Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
naanach, entlangam Wääg naa, där Maarch naa, dr Naasä naa, dr Muätaa naa, dr Hööchi naa, dr Längi naa, dr Chüürzi naa > nachä, änandäränaa
Naa-Nach-> Naach-
NaaguuNachgeschmack
NaaheligNachheiligtag
NaasummärNachsommer, schöner Herbstanfang
NaawindNachwind, Sog(Laui, Föhn, Eisenbahn) > Tuusch
NaawintärNachwinter, Spätwinter, noch nicht Lanzig> Namittag
naagäänachgebenächli voor- und naagää d Chelti hed naaggää
naagändsnachgehends, gegen Ende
naatuänachtun, Nachgedächtnis haltenä wem tuänds da naa? naattaa auch nachätuä
naachnach, entlang(betont)mhd nâch > na, naa, nachä, nooch
Naach-Nach-
Naachgmeindnachgeholte (ausserordentliche) Landsgemeinde
NaachheiligtaagNachheiligtag(Weihnachten, Ostern, Pfingsten) auch Naahelig
NaachfaaräNachfahren, Nachkommen
NaachlassNachlass, Hinterlassenschaft
NaachnaamNachnahme(neu, Postwort)
NaachnamäNachname, Beinamemhd nachname
NaachpuurNachbar> Nachpur
NaachrichtäNachrichtenvom Radio
NaachruäfNachruf(Nekrolog) Äs isch niämärt äsoo guät we sin Naachruäf - und niämärt äsoo schlächt we sin Ruäf!
NaadläNadelmhd nâdel Verkl. Näädäli >?Naat, Chriisnaadlä, Gufä
naadläTannen-Nadeln verlierendr Chrischtbaum naadlät > chriisä
NaasäNasemhd nase d Naasa butzä uf d Naasä schiässä dr Naasä nachä > Schnudär-, Wundär-
NaasäblüätäNasenbluten
NaasäbööggäNasenbrocken
NaasälumpäNasenlumpen, Nastuch> Fazzäneetli
NaasäschnüüzäNasenschneuzen
NaasäschpiägälNasenspiegel(Brille)
NaatNahtäs Näätli i dä Haarä: Scheitel Mz Näät
NaazäFamilienzuname Nachkommen des Ignaz Schelbert
Naazlis NaazFamilienzuname Ignaz Schelbert
aana dr Sunnä a dr Muotaa a d Heiteri gaa a d Händ früürä a dr Naasä nää a Wiänachtä a dä Fiirtigä a dr Fasnacht a dr Gmeind (an der Versammlung) a dä Bluämä schmöckä, Wemfall (Dativ) a wem bisch du? a wem isch das Auto? gib s a dä Goofä! gib s a miär! seisch äs a niämerem! a dem gseet mäs nüd aa a allem aa Hau a dr Chatz dr Schwanz ab > a dr, am, an
ämaleinmaläs isch ämal einä i d Schiissä appäghiid, dä hed är drnaa gseid: amänä Oort muäss mä dänk sii! > einisch
änandäränaaschnell, eilig, sofort(= einer dem anderen nach)
baldfrüher bei uns völlig ungebräuchlich >änandäränaa, gleitig, glii
Bööggäkleines UndingBööggä-Album (Nastuch) > Naasäbööggä
boräbohrenbeim Schreiner, Schmied, Zahnarzt i dr Naasä borä
butzäputzenmhd buzen > putzt, värbutzä reinigen Schuä butzä Naasä butzä butzä, nüd bützälä! bbutzt und gsträälät > abbutzä, uusbutzä
cheibunwillkommencheibä Züüg, cheibä Wätter, cheibä Zändwee, der cheibä Roscht, diä cheibä Naadlä het mi gschtochä! Verstärkung: cheibä schöön Ein Pfarrer (oder ein Ehemann) ist im 1. Jahr ä cheibä schöönä, im 2. Jahr ä schöönä, im 3. Jahr ä cheibä, im 4. Jahr ä schöönä cheibä!
ChriisnaadläTannennadeln
chriisäFallen der Tannennadeln> naadlä
ChrüüzKreuzzeichends Chrüüz machä Wännt etz dä nüd bessär jassisch, sä mach dr ds Chrüüz, und drnaa chasch ächli is Bett! übers Chrüüz (querüber)
därnaadanach, nachherund därnaa sinds .. und därnaa isch .. hörte man früher so schön beim Erzählen,jetzt hört man meistens nachäthäär
därnaaje nachdem, dementsprechenddärnaa für einä äs hätti Heu, aber ds Wätter isch nüd därnaa äs isch därnaa äs Preichä
därnaafürtiggewissedärnaafürtig dörfid alls > fürtig
diädiesediä (betont) diä huärä Huänder! diä Hitz! diä Farbä! Zmitzt i dr?Nacht hends am Doktär aaglüütät: däs Chlii hed ä Naadlä värschlückt! Dä fraagt dr Doktär: bruuchid iär diä Naadlä nu diä Nacht?
