlich spät) Kinder gäuerleten am Altersnachmittag,da sagte ein Alter: diä fand etz au früä aa! - da meinte ein anderer: das sind etz halt Früäturnär!
Fuäss, FüässFuss, Füsseahd fuoz, mhd vuoz, z Fuäss gaa a d Füäss früürä numedigs d Chrääjä sind bi dem Näful z Fuäss choo! Fuss: altes Längenmass 30 cm > barfuäss, Fürfuäss
fürigwas fürwas fürig sind das? > fürtig
fürtigwas für Leute sind das? was fürtig sind das? > fürig
gaagehenmhd gân anderswo gou,goo ich gaa, du gaasch, är gaad, mr gand, gang! gammär! gand! ich giäng, si gangid, si sind ggangä mr wettid gaa magsch ggaa? hütt mäss öppis gaa? uf das cha mä gaa anderswo goo
gaartnäGartenarbeit machensi sind am Gaartnä, hend ggaartnät
gliichliggleichartigdas sind di gliichligä gliichlig lismä! Hebel glichlig
guätgutmhd guot bis so guät! sind so guät! = bitte! guät! = bereit! Wännt etz dä hörsch, isch guät und rächt, susch .. > besser, bescht
GwanätGewohnheitmhd gewonheit Ich han ä Huuffä guäti Gwanätä, aber äs sind alls alti! nüüi leerä ich nümmä! > gwännä
Gwüssnädie gewissen Leute Was fürtig sind alig äso a dr Gnossägmeind? - ä so di Gwüssnä! >wüssä, gwüsst
HalbäHälfteä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa
Hättidr Hätti und dr Wetti sind Brüädärä gsii und hend beed nüüd ghaa! > sötti, wäär, wett
HeuHeumhd höuwe engl hay is Heu gaa, si sind im Heu, si hend Gäld we Heu, si hend ds Heu nüd ufäm gliichä Bodä, etz isch gnuäg Heu dundä! Leitärä
heuäheuen, Heu erntensi sind gu heuä undärum Heuä heds afä rägnä
holzäholzen= Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä
inänandinäineinanderinänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä
läbiglebend, lebendig, lebhaftisch är nu läbig? äs läbigs Meitli! äs gaad as Läbig ds Brood isch läbig: voller Maden diä Riätär sind läbig (rutschig)
LumpäLumpenz Lumpä ghiijä = in Konkurs fallen,- nu im Graab = ErbausschlagLeute: das sind Lumpä! Lumpaazi: zerlumpter Mensch (Studentensprache Lumpazi)
LüschtägiLustigkeitär isch etz au ä Lüschtägi si sind ä Lüschtägi gsii
LuussiLauerpostend Jeger sind uf dr Luussi
mänimeine ich, meiner Meinung nachda sinds mäni gfaarä! är isch mäni fort mäni sauft hesch mäni nüüd übärchoo
medignu medig nu medigs = sogar (noch mehr als ..?) Z Amerika heds äsoo dickä Näfäl ghaa: numedigs d Chrääjä sind zfuäss choo! We gaads dr altä Muättär?- Nüd schlächt: wämärä öppis bringt, chochäd si numedigs!
meeärmehrere, mehrheitlichdi meeärä sind choo di meeärä Maal (die meisten Male) di Meer und di Mindär = Hoch und Niedrig
miärwirmiär gand miär fand aa miär sind auch mr (süddeutsch)
MuulaffääMaulaffe(n)Dr Güntärä Balz hed z Schwiiz ussä im änä Gschäft dr Maa gfraagt: was hend är dä feil? - Muulaffä! - Diä sind mäni woolfeil, as är nur nu einä hend! -
MüüsliMäusleinauch Müüsäli äs sind einisch zwei Müüsli gsii: eis grau und däs andär au!
