Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
halbhalbmhd halb, halp halb, halbä, halbi, halbs,halb und halb > Sunnä-, Schattä-
BalmHalbhöhleroman. Alpenwort verkl. Bälmäli Balmblätz
eischellighalbbatzig(1 Schilling wert)
HalbbatzäHalbbatzen 5 Rappen
HalbbätzlerHalbbatzen 5 Rappen
Halbbroodein Kilogramm Brot
Halbdozzädhalbes Dutzend, sechs Stück
HalbfrankäHalber Franken
HalbliterHalber Liter
Halbpfund250 Gramm
Halbräpplerhalber Rappen
HalbschuäHalbschuhe
HalbfiirtigHalbfeiertag(nur Vormittag)
Halbmänärschwerer Halbschlitten
HalbringHalbkreismhd halb ring
HalbtürliHalbtürleinan Alphütten
Halbihalbe Zeitäs isch Halbi, halbi Eis, halbi Zwölfi
halbäin die Hälfte teilen, halbieren
halbäwägäthalben Weges, halbfertigauch: halbäwägs
HalbäHälfteä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa
Halbärlihalbes Kilobrot
halbfeisshalbfeiss
halbfertighalbfertig
halbfränkighalbfränkig
halbläärhalbleer
halbtoodhalbtot
halbvollhalbvoll
halbbatzighalber Batzen(= wenig) wert
halbelligeine halbe Elledr Halbellig: Prediger mit engen Gesten
halbläbighalblebend
halbläbigerschöpft
halbliinighalbleinig
halbliinigbodenständig
halbliinigbäuerlich
halblitärläum einen halben Liter spielen
halbiärähalbieren(neu)
halbshalbesäs halbs Meitli (fast ein Mädchen)
halbziitshalbe Zeit, meistenshalbziits uf eim Chuächä > Helfti, Chuächä
Schludärhalbdick gewordene eklige Flüssigkeitauch Gschlüdär
Gschlüdärhalbdick gewordene eklige Flüssigkeitauch Schludär
ablaaloslassenä Schutz dr Hund ds Vee ds Chalb d Suu ä Seich > Ablass
abschiinigabscheinendschattenhalb, wenig Sonne > schiinä
Achti8 Uhräs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli
AlpächalbSpassvogel
altärsaltershalbenwe vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä
andärhalbanderthalb, eineinhalb1 1/2
änthalbäenthalben, halbieren(Heu, Äpfel usw)
Batzä10-Rappenstück7 Batzä, 12 Batzä Id 4 > Göttibatzä, Halbbatzä, Zweebätzlär
Blätzkleines Stückä Blätz Land, ä Blätz Wald, ä Blätz Schnee > Gaartä- , Boonä-, Heu-, Beeri-, Leer- mhd blez > Platz, Plätz Flurname: (auch Plätz) Blätz (Stoos, Wallis), Bock-, Böllä-, Distlä-, Chalber-, Hasä-, Häxä-, Milch-, Munggä-, Ried-, Schmalaui-, Spil-, Tor-
ChalbKalbahd chalp Junges einer Kuh: ein Kalb Schimpfwort: äs huärä Chalb
chalbäräKalb gebärenSchimpfwort, was hesch da gchalbärät? nüd äso gchalbärät tuä! Sprichwort: mä muäss d Chüä la chalbärä und d Lüüt la redä!