EltiÄlte(Alter) i siinär Elti, vor Elti nümmä mögä, dr Elti naa iischriibä
fürEigenschaftwas isch das für einä? drnaa für einä > fürig, fürtig
gältägelten/gegoltenggultä mhd gelten Dr Pfarr hätt bim Alpävärsägnä zletscht nu söllä hööch uufä und hed nümmä mögä,dä hed är uufägrüäft: ghööräd iär mi? - Jaa! - Dä sölls gältä vo da undänuufä! - Drnaa hends dobä ä Chääs zeigt und grüäft: öb är ä gsääch? - Jaa! - Ja dä sölls ä gältä!
gleitigschnell, sofortmhd geleitig, gelenkig)chumm gleitig! dr gleitigä wägät (auf schnelle Art) der gleitigär isch zeerscht> gschwind, änandäränaa, hurtig
GmeindGemeindeurspr. und heute noch: Versammlung der Bürger, der Genossen > Naach-, Uus-,jetzt auch: Gebiet, Verwaltung, Büro der Gemeinde: uf dr Gmeind)
GnaadGnade
Gnaad Gottmöge Gottes Gnade dies verhüten (oder bestrafen)!
GnaadähüüchlärScheinheiliger
gnuugenommengnummen äs hed alls gnuu = alles erfroren, abgestorben, verdorben, mitgerissen >?nää LU gnoo ZH gnaa
grübläbohrend grabenmhd grübelen i dä Oorä (i dr Naasä) grüblä neu: nachdenken
GuuGeschmack im Mundfrz gou Guu gää (würzen), Guu nää (schal werden) > Ab-, Häärd-, Naa-, Mang
GwundärGewunder(sich wundern) -chrattä, -fitz, -füdlä, -naas, -sack, -seckli, -suppä (vgl dagegen Wunderkind,Wundermittel)
HaagänaasäHakennase
HeiligtaagHeiliger Tag(Weihnachten, Ostern, Pfingsten) > Naaheilig
heligalte Form für heilig: Helig Aabäd, Helig Nacht, Helig Taag, Naahelig
hübschälisorgfältig, sachte, bedächtigmhd hubschlich Mann zur Frau in Seenot: Tuä du Rüw und Leid ärweckä, und drnaa lach die hübschäli appä! Alter Mann: Mä muäss dänk ä so hübschäli värhiijä!
HützgärSchluckaufanderswo: Hitzgär, Gluxi, Hitzgi, Hixi wä mä dr Hützgär übärchund, gschwind ä Schtei uufläsä, det anä schpeuzä, und drnaa dr Schtei widär druuf tuä!
IpsTabakspfeife aus Gipsmhd gips, vgl. Ybbs (Fluss und Ort westlich Melk A) Eim hends einisch dr Ips mit Schwarzpulver gladä: är isch drnaa ä chli schwarz gsii im Gsicht!
laalassenmhd lâzen ich laa, du laasch, är laad, mr land, lach! lammär! land! i liäss, ich lassi, ich ha gglaa tuä das la sii laa! ich laa di la sii! > aa-, ab-, appä-, durä-, fürä-, loos-, inä-, naa-, usänand-, uss-, uus-, zämä-, zuä-, zuächä-, zwäg-
maschgäräädlämaskiert an die Fasnacht gehen Ds Kandiiters Hans hed müässä fürächnüüä und hed drnaa gseid: äs isch nüd zviil, wännt drfüür chasch zweimaal maschgäräädlä!
mauglädunkelwerden(anderswo Morgendämmerung) äs mauglät im Mauglä im Naamaugli 1997: “Maugler-Club Illgau” auch: augenzwinkern, dahinsiechen. Herkunft unklar) engl muggy (schwül, nieselig )
nanachna Chiläs, na Hiirtäs, na Mälchäts, na dr Schuäl, na dä zwölfi, na dä einä, na dä Fiirtigä > Namittaag, Naa- , nachä
nachnachnach um Ässä nach ärä Wuchä anderswo naa > na, naa
nachähaanachhaben> naatuä (Gedächtnis halten)
nachäschnaaggänachkriechenSchuänis Thummäs hed einisch usinnig düürschtät und isch anä See gu trinkä: är heig drüümaal müässä nachäschnaaggä!