NäätschBorstengras(vom Vieh gemieden) Uurnär sind einisch mid em Vee durs Taal inä und hend gfraagt: simmär da im Riäd? ds Waltlärts Seebi hed gmacht:?nei, im Näätsch! Lienert Nätsch
nachäreif, nachgekommend Chriäsi sind scho nachä! hesch mögä nachä? äs wäär widär nachä (eine Pflicht) > hindä-, innä-, ussä-, voor-, därvo-
nachäsiinachsein, bereitseinisch ds Ässä nüd nachä? (bereit) d Birä sind nachä (reif) das Meitli isch scho schöön nachä = heiratsfähig
nachätwärts(i)nach und nach, allmählichnachätwärtsi sinds fertig woordä vgl inäwärts, vorwärts, usswärts
nassnassWorum sind d Fischli äso gäärä under umä Brüggli? - ass nüd nass wäärdid, wänns chund gu rägnä! > flätsch-, tropfät-, bach-, nessär, Nessi, netzä
öppiseinige, etwelcheöppis sind dinnä und öppis sind dussä
paareinige, mehrereäs sind ä paar choo gad ä paar Lüüt Wägä denä paar Mettler heig ä Pfarr nümmä wellä Chilä haa, drum heissid s etzt Barmettler!
Pf.... die meisten Pf.. sind aus P .. entstanden, sowohl in Schriftdeutsch wie in Mundart,einige auch als blosse Verstärkung von F,siehe folgende:
PhackPaketPhäkär, Phäckli, Phackpapiir lat pactum frz paquet neu: Gesindel äs huärä Phack
putztgeputzt, gesiegt, getötetPP = plötzli putzt. Im Uurnärland isch ä Buäb mid dräckätä Schuä choo gu altärdiänärä,dr Pfarr seid: moorä sind dä dini Schuä putzt! - Moorädess isch dr Buäb mid schöön putztä Schuä choo,dr Pfarr seid: so, heds d Muättär putzt? - dr Buäb: ich weis nüüd, won ich ggangä bi, hed si nu gläbt! - Am änä andärä Oort hend ä paar alti Mannä midänand gjassät,einärsmaal seid dr eint: ich glaubä mich putzts! är heds uf um Häärz ghaa,äs isch dä abär wiitär ggangä,einärsmaal seid är widär: etz putzts mi! und duä heds ä putzt! > butzä, butzt
quittwett, ledig, losfrz quite mhd quit miär sind quitt (die Sache ist erledigt unter uns)
räätigrätig, eines Ratessi sind si nüd räätig woordä
rugälärollen, kollernmhd rugelen äs Fass rugälä diä Rugäli sind schonu grugälät! > riglä
sächstsechste(6.) i dr sächstä Klass si sind z sächstä hööch
SchachäSchachenmhd schache Verbreiteter Flurname Riäd und Schachä, sind des Tüüfels Rachä
SchanzäSchanze(Festungswerk) mhd schanz: 1799 am 20. Brachet sind die Schanzen in der alten Husmatt weggeplündert worden > Franzosenschanze neu: Skisprungschanze
SchlipfErdrutsch im steilen Wiesland,Schneerutschmhd slipfe engl slip äs sind ä par Schlipf ggangä 1421 (2) der alt Schlipföwer: von der Schlipfau in Oberiberg 1846 im August viele Erdschlipfe (Brächen) Der Bergschlipf im Muotathal
Schlufänänachlässige Arbeitervon Schlufi Schlufänä sind är allzämä!
schnuurpfänotdürftig nähenä Schranz schnuurpfä,auch schrumpfen d Öpfel schnuurpfid, sind gschnuurpfät > schnaarpfä, schmuurpfä, zuurpfä
schtäächfest, gleichstehendmhd stahel (Stahl, gestählt) miär sind schtääch: gleichwertig
sterchäräKraft messenSi hend äso gschterchärät midänand: weer as mee mög träägä adär weer as mee mög värliidä i dr Chelti - und etz sind all chrumm! (Dr.med H.G.)