ChalbärFlurnamen > Chalbärband, Chalbärberg, Chalbärblätz, Chalbärloch, Chalbärtal, Chalbärweid
ChalberbäärgKalberbergFlurname Illgau (Bürgler)
ChalbäriiKalberei, dummes Gebaren
chalbärlüämdigverliebtes Tun
ChuächäKufeLaufschiene Schlitten (Kluge: schweiz.bair. ahd chuocho) halbsziit uf eim Chuächä = oft krank
dussädraussen, herausmhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä
eifäckignur mit einer Halbseite
elligellenlangdrüüellig halbellig
fränkig1 Franken wert> halbfränkig
GniggelWirrwar, WirrkopfJ.A.Suter, Brämis: “ein halber Schreiner oder Gniggel” Gniirggel
grobäwägätgroben Weges, halbfertig
HälbligHälfte von etwasz.B. halber Baumstamm als Steg > Helfti
HelftiHälfte, Halbteilmhd helfte
helftighälftig> halb
HoräHorn, Hörnermhd horn, horna 1) Tierhorn uf d Horä nää 2) Blashorn: Füürhorä, Haarschthorä, Waldhorä 3) Halbinsel: vgl Romanshorn, Seehorn, Mühlehorn, Zürihorn, Aahorn 4) Bergname: Mattärhorä, Schtooshorä, Hängschthorä, Gibelhorä
HosäfiirtigHosen-Feiertag(Halbfeiertag in Schwyz) > Fiirtighosä
huärähurenChalb, Cheib, Esel, Lööli, Lümel, Suu,Chelti, Hitz, Züüg .. zu Eigenschaftswörtern: huärä fromm, guät, schöön, viil, wenig, wool auch huärisch
hurschäungeschickt arbeitenäs Ghursch: missratene Arbeit Hurschi, Hurschäli: halbschlaue, ungepflegte Person
liinigslinnenes> halbliinig
lüämdigempfindlich(Gemüt,Tuch mhd lüeme > chalbär-
LüütLeutemhd liute was sägid ächt d Lüüt? vgl. Leutpriester > chalbärä
MaschtchalbMastkalb
medämehr als(alt: mehr denn) medä gnuäg medä sauft medä 100 Jahr medä di Halbä medä lang (lang genug) medä graad (stramm) medä miäsig (mit Miäs abgedichtet) nu medän äs maal (mehrmals) ja nu medä (ja gewiss, noch mehr als das)
nauräfast schlafen,dösen(mhd narren = knurren) Illgau: nauärä, gnaurät, gnauärät im Halbschlaf
nidärthalbunterhalb
NiidläNidel(Rahm, Sahne) Roman.Alpenwort das Spielen um Nidlen und Kestenen, Illgau: Halb-, Ganz-, Heuär-
gniissätdurchtrieben, gemeinä gniissätä Cheib gnissätä Chääs zu früh gegoren und deshalb unregelmässig gelocht
oboberhalbob dem Hoftrog ob em Dach ob em Huus ob dr Chilä ob Holz (ob dem Wald) vgl Obhut, Obdach (> Ottäch), Obmann, Oblicht, a
obätoberhalbobät dr Chilä obät dr Türä obät em Wald obät em Näfel
obsizuächäoberhalb, in der Höhe
OortschtockOrtstockSZ/GL (Stock oberhalb der Alp Ort GL)
predägäpredigenlat praedicare Ich predägä was ich weiss: von ärä altä Mutschägeiss,von ärä Chuä und vom änä Chalb, sä isch diä Predig scho halb! von ärä Chatz und von ärä Muus - sä isch diä Predig uus!
RüüdiRäude, Krätze(Hautkrankheit) mhd riude auch Ruudä > Chalbär-
SchattahalbSchattenhalbim Gegensatz zum Sunnähalb (wichtiger Unterschied in Ost-West-Tälern: Muotathal, Goldau-Arth, Schächenthal, Berner Oberland vgl. 3860 Schattenhalb/Meiringen BE D Schattähälblär sägid: äs siig im Winter viil schöönär vom Schattähalb i Sunnähalb durä luägä weder umkeert!
schläämsschräg, halblahm
SchtiftStift1) Stift (Stachel, Spitze) mhd stift > Bliischtift 2) Stiftung: Stift Einsiedeln Gschtift 3) Lehrling: aus jüdisch stif = Junge, Halbwüchsiger
SunnähalbSonnenhalbmhd sunnenhalb wichtig in Ost-West-Tälern > Schattähalb “Vorder Sonnenhalb” auch Sunnäsiitä
TrittTritt, StufeTrittli > Schtägätritt (Fusstritt > Pungg) Flurname (gefährlicher Stufenweg, halbwegs gesichert): Bärätritt, Ruuch Tritt, Wannätritt, Wiissäwandtritt, Zächels Tritt Trittli
undädraaunten daran, weiter unten, unterhalb
undäduräunten durch, unterhalbundädurä isch aabär,undädurä müässä > obädurä
undäfüräunten durch, unterhalb> fürä 1706
undäfüürunterhalbäs hed einä müässä is Braan ufä gu chalbärä,dä seid im einä: dässälb hättisch au undäfüür chönnä!