nachätuä2) Gedächtnis in der Kirche für jemanden > naatuä
obsiaufwärtsäs gaad obsi (wörtlich, bildlich) obsi und nidsi äs chund mr alls obsi (Brechreiz) Obsifrisuur (aufgesteckte Haare), Obsinaasä (Stupsnase)
Pfnaaschetwas wie > Tschaargg
pfnaaschäschwer tun
pfuusäbrausenmhd phûsen dr Wind pfuusät Dr alt Chräämär hed si la värsee und seid drnaa: sä lammärs etz la pfuusä! (den Schlitten sausen lassen: wie früher oft im Winter beim Heuholen auf Illgau) neu: schlafen.
RuäffRufmhd ruof > Bätt-, Gant-, Naach-
rümpfärümpfenmhd rümphen runzelig machen d Naasä rümpfä
rünnärinnen, ausrinnenmhd rinnen, rünnen grunnä d Leitig rünnt d Naasä rünnt
RutzRuck und daraus Riss im Tuch, im Holz är hed ä Rutz gnuu und därnaa heds ä Rutz ggää Familienname Rutz > Ritz
SatzSatzmhd satz (von setzen). Mz Sätz Vielfältige Verwendung: i dä Bäärgä heds ä Huuffä Sätz,i dr Schuäl müänds Sätz und Uufsätz machä,dr Schriinär macht au Uufsätz (abär us Holz),dr Schuäni macht Absätz und Iisätz, und ä Chrischt macht guäti Voorsätz,drnaa für Tiärli nänd usinnägi Sätz, wänns värchlüpfid,einä tuät ä Satz i Ziitig, und wämä dr Kafi fertig trinkt, heds zletzscht nu Satz am Bodä! Und einä isch i d Sätz choo! (wütend geworden)
schmuurpfäschrumpfengschmuurpfäti Öpfel > schnaarpfä, schnuurpfä
schnaaggäkriechen(wie eine Schnake) > nachäschnaaggä 1649 man sieht Schnägt herumschnaggen
SchnaaggäSchnakemhd snake 1) Stechmücke 2) Nacktschnecke > Schnägg
schnaarpfäschrumpfen
SchnäggSchneckemhd snecke Schnäggä > schnaaggä 1) Schnecke Ez, Mz Schnäggä, decklät Schnäggä, Schnudär-, Kapiziner- 2) kurzer Wagen oder Schlitten mit 2 Rädern Schnäggämänär 3) rundes Gebäck (wie Schn.haus) vgl Schneggenburger (Wein)
schnällschnellbisher völlig ungebräuchlich bei uns, dafür: änandäränaa, gleitig, gschwind, hurtig, raass > schnellä
SchnudärnaasRotznase, ungepflegtes KindMz Schnudärnääs
schnuurpfänotdürftig nähenä Schranz schnuurpfä,auch schrumpfen d Öpfel schnuurpfid, sind gschnuurpfät > schnaarpfä, schmuurpfä, zuurpfä
SchpannaadäräAchillessehne
schwarznäschwarzen Kaffee trinkenEin Bub war bei den Kapuzinern zum Mittagessen und erzählte: und drnaa hemmär gschwarznät mid denä Kapiziinär!
SiitäschtächäSeitenstechendä muäs mä undär ä Schtei schpeuzä und drnaa dr Schtei widär druufleggä!
singäsingenIm Bisistaal hed dr Kapälaan predigät, äs muässid etz all singä mid dem nüüwä Büächli - ds Schmidigs Aläwiisi hed drnaa värussä gseid: as lang as iich daa i z Chilä gaa, singid daa nüd all! Vo Hand singä = ohne Orgelbegleitung ds Heimä värsungä: mit Lustigleben verloren
taagetandas hesch käm Tootnä taa! äs heds duä ttaa > tuä In ärä Familli mid ä Huuffä Goofä hend alig am Abäd, wänn der Vattär heichoo isch, alli müässä anäschtaa, und dr Vattär hed a jedem dr Reihe naa a Grind anä gschlagä,wänn eis grüäft hed: i ha dä nüüd ttaa! - hed är gseid: tuäsch dänk nu! und drnaa sinds abghockät zum ds Nacht ässä!