SchtaubStaubmhd stoub, stoup Wo d Laui im Schtaub choo isch, sind d Bäum scho umghiid, vor d Laui choo isch! > abschtaubä, schtäuppä
schteiriichsteinreichi dr Schteiweid sinds schteiriich
schtillstillmhd stille bis schtill! sind einisch schtill! müüslischtill > liislig
SchtränzäAstrantia Meisterwurzanderswo: Aschtränzä Pest 1611: Ässid Schtränzä und Bibärnällä! (Wurzeln sind Heilmittel)
schtüpfästupfen, stechenmhd stüpfen Döörnä schtüpfid Stechpalmen sind gschtüpfät, ungschtüpfät (mit oder ohne Dornen)
SeiltänzärSeiltänzerds Predigärs zwee sind zmitzt im Summär mid emä Horämänär obsi: miär müänd dänk üüsä Seiltänzär gu holä! > Voorsiitä
sisie(unbetont) si isch choo si sind choo > sii
siisie(betont, > si) sii darf, äär nüüd! sii sinds gsii, nüd miär!
siisein, bleibenich bi, du bisch, är isch, mr sind, simmär, i siig, i wäär, i bi gsii eifach ä chli sii lach das la sii! eistär muäss äs iich sii!
taagetandas hesch käm Tootnä taa! äs heds duä ttaa > tuä In ärä Familli mid ä Huuffä Goofä hend alig am Abäd, wänn der Vattär heichoo isch, alli müässä anäschtaa, und dr Vattär hed a jedem dr Reihe naa a Grind anä gschlagä,wänn eis grüäft hed: i ha dä nüüd ttaa! - hed är gseid: tuäsch dänk nu! und drnaa sinds abghockät zum ds Nacht ässä!
tagätagen, Tag werdenäs tagät scho! frünär sinds uf Argau gu tagä neu: tagäds diär afig?
teiggweich(Birnen) mhd teig d Birä teiggid, sind scho teigg
TratzTrotzmhd tratz, trutz z Tratz = zu Trotz, aus Trotz, erst recht nichtz tratz sinds nüd choo z tratz gaan i nüüd
trochätrockenmhd trucken äs isch trochä (es herrscht Trockenheit)Am änä Pfarr isch ds Huus värbrunnä und är hed gjammärät, as im alli Predigä värbrunnä siigid,da hed einä gseid: i glaubä wool as diä all värbrunnä sind, si sind trochä gnuäg gsii! neu trochnig
TrütschFamilienname Neuviertel 1526 Hans Trutsch von Wägis und sin Bruoder Melchior hand Landrecht eröffnet, dass ihr Vorderen im Muottathal gesessen gsin sind Heini Schmidig den man nempt der Trütsch
TschoopäKittel, Jacke, Jopped Tschööpä abziä und d Eermel umälitzä!ital giubba mhd joppe, juppe, schôpe, tjoppe = Wams auch Mann (Jackenträger): drii Tschööppä sind choo auch: ein bisschen äs hed ä Tschoopä gwaarmät
Tschööpel?derb für Mann (Tschopenträger) ä huärä, ä friinä Tschööpul! di andärä Tschööplä sind scho ggangä
uziitigunzeitig, unreif(Früchte) mhd unzîtig 1748 merkwürdig dass hier an einem Apfelbaum an einem Ast zeitige und unzeitige Äpfel sind!
Dialekt:sind
Deutsch:seid!
sind ä chli schtill! sind so guät! BE siid Lienert sind sä guet!
Dialekt:sind
Deutsch:wir/ihr/sie sind
mr sind är sind si sind BE sii (UR Sind = Sünd)
Dialekt:simmär
Deutsch:sind wir
(sind miär) simmär di einzigä? simmär ä chli schtill!
Dialekt:aabrännä
Deutsch:anbrennen
d Gümel tüänd etz dä aabrännä sind aabrännt
Dialekt:aachoo
Deutsch:Feuer fangen
ds Huus isch aachoo! (Schülerdeutsch: das Haus ist angekommen!) “1809 sind 3 Häuser verbrunnen in der Tschalun, weil ein Glarner Enzionen Wurzlen brannte und davon angekommen sind!”
Dialekt:Aarmi Seelä
Deutsch:Arme Seelen
(im Fegfeuer) siehe Sagen, Der Pfarrer im Thal, Freund der Armen Seelen Äs hend einisch ä paar eim pässlät und hend ä wellä ärgräslä, abär äs sind ä paar biin um gsii, won är choo isch - di aarmä Seelä hend dem ghulffä!