ussädraussen, ausserhalb1775 stosst ussen an die Allmeind vo ussä inä (von Schwyz) im Tüütschä ussä im Namitaag ussä wiit ussä värwandt z Schwiiz ussä im Schopf ussä > dussä, värussä
ussäfüüraussenherum, ausserhalb> innäfüür
UssärÄussere, Ausländer(ausserhalb Muotathal, Land Schwyz) än Ussärä Ussäri, kä Hiäsägi! 1315 mit den Uzzeren so di Ussern frävel begant Flurname: Ussär Gibel vgl Ausser Schwyz, Ausser Dorf, Ausser Rhoden, Ausser Ferrera, Ausser Berg > Innär-
UusgmeindLandsgemeindeausserhalb des Hauptortes
värkooverkommen1) alt: ein Abkommen machen vgl Stanser Verkommnis 1481 (Abkommen, Übereinkunft) 2) entgegenkommen, begegnen: ä chönntisch dä nu am Lanteger värkoo! äs isch mär niämär värkoo 1393 um disen Gebresten zu verkommen 1429 da bekam im einer (da begegnete ihm einer) Dr Pfarr hätti hööch uufä söllä einä gu värsee und hed halb obä nümmä mögä,dä hed är gseid: jä daa, wänn är schtiirbt und obsi chund, dä isch äs ja guät,und wän är nidsi muäss, dä värkund är mr ja! 3) gedeihen: äs isch alls schöön värkoo! äs isch gaar nüüd värkoo! 4) schriftdt: verkommen = verderben (ein verkommener Mensch)!
wägädemwegen deshalbär hed ä chli gsoffä, abär wägädem isch är gliich ä guätä Schuäni gsii, är isch ä guätä Schuäni gsii wägädem (dennoch, alles in allem) > wägät, äwäg
wägätwegs, wegenin bestimmter Art und Weise > halbä-, disä-, dr breitä-, dr langä-, dr chuurzä-, dr gleitigä-, dr grobä-, dr nüüä-
wäsi(g)verwesen, verwesendhalbwäsi
WassärchalbWasserkalb, Faden-wurmWassärchälbli
eerbswiiserbeshalber, vererbt
hundswiisspasshalber
ZaligBezahlung1676 der Zalig halben
ZiiläZeile(n)Grenz-Linie 1339 inret den Zilen,1515 usserthalb disen Zylen Zeile (geschrieben, gedruckt) ä Ziilätä Bäum: Baumlinie (Allée) > uusziilä Ziili: Fadenende ds Ziili (nüd) übärchoo vgl zeilenlang
ZiitZeiti dr sälbä Ziit = damals was sind das für Ziitä! äs Ziitlibisher Ziit = Uhr (Kirchenuhr, Stubenuhr, Sackuhr): jetzt am Aussterben, umgekehrt heisst es jetzt was für Ziit? statt früher: we schpaat? Ziit abnää: einander Guten Tag oder Gute Nacht sagen ziitäwiis, halbsziit Du liäbi Ziit! > därziit, drziit, Chiläziit, Heuziitli, Schtubäziit
zööligzolldickhalbzöölig
Zweizwei Uhräs isch Zwei, Viärtäl übär Zwei, halbi Zwei, äs Zweiärli, Zwei- händär, -sitzär, -pfündär vgl ON Zweisimmen, -lütschinen, -brücken
HeupfüürFunken schlagen, blitzenDas Funkenschlagen an einer Pfanne beim Herausheben aus dem Chuschtloch (Kochherd). Das Funkenschlagen passiert oft bei aufkommendem Föhn und wurde deshalb auch als Wetterzeichen gedeutet. Äs heupfüüräd sagt man auch wenn es hitzleichäd (Wetterleuchten).