TätschPlattgedrücktes-chappä, -dach, -huät, -naasä, Eiär- -
TschaarggSchlufiPfnaasch, Tschiänggi, chund nüd fürsi mhd schâr = Fleisch (sterblicher Mensch frz chaire)
tuätun, machenmhd tuon ich tuä, du tuäsch, är tuäd, mr tüänd, tuä! tüämmär! tüänd! ich täät, ich tüäg, i ha ttaa tuä etz braaf! we das tuäd! äs tuät’s etz dä! > aa- ab- ii- inä- übär- hii- naa- uuf- uus- vär- zuä- zuächä- Hilfswort (Lötscher 107): tuä schöön ässä! är tuäd ässä är tuäd öppis machä juuzä tuäd är guät chochä tuäd si guät schmöckä tuäd äs guät rägnä tuäds abär nüd windä töönä tuäds schööntüänd schöön ässä! tüänd das la sii laa! tüänd ächli liislig! si tüänd heuä, holzä, brüggnä, schaffä, läsä, rächnä, schriibä .. müässä tüänds nüüd, abär machä söttäts äs! tüämär (tüänd miär) das machä! tüämär das machä? tuä mär d Türä uuf! d Bei tüämär (tüänd miär) wee die Beine tun mir wehich ha z tuä höfliche Bitte: tuäsch miär das machä? täätid iär das machä?
TuuschTauschmhd tûsch 1582 ein Tusch troffen Luftzug (> Naawind)
värschlückäverschlucken1) Zmitzt i dr Nacht hends am Dokter aaglüütät, däs Chlii heig ä Naadlä värschlückt! Da fragt der Dokter: bruuchid iär diä Naadlä hinäd nu? 2) in den falschen Schluck bekommen
värsüüäversauen, verunreinigen, verschwenden, verderbenSi hend alls värsüüät - und därnaa isch d Fluä choo! das schlächt Wättär hed dr ganz Summär värsüüät
weewehtuäds wee? (macht es Schmerzen?) äs isch einä gu Zänd la ziä uf Schwiiz,dr Doktr hed drnaa gfraagt: hend Sie’s schtarch gschpüürt? da seid der alt Jeger: gschpüürt han i nüüd, abär wee ttaa heds we värrreckt!
wesiwässerigwesi Gümel, ä wesi Naase (Übername: dr Wesi)
WundärWunderäs Wundär! scho widär äs Wundär! -chrattä, -fitz, -füdlä, -naasä, -suppä
zhindärisch(t)zuhinterstDr Güntärä Balz isch zschpaat choo zum Hauptvärläsä, dr Haupmä hed ä aagschnerzt und drnaa befolä: zhindärisch iischtaa! - dr Balz isch glii widär fürächoo: zhindärisch isch scho einä!
zuächälauffäzulaufenä zuächägluffnä Hund (grob für Neuzugezogene vgl BE zuächägschlängget, - gschnaaget = neu zugezogen, nicht einheimisch) -
Dialekt:naa
Deutsch:nach, entlang
am Wääg naa, där Maarch naa, dr Naasä naa, dr Muätaa naa, dr Hööchi naa, dr Längi naa, dr Chüürzi naa > nachä, änandäränaa
Dialekt:Naa-
Deutsch:Nach-
> Naach-
Dialekt:Naaguu
Deutsch:Nachgeschmack
Dialekt:Naahelig
Deutsch:Nachheiligtag
Dialekt:Naasummär
Deutsch:Nachsommer, schöner Herbstanfang
Dialekt:Naawind
Deutsch:Nachwind, Sog
(Laui, Föhn, Eisenbahn) > Tuusch
Dialekt:Naawintär
Deutsch:Nachwinter, Spätwinter, noch nicht Lanzig
> Namittag
Dialekt:naagää
Deutsch:nachgeben
ächli voor- und naagää d Chelti hed naaggää
Dialekt:naagänds
Deutsch:nachgehends, gegen Ende
Dialekt:naatuä
Deutsch:nachtun, Nachgedächtnis halten
ä wem tuänds da naa? naattaa auch nachätuä
Dialekt:naach
Deutsch:nach, entlang
(betont)mhd nâch > na, naa, nachä, nooch
Dialekt:Naach-
Deutsch:Nach-
Dialekt:Naachgmeind
Deutsch:
nachgeholte (ausserordentliche) Landsgemeinde
Dialekt:Naachheiligtaag
Deutsch:Nachheiligtag
(Weihnachten, Ostern, Pfingsten) auch Naahelig
Dialekt:Naachfaarä
Deutsch:Nachfahren, Nachkommen
Dialekt:Naachlass
Deutsch:Nachlass, Hinterlassenschaft
Dialekt:Naachnaam
Deutsch:Nachnahme
(neu, Postwort)
Dialekt:Naachnamä
Deutsch:Nachname, Beiname
mhd nachname
Dialekt:Naachpuur
Deutsch:Nachbar
> Nachpur
Dialekt:Naachrichtä
Deutsch:Nachrichten
vom Radio
Dialekt:Naachruäf
Deutsch:Nachruf
(Nekrolog) Äs isch niämärt äsoo guät we sin Naachruäf - und niämärt äsoo schlächt we sin Ruäf!