Dialekt:abgaa
Deutsch:abgehen
verenden von Tieren äs sind ä paari abgangä
Dialekt:ä chli
Deutsch:einen kleinen Bissen
äs isch gad ächli chalt är isch ächli ä chliinä mr sind duä ächli ggangä
Dialekt:Achti
Deutsch:8 Uhr
äs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli
Dialekt:allzämä
Deutsch:allesamt
allzämä sind choo, allszäme insgesamt > zämä
Dialekt:as
Deutsch:als
1) as Puur as Chnächt as Goofä 2) so as schöön as geschter as lang as ich weiss wedes as d wottisch as viil as är hed mögä hiä isch nüd as mängä as det as wenig as ander as wiit as gseesch as gwüss as waar as i läbä as lang as ich da z Chilä gaa, singid da nüd all! Vergleich: drüümaal as hööch as hööch as äs Huus 3) je .. desto .. as mee as gisch, as mee as wend 4) dass, damit äs gaad nüüd, as mä da cha machä was mä wiil Schutzengegebet: .. hilf mir leben recht und fromm, as ich zu dir in den Himmel komm! .. as si cha a d Chilbi gaa chochä, as mä s cha ässä sid as das Schtäärbä ärfundä hend öbs etz waar siig, as nümmä alls waar siig? worum sind d Fischli gäärä undär dem Brüggli? - as nüd nass wäärdig, wänns chund gu rägnä 5) an das as Fäscht gaa äs gaad as Läbig 6) weil worum nüüd? - as i nüd wiil! > äs
Dialekt:au
Deutsch:auch
mhd ouch ich wett au! chuusch au? was hesch au? Äs sind einisch zwei Müüsli gsii,eis grau und das andär au! LU ou
Dialekt:Beäärdigung
Deutsch:Beerdigung
Leider sind die alten Worte dafür nicht mehr gebräuchlich: z Chilä tuä, Gräbd, Graablegi (Stalder) > Liich, Liichäzuug
Dialekt:bi
Deutsch:ich
> bis, bisch, gsii, sii, simmer, sind
Dialekt:chli
Deutsch:
oft nur Füllwort beim Erzählen: är isch ä chli ä chliinä är isch ä chli ä groossä mr sind duä ä chli ggangä si hend än ä chli aabbundä
Dialekt:choo
Deutsch:wachsen, gedeihen
d Sunnäwirbel sind scho choo, d Chriäsi wend hüür nüd choo
Dialekt:Chrääjä
Deutsch:Krähe
ahd kraja, krija Spottwort für Reichsadler > Rappä Unterschiid zwüschet Chrääjä und Pfarr? - Keinä: beed sind schwarz und schrijid di ganz Ziit: gää, gää!
Dialekt:chüblä
Deutsch:umstürzen, fallen
si sind all gchüblät
Dialekt:Damm
Deutsch:Damm
(T) mhd tamm, Für uns Bödlemer war es der Muotaa-Damm, der nach dem Hochwasser von 1910 erbaut wurde: da simmer durä Damm fürä z Chilä und i d Schuäl, und mängisch simmär dr Damm appä und uufä gchräslät, wämm mer durhindärä hei sind > Tänsch
Dialekt:därnaa
Deutsch:danach, nachher
und därnaa sinds .. und därnaa isch .. hörte man früher so schön beim Erzählen,jetzt hört man meistens nachäthäär
Dialekt:dinnä
Deutsch:darinnen, drinnen
si sind i dr Schtubä dinnä Dinnä isch mä gleitigär wedr dussä (in Verpflichtungen)! dinnä: von Schwyz aus gesehen im Tal drinnen, vom Tal aus gesehen im Bisisthal > dussä
Dialekt:disälbä
Deutsch:dieselbe(n)
wo sind etz disälbä? (Sachen, Leute, Dinge) > dässälb
Dialekt:disi
Deutsch:die andere(n)
nüd diä Chuglä, disi! disi sinds gsii, nüd miär! Wän ich alig mit dr Predig glii fertig bi, bin i froo - und disi au!
Dialekt:driischiässä
Deutsch:reinschiessen
(hineinrasen mit Fahrzeug,zu rasch sich in etwas einmischen mä sött nüd äso driischiässä!),in den Ostländern: da sinds bim Schaffä nüd äso driigschossä!