Dialekt:halb
Deutsch:halb
mhd halb, halp halb, halbä, halbi, halbs,halb und halb > Sunnä-, Schattä-
Dialekt:Balm
Deutsch:Halbhöhle
roman. Alpenwort verkl. Bälmäli Balmblätz
Dialekt:eischellig
Deutsch:halbbatzig
(1 Schilling wert)
Dialekt:Halbbatzä
Deutsch:Halbbatzen 5 Rappen
Dialekt:Halbbätzler
Deutsch:Halbbatzen 5 Rappen
Dialekt:Halbbrood
Deutsch:ein Kilogramm Brot
Dialekt:Halbdozzäd
Deutsch:halbes Dutzend, sechs Stück
Dialekt:Halbfrankä
Deutsch:Halber Franken
Dialekt:Halbliter
Deutsch:Halber Liter
Dialekt:Halbpfund
Deutsch:250 Gramm
Dialekt:Halbräppler
Deutsch:halber Rappen
Dialekt:Halbschuä
Deutsch:Halbschuhe
Dialekt:Halbfiirtig
Deutsch:Halbfeiertag
(nur Vormittag)
Dialekt:Halbmänär
Deutsch:schwerer Halbschlitten
Dialekt:Halbring
Deutsch:Halbkreis
mhd halb ring
Dialekt:Halbtürli
Deutsch:Halbtürlein
an Alphütten
Dialekt:Halbi
Deutsch:halbe Zeit
äs isch Halbi, halbi Eis, halbi Zwölfi
Dialekt:halbä
Deutsch:in die Hälfte teilen, halbieren
Dialekt:halbäwägät
Deutsch:halben Weges, halbfertig
auch: halbäwägs
Dialekt:Halbä
Deutsch:Hälfte
ä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa
Dialekt:Halbärli
Deutsch:halbes Kilobrot
Dialekt:halbfeiss
Deutsch:halbfeiss
Dialekt:halbfertig
Deutsch:halbfertig
Dialekt:halbfränkig
Deutsch:halbfränkig
Dialekt:halbläär
Deutsch:halbleer
Dialekt:halbtood
Deutsch:halbtot
Dialekt:halbvoll
Deutsch:halbvoll
Dialekt:halbbatzig
Deutsch:halber Batzen
(= wenig) wert
Dialekt:halbellig
Deutsch:eine halbe Elle
dr Halbellig: Prediger mit engen Gesten
Dialekt:halbläbig
Deutsch:halblebend
Dialekt:halbläbig
Deutsch:erschöpft
Dialekt:halbliinig
Deutsch:halbleinig
Dialekt:halbliinig
Deutsch:bodenständig
Dialekt:halbliinig
Deutsch:bäuerlich
Dialekt:halblitärlä
Deutsch:
um einen halben Liter spielen
Dialekt:halbiärä
Deutsch:halbieren
(neu)
Dialekt:halbs
Deutsch:halbes
äs halbs Meitli (fast ein Mädchen)
Dialekt:halbziits
Deutsch:halbe Zeit, meistens
halbziits uf eim Chuächä > Helfti, Chuächä
Dialekt:Schludär
Deutsch:halbdick gewordene eklige Flüssigkeit
auch Gschlüdär
Dialekt:Gschlüdär
Deutsch:halbdick gewordene eklige Flüssigkeit
auch Schludär
Dialekt:ablaa
Deutsch:loslassen
ä Schutz dr Hund ds Vee ds Chalb d Suu ä Seich > Ablass
Dialekt:abschiinig
Deutsch:abscheinend
schattenhalb, wenig Sonne > schiinä
Dialekt:Achti
Deutsch:8 Uhr
äs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli
Dialekt:Alpächalb
Deutsch:Spassvogel
Dialekt:altärs
Deutsch:altershalben
we vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä
Dialekt:andärhalb
Deutsch:anderthalb, eineinhalb
1 1/2
Dialekt:änthalbä
Deutsch:enthalben, halbieren
(Heu, Äpfel usw)
Dialekt:Batzä
Deutsch:10-Rappenstück
7 Batzä, 12 Batzä Id 4 > Göttibatzä, Halbbatzä, Zweebätzlär
Dialekt:Blätz
Deutsch:kleines Stück
ä Blätz Land, ä Blätz Wald, ä Blätz Schnee > Gaartä- , Boonä-, Heu-, Beeri-, Leer- mhd blez > Platz, Plätz Flurname: (auch Plätz) Blätz (Stoos, Wallis), Bock-, Böllä-, Distlä-, Chalber-, Hasä-, Häxä-, Milch-, Munggä-, Ried-, Schmalaui-, Spil-, Tor-
Dialekt:Chalb
Deutsch:Kalb
ahd chalp Junges einer Kuh: ein Kalb Schimpfwort: äs huärä Chalb
Dialekt:chalbärä
Deutsch:Kalb gebären
Schimpfwort, was hesch da gchalbärät? nüd äso gchalbärät tuä! Sprichwort: mä muäss d Chüä la chalbärä und d Lüüt la redä!