Dialekt:Naadlä
Deutsch:Nadel
mhd nâdel Verkl. Näädäli >?Naat, Chriisnaadlä, Gufä
Dialekt:naadlä
Deutsch:Tannen-Nadeln verlieren
dr Chrischtbaum naadlät > chriisä
Dialekt:Naasä
Deutsch:Nase
mhd nase d Naasa butzä uf d Naasä schiässä dr Naasä nachä > Schnudär-, Wundär-
Dialekt:Naasäblüätä
Deutsch:Nasenbluten
Dialekt:Naasäbööggä
Deutsch:Nasenbrocken
Dialekt:Naasälumpä
Deutsch:Nasenlumpen, Nastuch
> Fazzäneetli
Dialekt:Naasäschnüüzä
Deutsch:Nasenschneuzen
Dialekt:Naasäschpiägäl
Deutsch:Nasenspiegel
(Brille)
Dialekt:Naat
Deutsch:Naht
äs Näätli i dä Haarä: Scheitel Mz Näät
Dialekt:Naazä
Deutsch:
Familienzuname Nachkommen des Ignaz Schelbert
Dialekt:Naazlis Naaz
Deutsch:
Familienzuname Ignaz Schelbert
Dialekt:a
Deutsch:an
a dr Sunnä a dr Muotaa a d Heiteri gaa a d Händ früürä a dr Naasä nää a Wiänachtä a dä Fiirtigä a dr Fasnacht a dr Gmeind (an der Versammlung) a dä Bluämä schmöckä, Wemfall (Dativ) a wem bisch du? a wem isch das Auto? gib s a dä Goofä! gib s a miär! seisch äs a niämerem! a dem gseet mäs nüd aa a allem aa Hau a dr Chatz dr Schwanz ab > a dr, am, an
Dialekt:ämal
Deutsch:einmal
äs isch ämal einä i d Schiissä appäghiid, dä hed är drnaa gseid: amänä Oort muäss mä dänk sii! > einisch
Dialekt:änandäränaa
Deutsch:schnell, eilig, sofort
(= einer dem anderen nach)
Dialekt:bald
Deutsch:
früher bei uns völlig ungebräuchlich >änandäränaa, gleitig, glii
Dialekt:Bööggä
Deutsch:kleines Unding
Bööggä-Album (Nastuch) > Naasäbööggä
Dialekt:borä
Deutsch:bohren
beim Schreiner, Schmied, Zahnarzt i dr Naasä borä
Dialekt:butzä
Deutsch:putzen
mhd buzen > putzt, värbutzä reinigen Schuä butzä Naasä butzä butzä, nüd bützälä! bbutzt und gsträälät > abbutzä, uusbutzä
Dialekt:cheib
Deutsch:unwillkommen
cheibä Züüg, cheibä Wätter, cheibä Zändwee, der cheibä Roscht, diä cheibä Naadlä het mi gschtochä! Verstärkung: cheibä schöön Ein Pfarrer (oder ein Ehemann) ist im 1. Jahr ä cheibä schöönä, im 2. Jahr ä schöönä, im 3. Jahr ä cheibä, im 4. Jahr ä schöönä cheibä!
Dialekt:Chriisnaadlä
Deutsch:Tannennadeln
Dialekt:chriisä
Deutsch:Fallen der Tannennadeln
> naadlä
Dialekt:Chrüüz
Deutsch:Kreuzzeichen
ds Chrüüz machä Wännt etz dä nüd bessär jassisch, sä mach dr ds Chrüüz, und drnaa chasch ächli is Bett! übers Chrüüz (querüber)
Dialekt:därnaa
Deutsch:danach, nachher
und därnaa sinds .. und därnaa isch .. hörte man früher so schön beim Erzählen,jetzt hört man meistens nachäthäär
Dialekt:därnaa
Deutsch:je nachdem, dementsprechend
därnaa für einä äs hätti Heu, aber ds Wätter isch nüd därnaa äs isch därnaa äs Preichä
Dialekt:därnaafürtig
Deutsch:gewisse
därnaafürtig dörfid alls > fürtig
Dialekt:diä
Deutsch:diese
diä (betont) diä huärä Huänder! diä Hitz! diä Farbä! Zmitzt i dr?Nacht hends am Doktär aaglüütät: däs Chlii hed ä Naadlä värschlückt! Dä fraagt dr Doktär: bruuchid iär diä Naadlä nu diä Nacht?