Dialekt:drüberappä
Deutsch:darüber hinunter
d’Laui isch drüberappä gschossä,danach drübärappä sind s dä einig woordä
Dialekt:duränanddurä
Deutsch:im Durchschnitt
durä­nanddurä sind all braafi Lüüt
Dialekt:dussä
Deutsch:draussen, heraus
mhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä
Dialekt:düür
Deutsch:dürr
mhd dürre Hend är düürs? (Zuruf beim Heuen) düüri (ü tief) Birä sind tüüri (ü hoch) Birä > deerä, tüür
Dialekt:Eermi
Deutsch:Armut
üsä Groossvatter dr Pfandweibel heig alig durs Taal hindärä gluägt und gseid: jee, wel än Eermi sind ä diä Lüüt!
Dialekt:eermscht
Deutsch:ärmste
där Eermscht cha mid wenigäm zfridä sii das sind scho di eermschtä, wo ...
Dialekt:eeschi Schii
Deutsch:eschene Ski
das sind di eerschtä ghörägi Schii gsii, won ich überchoo ha, und ds Länzä Seebi heds gmacht > Duugäli
Dialekt:einig
Deutsch:einig, einhellig
si sind einig woordä
Dialekt:eis
Deutsch:einig
si sind gaar nüd eis Zwei Lüütli sind niä eis gsii: aläwiil het eis ds Kuntärääri gmacht vom andärä,nur einisch sinds eis gsii: wos bbrunnä hed, hend beed wellä zur Türä uusä!
Dialekt:etlich
Deutsch:etwelche, manche
mhd etelich auch etlig äs sind etlich choo etlich zwänzg = zwanzig und ungerade etlich mengen
Dialekt:faarä
Deutsch:fahren
mhd varen alte Bedeutung: mit Vieh fahren (= führen), zum Markt, vor allem aber auf die Alpen: vgl. Fahrhabe, Fahrendes Volk, Wallfahrt. Heutige Bedeutung: mit Auto oder Bahn oder Schiff fahren, mit Fahrplan Där Frentschälär isch einisch im Militäär gsii i dr Pünt und isch det inä reformiärti Chilä inä choo,diä isch oni d’Schtüäl flätt läär gsii, käs Bild und nüüd,da hed är gseid: da sind’s meini gfaarä!
Dialekt:Fägfüür
Deutsch:Fegfeuer
mhd vegeviur Üsi Muättär hed alig bbättät bim Rosächranz: nu äs Vattärunsär für die Aarmä Seelä im Fäpfärsim - und si hed drmit gmeint: für die Aarmä Seelä wo im Fägfüür sind!
Dialekt:Fischli
Deutsch:Fischlein
Familienname Fischli Worum sind d Fischli äso gäärä underum Brüggli? - As nüd nass wäärdid, wänns chund gu rägnä!
Dialekt:friin
Deutsch:friedlich, gutmütig
Sind ä chli frii mitänand! ä friinä, ä friini, äs friis, friini, ä friinä Maa, ä friinä Hund, ä friinä Tüüfel (gutmütiger Riese) Am friintschtä Muni isch nüd z truuwä!
Dialekt:früä
Deutsch:früh, frühe
mhd vruo viil zfrüä nümmä zfrüä (ziemlich spät) Kinder gäuerleten am Altersnachmittag,da sagte ein Alter: diä fand etz au früä aa! - da meinte ein anderer: das sind etz halt Früäturnär!