Dialekt:Chalbär
Deutsch:
Flurnamen > Chalbärband, Chalbärberg, Chalbärblätz, Chalbärloch, Chalbärtal, Chalbärweid
Dialekt:Chalberbäärg
Deutsch:Kalberberg
Flurname Illgau (Bürgler)
Dialekt:Chalbärii
Deutsch:Kalberei, dummes Gebaren
Dialekt:chalbärlüämdig
Deutsch:verliebtes Tun
Dialekt:Chuächä
Deutsch:Kufe
Laufschiene Schlitten (Kluge: schweiz.bair. ahd chuocho) halbsziit uf eim Chuächä = oft krank
Dialekt:dussä
Deutsch:draussen, heraus
mhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä
Dialekt:eifäckig
Deutsch:nur mit einer Halbseite
Dialekt:ellig
Deutsch:ellenlang
drüüellig halbellig
Dialekt:fränkig
Deutsch:1 Franken wert
> halbfränkig
Dialekt:Gniggel
Deutsch:Wirrwar, Wirrkopf
J.A.Suter, Brämis: “ein halber Schreiner oder Gniggel” Gniirggel
Dialekt:grobäwägät
Deutsch:groben Weges, halbfertig
Dialekt:Hälblig
Deutsch:Hälfte von etwas
z.B. halber Baumstamm als Steg > Helfti
Dialekt:Helfti
Deutsch:Hälfte, Halbteil
mhd helfte
Dialekt:helftig
Deutsch:hälftig
> halb
Dialekt:Horä
Deutsch:Horn, Hörner
mhd horn, horna 1) Tierhorn uf d Horä nää 2) Blashorn: Füürhorä, Haarschthorä, Waldhorä 3) Halbinsel: vgl Romanshorn, Seehorn, Mühlehorn, Zürihorn, Aahorn 4) Bergname: Mattärhorä, Schtooshorä, Hängschthorä, Gibelhorä
Dialekt:Hosäfiirtig
Deutsch:Hosen-Feiertag
(Halbfeiertag in Schwyz) > Fiirtighosä
Dialekt:huärä
Deutsch:huren
Chalb, Cheib, Esel, Lööli, Lümel, Suu,Chelti, Hitz, Züüg .. zu Eigenschaftswörtern: huärä fromm, guät, schöön, viil, wenig, wool auch huärisch
Dialekt:hurschä
Deutsch:ungeschickt arbeiten
äs Ghursch: missratene Arbeit Hurschi, Hurschäli: halbschlaue, ungepflegte Person
Dialekt:liinigs
Deutsch:linnenes
> halbliinig
Dialekt:lüämdig
Deutsch:empfindlich
(Gemüt,Tuch mhd lüeme > chalbär-
Dialekt:Lüüt
Deutsch:Leute
mhd liute was sägid ächt d Lüüt? vgl. Leutpriester > chalbärä
Dialekt:Maschtchalb
Deutsch:Mastkalb
Dialekt:medä
Deutsch:mehr als
(alt: mehr denn) medä gnuäg medä sauft medä 100 Jahr medä di Halbä medä lang (lang genug) medä graad (stramm) medä miäsig (mit Miäs abgedichtet) nu medän äs maal (mehrmals) ja nu medä (ja gewiss, noch mehr als das)
Dialekt:naurä
Deutsch:fast schlafen,dösen
(mhd narren = knurren) Illgau: nauärä, gnaurät, gnauärät im Halbschlaf