Dialekt:Elti
Deutsch:Älte
(Alter) i siinär Elti, vor Elti nümmä mögä, dr Elti naa iischriibä
Dialekt:für
Deutsch:Eigenschaft
was isch das für einä? drnaa für einä > fürig, fürtig
Dialekt:gältä
Deutsch:gelten/gegolten
ggultä mhd gelten Dr Pfarr hätt bim Alpävärsägnä zletscht nu söllä hööch uufä und hed nümmä mögä,dä hed är uufägrüäft: ghööräd iär mi? - Jaa! - Dä sölls gältä vo da undänuufä! - Drnaa hends dobä ä Chääs zeigt und grüäft: öb är ä gsääch? - Jaa! - Ja dä sölls ä gältä!
Dialekt:gleitig
Deutsch:schnell, sofort
mhd geleitig, gelenkig)chumm gleitig! dr gleitigä wägät (auf schnelle Art) der gleitigär isch zeerscht> gschwind, änandäränaa, hurtig
Dialekt:Gmeind
Deutsch:Gemeinde
urspr. und heute noch: Versammlung der Bürger, der Genossen > Naach-, Uus-,jetzt auch: Gebiet, Verwaltung, Büro der Gemeinde: uf dr Gmeind)
Dialekt:Gnaad
Deutsch:Gnade
Dialekt:Gnaad Gott
Deutsch:
möge Gottes Gnade dies verhüten (oder bestrafen)!
Dialekt:Gnaadähüüchlär
Deutsch:Scheinheiliger
Dialekt:gnuu
Deutsch:genommen
gnummen äs hed alls gnuu = alles erfroren, abgestorben, verdorben, mitgerissen >?nää LU gnoo ZH gnaa
Dialekt:grüblä
Deutsch:bohrend graben
mhd grübelen i dä Oorä (i dr Naasä) grüblä neu: nachdenken
Dialekt:Guu
Deutsch:Geschmack im Mund
frz gou Guu gää (würzen), Guu nää (schal werden) > Ab-, Häärd-, Naa-, Mang
Dialekt:Gwundär
Deutsch:Gewunder
(sich wundern) -chrattä, -fitz, -füdlä, -naas, -sack, -seckli, -suppä (vgl dagegen Wunderkind,Wundermittel)
Dialekt:Haagänaasä
Deutsch:Hakennase
Dialekt:Heiligtaag
Deutsch:Heiliger Tag
(Weihnachten, Ostern, Pfingsten) > Naaheilig
Dialekt:helig
Deutsch:
alte Form für heilig: Helig Aabäd, Helig Nacht, Helig Taag, Naahelig
Dialekt:hübschäli
Deutsch:sorgfältig, sachte, bedächtig
mhd hubschlich Mann zur Frau in Seenot: Tuä du Rüw und Leid ärweckä, und drnaa lach die hübschäli appä! Alter Mann: Mä muäss dänk ä so hübschäli värhiijä!
Dialekt:Hützgär
Deutsch:Schluckauf
anderswo: Hitzgär, Gluxi, Hitzgi, Hixi wä mä dr Hützgär übärchund, gschwind ä Schtei uufläsä, det anä schpeuzä, und drnaa dr Schtei widär druuf tuä!
Dialekt:Ips
Deutsch:Tabakspfeife aus Gips
mhd gips, vgl. Ybbs (Fluss und Ort westlich Melk A) Eim hends einisch dr Ips mit Schwarzpulver gladä: är isch drnaa ä chli schwarz gsii im Gsicht!
Dialekt:laa
Deutsch:lassen
mhd lâzen ich laa, du laasch, är laad, mr land, lach! lammär! land! i liäss, ich lassi, ich ha gglaa tuä das la sii laa! ich laa di la sii! > aa-, ab-, appä-, durä-, fürä-, loos-, inä-, naa-, usänand-, uss-, uus-, zämä-, zuä-, zuächä-, zwäg-
Dialekt:maschgäräädlä
Deutsch:
maskiert an die Fasnacht gehen Ds Kandiiters Hans hed müässä fürächnüüä und hed drnaa gseid: äs isch nüd zviil, wännt drfüür chasch zweimaal maschgäräädlä!