Dialekt:Fuäss, Füäss
Deutsch:Fuss, Füsse
ahd fuoz, mhd vuoz, z Fuäss gaa a d Füäss früürä numedigs d Chrääjä sind bi dem Näful z Fuäss choo! Fuss: altes Längenmass 30 cm > barfuäss, Fürfuäss
Dialekt:fürig
Deutsch:was für
was fürig sind das? > fürtig
Dialekt:fürtig
Deutsch:
was für Leute sind das? was fürtig sind das? > fürig
Dialekt:gaa
Deutsch:gehen
mhd gân anderswo gou,goo ich gaa, du gaasch, är gaad, mr gand, gang! gammär! gand! ich giäng, si gangid, si sind ggangä mr wettid gaa magsch ggaa? hütt mäss öppis gaa? uf das cha mä gaa anderswo goo
Dialekt:gaartnä
Deutsch:Gartenarbeit machen
si sind am Gaartnä, hend ggaartnät
Dialekt:gliichlig
Deutsch:gleichartig
das sind di gliichligä gliichlig lismä! Hebel glichlig
Dialekt:guät
Deutsch:gut
mhd guot bis so guät! sind so guät! = bitte! guät! = bereit! Wännt etz dä hörsch, isch guät und rächt, susch .. > besser, bescht
Dialekt:Gwanät
Deutsch:Gewohnheit
mhd gewonheit Ich han ä Huuffä guäti Gwanätä, aber äs sind alls alti! nüüi leerä ich nümmä! > gwännä
Dialekt:Gwüssnä
Deutsch:
die gewissen Leute Was fürtig sind alig äso a dr Gnossägmeind? - ä so di Gwüssnä! >wüssä, gwüsst
Dialekt:Halbä
Deutsch:Hälfte
ä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa
Dialekt:Hätti
Deutsch:
dr Hätti und dr Wetti sind Brüädärä gsii und hend beed nüüd ghaa! > sötti, wäär, wett
Dialekt:Heu
Deutsch:Heu
mhd höuwe engl hay is Heu gaa, si sind im Heu, si hend Gäld we Heu, si hend ds Heu nüd ufäm gliichä Bodä, etz isch gnuäg Heu dundä! Leitärä
Dialekt:heuä
Deutsch:heuen, Heu ernten
si sind gu heuä undärum Heuä heds afä rägnä
Dialekt:holzä
Deutsch:holzen
= Bäume fällen im Wald mhd holzen si sind gu holzä neu: zuschanden machen > abholzä, uusholzä
Dialekt:inänandinä
Deutsch:ineinander
inänandinä gschossä = frontal zusammengestossen insgesamt betrachtet: inänandinä sinds guäti Lüüt, sinds schlächt Hünd auch -innä, -durä
Dialekt:läbig
Deutsch:lebend, lebendig, lebhaft
isch är nu läbig? äs läbigs Meitli! äs gaad as Läbig ds Brood isch läbig: voller Maden diä Riätär sind läbig (rutschig)
Dialekt:Lumpä
Deutsch:Lumpen
z Lumpä ghiijä = in Konkurs fallen,- nu im Graab = ErbausschlagLeute: das sind Lumpä! Lumpaazi: zerlumpter Mensch (Studentensprache Lumpazi)
Dialekt:Lüschtägi
Deutsch:Lustigkeit
är isch etz au ä Lüschtägi si sind ä Lüschtägi gsii
Dialekt:Luussi
Deutsch:Lauerposten
d Jeger sind uf dr Luussi
Dialekt:mäni
Deutsch:meine ich, meiner Meinung nach
da sinds mäni gfaarä! är isch mäni fort mäni sauft hesch mäni nüüd übärchoo
Dialekt:medig
Deutsch:
nu medig nu medigs = sogar (noch mehr als ..?) Z Amerika heds äsoo dickä Näfäl ghaa: numedigs d Chrääjä sind zfuäss choo! We gaads dr altä Muättär?- Nüd schlächt: wämärä öppis bringt, chochäd si numedigs!
Dialekt:meeär
Deutsch:mehrere, mehrheitlich
di meeärä sind choo di meeärä Maal (die meisten Male) di Meer und di Mindär = Hoch und Niedrig
Dialekt:miär
Deutsch:wir
miär gand miär fand aa miär sind auch mr (süddeutsch)
Dialekt:Muulaffää
Deutsch:Maulaffe(n)
Dr Güntärä Balz hed z Schwiiz ussä im änä Gschäft dr Maa gfraagt: was hend är dä feil? - Muulaffä! - Diä sind mäni woolfeil, as är nur nu einä hend! -
Dialekt:Müüsli
Deutsch:Mäuslein
auch Müüsäli äs sind einisch zwei Müüsli gsii: eis grau und däs andär au!