Dialekt:nidärthalb
Deutsch:unterhalb
Dialekt:Niidlä
Deutsch:Nidel
(Rahm, Sahne) Roman.Alpenwort das Spielen um Nidlen und Kestenen, Illgau: Halb-, Ganz-, Heuär-
Dialekt:gniissät
Deutsch:durchtrieben, gemein
ä gniissätä Cheib gnissätä Chääs zu früh gegoren und deshalb unregelmässig gelocht
Dialekt:ob
Deutsch:oberhalb
ob dem Hoftrog ob em Dach ob em Huus ob dr Chilä ob Holz (ob dem Wald) vgl Obhut, Obdach (> Ottäch), Obmann, Oblicht, a
Dialekt:obät
Deutsch:oberhalb
obät dr Chilä obät dr Türä obät em Wald obät em Näfel
Dialekt:obsizuächä
Deutsch:oberhalb, in der Höhe
Dialekt:Oortschtock
Deutsch:Ortstock
SZ/GL (Stock oberhalb der Alp Ort GL)
Dialekt:predägä
Deutsch:predigen
lat praedicare Ich predägä was ich weiss: von ärä altä Mutschägeiss,von ärä Chuä und vom änä Chalb, sä isch diä Predig scho halb! von ärä Chatz und von ärä Muus - sä isch diä Predig uus!
Dialekt:Rüüdi
Deutsch:Räude, Krätze
(Hautkrankheit) mhd riude auch Ruudä > Chalbär-
Dialekt:Schattahalb
Deutsch:Schattenhalb
im Gegensatz zum Sunnähalb (wichtiger Unterschied in Ost-West-Tälern: Muotathal, Goldau-Arth, Schächenthal, Berner Oberland vgl. 3860 Schattenhalb/Meiringen BE D Schattähälblär sägid: äs siig im Winter viil schöönär vom Schattähalb i Sunnähalb durä luägä weder umkeert!
Dialekt:schlääms
Deutsch:schräg, halblahm
Dialekt:Schtift
Deutsch:Stift
1) Stift (Stachel, Spitze) mhd stift > Bliischtift 2) Stiftung: Stift Einsiedeln Gschtift 3) Lehrling: aus jüdisch stif = Junge, Halbwüchsiger
Dialekt:Sunnähalb
Deutsch:Sonnenhalb
mhd sunnenhalb wichtig in Ost-West-Tälern > Schattähalb “Vorder Sonnenhalb” auch Sunnäsiitä
Dialekt:Tritt
Deutsch:Tritt, Stufe
Trittli > Schtägätritt (Fusstritt > Pungg) Flurname (gefährlicher Stufenweg, halbwegs gesichert): Bärätritt, Ruuch Tritt, Wannätritt, Wiissäwandtritt, Zächels Tritt Trittli
Dialekt:undädraa
Deutsch:unten daran, weiter unten, unterhalb
Dialekt:undädurä
Deutsch:unten durch, unterhalb
undädurä isch aabär,undädurä müässä > obädurä
Dialekt:undäfürä
Deutsch:unten durch, unterhalb
> fürä 1706
Dialekt:undäfüür
Deutsch:unterhalb
äs hed einä müässä is Braan ufä gu chalbärä,dä seid im einä: dässälb hättisch au undäfüür chönnä!