Dialekt:mauglä
Deutsch:dunkelwerden
(anderswo Morgendämmerung) äs mauglät im Mauglä im Naamaugli 1997: “Maugler-Club Illgau” auch: augenzwinkern, dahinsiechen. Herkunft unklar) engl muggy (schwül, nieselig )
Dialekt:na
Deutsch:nach
na Chiläs, na Hiirtäs, na Mälchäts, na dr Schuäl, na dä zwölfi, na dä einä, na dä Fiirtigä > Namittaag, Naa- , nachä
Dialekt:nach
Deutsch:nach
nach um Ässä nach ärä Wuchä anderswo naa > na, naa
Dialekt:nachähaa
Deutsch:nachhaben
> naatuä (Gedächtnis halten)
Dialekt:nachäschnaaggä
Deutsch:nachkriechen
Schuänis Thummäs hed einisch usinnig düürschtät und isch anä See gu trinkä: är heig drüümaal müässä nachäschnaaggä!
Dialekt:nachätuä
Deutsch:
2) Gedächtnis in der Kirche für jemanden > naatuä
Dialekt:obsi
Deutsch:aufwärts
äs gaad obsi (wörtlich, bildlich) obsi und nidsi äs chund mr alls obsi (Brechreiz) Obsifrisuur (aufgesteckte Haare), Obsinaasä (Stupsnase)
Dialekt:Pfnaasch
Deutsch:
etwas wie > Tschaargg
Dialekt:pfnaaschä
Deutsch:schwer tun
Dialekt:pfuusä
Deutsch:brausen
mhd phûsen dr Wind pfuusät Dr alt Chräämär hed si la värsee und seid drnaa: sä lammärs etz la pfuusä! (den Schlitten sausen lassen: wie früher oft im Winter beim Heuholen auf Illgau) neu: schlafen.
Dialekt:Ruäff
Deutsch:Ruf
mhd ruof > Bätt-, Gant-, Naach-
Dialekt:rümpfä
Deutsch:rümpfen
mhd rümphen runzelig machen d Naasä rümpfä
Dialekt:rünnä
Deutsch:rinnen, ausrinnen
mhd rinnen, rünnen grunnä d Leitig rünnt d Naasä rünnt
Dialekt:Rutz
Deutsch:
Ruck und daraus Riss im Tuch, im Holz är hed ä Rutz gnuu und därnaa heds ä Rutz ggää Familienname Rutz > Ritz
Dialekt:Satz
Deutsch:Satz
mhd satz (von setzen). Mz Sätz Vielfältige Verwendung: i dä Bäärgä heds ä Huuffä Sätz,i dr Schuäl müänds Sätz und Uufsätz machä,dr Schriinär macht au Uufsätz (abär us Holz),dr Schuäni macht Absätz und Iisätz, und ä Chrischt macht guäti Voorsätz,drnaa für Tiärli nänd usinnägi Sätz, wänns värchlüpfid,einä tuät ä Satz i Ziitig, und wämä dr Kafi fertig trinkt, heds zletzscht nu Satz am Bodä! Und einä isch i d Sätz choo! (wütend geworden)
Dialekt:schmuurpfä
Deutsch:schrumpfen
gschmuurpfäti Öpfel > schnaarpfä, schnuurpfä
Dialekt:schnaaggä
Deutsch:kriechen
(wie eine Schnake) > nachäschnaaggä 1649 man sieht Schnägt herumschnaggen
Dialekt:Schnaaggä
Deutsch:Schnake
mhd snake 1) Stechmücke 2) Nacktschnecke > Schnägg
Dialekt:schnaarpfä
Deutsch:schrumpfen
Dialekt:Schnägg
Deutsch:Schnecke
mhd snecke Schnäggä > schnaaggä 1) Schnecke Ez, Mz Schnäggä, decklät Schnäggä, Schnudär-, Kapiziner- 2) kurzer Wagen oder Schlitten mit 2 Rädern Schnäggämänär 3) rundes Gebäck (wie Schn.haus) vgl Schneggenburger (Wein)
Dialekt:schnäll
Deutsch:schnell
bisher völlig ungebräuchlich bei uns, dafür: änandäränaa, gleitig, gschwind, hurtig, raass > schnellä
Dialekt:Schnudärnaas
Deutsch:Rotznase, ungepflegtes Kind
Mz Schnudärnääs
Dialekt:schnuurpfä
Deutsch:notdürftig nähen
ä Schranz schnuurpfä,auch schrumpfen d Öpfel schnuurpfid, sind gschnuurpfät > schnaarpfä, schmuurpfä, zuurpfä
Dialekt:Schpannaadärä
Deutsch:Achillessehne
Dialekt:schwarznä
Deutsch:schwarzen Kaffee trinken
Ein Bub war bei den Kapuzinern zum Mittagessen und erzählte: und drnaa hemmär gschwarznät mid denä Kapiziinär!