Dialekt:Näätsch
Deutsch:Borstengras
(vom Vieh gemieden) Uurnär sind einisch mid em Vee durs Taal inä und hend gfraagt: simmär da im Riäd? ds Waltlärts Seebi hed gmacht:?nei, im Näätsch! Lienert Nätsch
Dialekt:nachä
Deutsch:reif, nachgekommen
d Chriäsi sind scho nachä! hesch mögä nachä? äs wäär widär nachä (eine Pflicht) > hindä-, innä-, ussä-, voor-, därvo-
Dialekt:nachäsii
Deutsch:nachsein, bereitsein
isch ds Ässä nüd nachä? (bereit) d Birä sind nachä (reif) das Meitli isch scho schöön nachä = heiratsfähig
Dialekt:nachätwärts(i)
Deutsch:nach und nach, allmählich
nachätwärtsi sinds fertig woordä vgl inäwärts, vorwärts, usswärts
Dialekt:nass
Deutsch:nass
Worum sind d Fischli äso gäärä under umä Brüggli? - ass nüd nass wäärdid, wänns chund gu rägnä! > flätsch-, tropfät-, bach-, nessär, Nessi, netzä
Dialekt:öppis
Deutsch:einige, etwelche
öppis sind dinnä und öppis sind dussä
Dialekt:paar
Deutsch:einige, mehrere
äs sind ä paar choo gad ä paar Lüüt Wägä denä paar Mettler heig ä Pfarr nümmä wellä Chilä haa, drum heissid s etzt Barmettler!
Dialekt:Pf..
Deutsch:
.. die meisten Pf.. sind aus P .. entstanden, sowohl in Schriftdeutsch wie in Mundart,einige auch als blosse Verstärkung von F,siehe folgende:
Dialekt:Phack
Deutsch:Paket
Phäkär, Phäckli, Phackpapiir lat pactum frz paquet neu: Gesindel äs huärä Phack
Dialekt:putzt
Deutsch:geputzt, gesiegt, getötet
PP = plötzli putzt. Im Uurnärland isch ä Buäb mid dräckätä Schuä choo gu altärdiänärä,dr Pfarr seid: moorä sind dä dini Schuä putzt! - Moorädess isch dr Buäb mid schöön putztä Schuä choo,dr Pfarr seid: so, heds d Muättär putzt? - dr Buäb: ich weis nüüd, won ich ggangä bi, hed si nu gläbt! - Am änä andärä Oort hend ä paar alti Mannä midänand gjassät,einärsmaal seid dr eint: ich glaubä mich putzts! är heds uf um Häärz ghaa,äs isch dä abär wiitär ggangä,einärsmaal seid är widär: etz putzts mi! und duä heds ä putzt! > butzä, butzt
Dialekt:quitt
Deutsch:wett, ledig, los
frz quite mhd quit miär sind quitt (die Sache ist erledigt unter uns)
Dialekt:räätig
Deutsch:rätig, eines Rates
si sind si nüd räätig woordä
Dialekt:rugälä
Deutsch:rollen, kollern
mhd rugelen äs Fass rugälä diä Rugäli sind schonu grugälät! > riglä
Dialekt:sächst
Deutsch:sechste
(6.) i dr sächstä Klass si sind z sächstä hööch
Dialekt:Schachä
Deutsch:Schachen
mhd schache Verbreiteter Flurname Riäd und Schachä, sind des Tüüfels Rachä
Dialekt:Schanzä
Deutsch:Schanze
(Festungswerk) mhd schanz: 1799 am 20. Brachet sind die Schanzen in der alten Husmatt weggeplündert worden > Franzosenschanze neu: Skisprungschanze
Dialekt:Schlipf
Deutsch:Erdrutsch im steilen Wiesland,Schneerutsch
mhd slipfe engl slip äs sind ä par Schlipf ggangä 1421 (2) der alt Schlipföwer: von der Schlipfau in Oberiberg 1846 im August viele Erdschlipfe (Brächen) Der Bergschlipf im Muotathal
Dialekt:Schlufänä
Deutsch:nachlässige Arbeiter
von Schlufi Schlufänä sind är allzämä!
Dialekt:schnuurpfä
Deutsch:notdürftig nähen
ä Schranz schnuurpfä,auch schrumpfen d Öpfel schnuurpfid, sind gschnuurpfät > schnaarpfä, schmuurpfä, zuurpfä
Dialekt:schtääch
Deutsch:fest, gleichstehend
mhd stahel (Stahl, gestählt) miär sind schtääch: gleichwertig
Dialekt:sterchärä
Deutsch:Kraft messen
Si hend äso gschterchärät midänand: weer as mee mög träägä adär weer as mee mög värliidä i dr Chelti - und etz sind all chrumm! (Dr.med H.G.)