Dialekt:ussä
Deutsch:draussen, ausserhalb
1775 stosst ussen an die Allmeind vo ussä inä (von Schwyz) im Tüütschä ussä im Namitaag ussä wiit ussä värwandt z Schwiiz ussä im Schopf ussä > dussä, värussä
Dialekt:ussäfüür
Deutsch:aussenherum, ausserhalb
> innäfüür
Dialekt:Ussär
Deutsch:Äussere, Ausländer
(ausserhalb Muotathal, Land Schwyz) än Ussärä Ussäri, kä Hiäsägi! 1315 mit den Uzzeren so di Ussern frävel begant Flurname: Ussär Gibel vgl Ausser Schwyz, Ausser Dorf, Ausser Rhoden, Ausser Ferrera, Ausser Berg > Innär-
Dialekt:Uusgmeind
Deutsch:Landsgemeinde
ausserhalb des Hauptortes
Dialekt:värkoo
Deutsch:verkommen
1) alt: ein Abkommen machen vgl Stanser Verkommnis 1481 (Abkommen, Übereinkunft) 2) entgegenkommen, begegnen: ä chönntisch dä nu am Lanteger värkoo! äs isch mär niämär värkoo 1393 um disen Gebresten zu verkommen 1429 da bekam im einer (da begegnete ihm einer) Dr Pfarr hätti hööch uufä söllä einä gu värsee und hed halb obä nümmä mögä,dä hed är gseid: jä daa, wänn är schtiirbt und obsi chund, dä isch äs ja guät,und wän är nidsi muäss, dä värkund är mr ja! 3) gedeihen: äs isch alls schöön värkoo! äs isch gaar nüüd värkoo! 4) schriftdt: verkommen = verderben (ein verkommener Mensch)!
Dialekt:wägädem
Deutsch:wegen deshalb
är hed ä chli gsoffä, abär wägädem isch är gliich ä guätä Schuäni gsii, är isch ä guätä Schuäni gsii wägädem (dennoch, alles in allem) > wägät, äwäg
Dialekt:wägät
Deutsch:wegs, wegen
in bestimmter Art und Weise > halbä-, disä-, dr breitä-, dr langä-, dr chuurzä-, dr gleitigä-, dr grobä-, dr nüüä-
Dialekt:wäsi(g)
Deutsch:verwesen, verwesend
halbwäsi
Dialekt:Wassärchalb
Deutsch:Wasserkalb, Faden-wurm
Wassärchälbli
Dialekt:eerbswiis
Deutsch:erbeshalber, vererbt
Dialekt:hundswiis
Deutsch:spasshalber
Dialekt:Zalig
Deutsch:Bezahlung
1676 der Zalig halben
Dialekt:Ziilä
Deutsch:Zeile(n)
Grenz-Linie 1339 inret den Zilen,1515 usserthalb disen Zylen Zeile (geschrieben, gedruckt) ä Ziilätä Bäum: Baumlinie (Allée) > uusziilä Ziili: Fadenende ds Ziili (nüd) übärchoo vgl zeilenlang
Dialekt:Ziit
Deutsch:Zeit
i dr sälbä Ziit = damals was sind das für Ziitä! äs Ziitlibisher Ziit = Uhr (Kirchenuhr, Stubenuhr, Sackuhr): jetzt am Aussterben, umgekehrt heisst es jetzt was für Ziit? statt früher: we schpaat? Ziit abnää: einander Guten Tag oder Gute Nacht sagen ziitäwiis, halbsziit Du liäbi Ziit! > därziit, drziit, Chiläziit, Heuziitli, Schtubäziit
Dialekt:zöölig
Deutsch:zolldick
halbzöölig
Dialekt:Zwei
Deutsch:zwei Uhr
äs isch Zwei, Viärtäl übär Zwei, halbi Zwei, äs Zweiärli, Zwei- händär, -sitzär, -pfündär vgl ON Zweisimmen, -lütschinen, -brücken
Dialekt:Heupfüür
Deutsch:Funken schlagen, blitzen
Das Funkenschlagen an einer Pfanne beim Herausheben aus dem Chuschtloch (Kochherd). Das Funkenschlagen passiert oft bei aufkommendem Föhn und wurde deshalb auch als Wetterzeichen gedeutet. Äs heupfüüräd sagt man auch wenn es hitzleichäd (Wetterleuchten).