Dialekt:Siitäschtächä
Deutsch:Seitenstechen
dä muäs mä undär ä Schtei schpeuzä und drnaa dr Schtei widär druufleggä!
Dialekt:singä
Deutsch:singen
Im Bisistaal hed dr Kapälaan predigät, äs muässid etz all singä mid dem nüüwä Büächli - ds Schmidigs Aläwiisi hed drnaa värussä gseid: as lang as iich daa i z Chilä gaa, singid daa nüd all! Vo Hand singä = ohne Orgelbegleitung ds Heimä värsungä: mit Lustigleben verloren
Dialekt:taa
Deutsch:getan
das hesch käm Tootnä taa! äs heds duä ttaa > tuä In ärä Familli mid ä Huuffä Goofä hend alig am Abäd, wänn der Vattär heichoo isch, alli müässä anäschtaa, und dr Vattär hed a jedem dr Reihe naa a Grind anä gschlagä,wänn eis grüäft hed: i ha dä nüüd ttaa! - hed är gseid: tuäsch dänk nu! und drnaa sinds abghockät zum ds Nacht ässä!
Dialekt:Tätsch
Deutsch:Plattgedrücktes
-chappä, -dach, -huät, -naasä, Eiär- -
Dialekt:Tschaargg
Deutsch:Schlufi
Pfnaasch, Tschiänggi, chund nüd fürsi mhd schâr = Fleisch (sterblicher Mensch frz chaire)
Dialekt:tuä
Deutsch:tun, machen
mhd tuon ich tuä, du tuäsch, är tuäd, mr tüänd, tuä! tüämmär! tüänd! ich täät, ich tüäg, i ha ttaa tuä etz braaf! we das tuäd! äs tuät’s etz dä! > aa- ab- ii- inä- übär- hii- naa- uuf- uus- vär- zuä- zuächä- Hilfswort (Lötscher 107): tuä schöön ässä! är tuäd ässä är tuäd öppis machä juuzä tuäd är guät chochä tuäd si guät schmöckä tuäd äs guät rägnä tuäds abär nüd windä töönä tuäds schööntüänd schöön ässä! tüänd das la sii laa! tüänd ächli liislig! si tüänd heuä, holzä, brüggnä, schaffä, läsä, rächnä, schriibä .. müässä tüänds nüüd, abär machä söttäts äs! tüämär (tüänd miär) das machä! tüämär das machä? tuä mär d Türä uuf! d Bei tüämär (tüänd miär) wee die Beine tun mir wehich ha z tuä höfliche Bitte: tuäsch miär das machä? täätid iär das machä?
Dialekt:Tuusch
Deutsch:Tausch
mhd tûsch 1582 ein Tusch troffen Luftzug (> Naawind)
Dialekt:värschlückä
Deutsch:verschlucken
1) Zmitzt i dr Nacht hends am Dokter aaglüütät, däs Chlii heig ä Naadlä värschlückt! Da fragt der Dokter: bruuchid iär diä Naadlä hinäd nu? 2) in den falschen Schluck bekommen
Dialekt:värsüüä
Deutsch:versauen, verunreinigen, verschwenden, verderben
Si hend alls värsüüät - und därnaa isch d Fluä choo! das schlächt Wättär hed dr ganz Summär värsüüät
Dialekt:wee
Deutsch:weh
tuäds wee? (macht es Schmerzen?) äs isch einä gu Zänd la ziä uf Schwiiz,dr Doktr hed drnaa gfraagt: hend Sie’s schtarch gschpüürt? da seid der alt Jeger: gschpüürt han i nüüd, abär wee ttaa heds we värrreckt!
Dialekt:wesi
Deutsch:wässerig
wesi Gümel, ä wesi Naase (Übername: dr Wesi)
Dialekt:Wundär
Deutsch:Wunder
äs Wundär! scho widär äs Wundär! -chrattä, -fitz, -füdlä, -naasä, -suppä
Dialekt:zhindärisch(t)
Deutsch:zuhinterst
Dr Güntärä Balz isch zschpaat choo zum Hauptvärläsä, dr Haupmä hed ä aagschnerzt und drnaa befolä: zhindärisch iischtaa! - dr Balz isch glii widär fürächoo: zhindärisch isch scho einä!
Dialekt:zuächälauffä
Deutsch:zulaufen
ä zuächägluffnä Hund (grob für Neuzugezogene vgl BE zuächägschlängget, - gschnaaget = neu zugezogen, nicht einheimisch) -