Dialekt:Schtaub
Deutsch:Staub
mhd stoub, stoup Wo d Laui im Schtaub choo isch, sind d Bäum scho umghiid, vor d Laui choo isch! > abschtaubä, schtäuppä
Dialekt:schteiriich
Deutsch:steinreich
i dr Schteiweid sinds schteiriich
Dialekt:schtill
Deutsch:still
mhd stille bis schtill! sind einisch schtill! müüslischtill > liislig
Dialekt:Schtränzä
Deutsch:Astrantia Meisterwurz
anderswo: Aschtränzä Pest 1611: Ässid Schtränzä und Bibärnällä! (Wurzeln sind Heilmittel)
Dialekt:schtüpfä
Deutsch:stupfen, stechen
mhd stüpfen Döörnä schtüpfid Stechpalmen sind gschtüpfät, ungschtüpfät (mit oder ohne Dornen)
Dialekt:Seiltänzär
Deutsch:Seiltänzer
ds Predigärs zwee sind zmitzt im Summär mid emä Horämänär obsi: miär müänd dänk üüsä Seiltänzär gu holä! > Voorsiitä
Dialekt:si
Deutsch:sie
(unbetont) si isch choo si sind choo > sii
Dialekt:sii
Deutsch:sie
(betont, > si) sii darf, äär nüüd! sii sinds gsii, nüd miär!
Dialekt:sii
Deutsch:sein, bleiben
ich bi, du bisch, är isch, mr sind, simmär, i siig, i wäär, i bi gsii eifach ä chli sii lach das la sii! eistär muäss äs iich sii!
Dialekt:taa
Deutsch:getan
das hesch käm Tootnä taa! äs heds duä ttaa > tuä In ärä Familli mid ä Huuffä Goofä hend alig am Abäd, wänn der Vattär heichoo isch, alli müässä anäschtaa, und dr Vattär hed a jedem dr Reihe naa a Grind anä gschlagä,wänn eis grüäft hed: i ha dä nüüd ttaa! - hed är gseid: tuäsch dänk nu! und drnaa sinds abghockät zum ds Nacht ässä!
Dialekt:tagä
Deutsch:tagen, Tag werden
äs tagät scho! frünär sinds uf Argau gu tagä neu: tagäds diär afig?
Dialekt:teigg
Deutsch:weich
(Birnen) mhd teig d Birä teiggid, sind scho teigg
Dialekt:Tratz
Deutsch:Trotz
mhd tratz, trutz z Tratz = zu Trotz, aus Trotz, erst recht nichtz tratz sinds nüd choo z tratz gaan i nüüd
Dialekt:trochä
Deutsch:trocken
mhd trucken äs isch trochä (es herrscht Trockenheit)Am änä Pfarr isch ds Huus värbrunnä und är hed gjammärät, as im alli Predigä värbrunnä siigid,da hed einä gseid: i glaubä wool as diä all värbrunnä sind, si sind trochä gnuäg gsii! neu trochnig
Dialekt:Trütsch
Deutsch:
Familienname Neuviertel 1526 Hans Trutsch von Wägis und sin Bruoder Melchior hand Landrecht eröffnet, dass ihr Vorderen im Muottathal gesessen gsin sind Heini Schmidig den man nempt der Trütsch
Dialekt:Tschoopä
Deutsch:Kittel, Jacke, Joppe
d Tschööpä abziä und d Eermel umälitzä!ital giubba mhd joppe, juppe, schôpe, tjoppe = Wams auch Mann (Jackenträger): drii Tschööppä sind choo auch: ein bisschen äs hed ä Tschoopä gwaarmät
Dialekt:Tschööpel
Deutsch:
?derb für Mann (Tschopenträger) ä huärä, ä friinä Tschööpul! di andärä Tschööplä sind scho ggangä
Dialekt:uziitig
Deutsch:unzeitig, unreif
(Früchte) mhd unzîtig 1748 merkwürdig dass hier an einem Apfelbaum an einem Ast zeitige und unzeitige Äpfel sind!