| Muotathaler Dialekt | Schriftsprache | Erläuterung | Foto | Audio |
|---|---|---|---|---|
| halb | halb | mhd halb, halp halb, halbä, halbi, halbs,halb und halb > Sunnä-, Schattä- | ||
| Balm | Halbhöhle | roman. Alpenwort verkl. Bälmäli Balmblätz | ||
| eischellig | halbbatzig | (1 Schilling wert) | ||
| Halbbatzä | Halbbatzen 5 Rappen | |||
| Halbbätzler | Halbbatzen 5 Rappen | |||
| Halbbrood | ein Kilogramm Brot | |||
| Halbdozzäd | halbes Dutzend, sechs Stück | |||
| Halbfrankä | Halber Franken | |||
| Halbliter | Halber Liter | |||
| Halbpfund | 250 Gramm | |||
| Halbräppler | halber Rappen | |||
| Halbschuä | Halbschuhe | |||
| Halbfiirtig | Halbfeiertag | (nur Vormittag) | ||
| Halbmänär | schwerer Halbschlitten | |||
| Halbring | Halbkreis | mhd halb ring | ||
| Halbtürli | Halbtürlein | an Alphütten | ||
| Halbi | halbe Zeit | äs isch Halbi, halbi Eis, halbi Zwölfi | ||
| halbä | in die Hälfte teilen, halbieren | |||
| halbäwägät | halben Weges, halbfertig | auch: halbäwägs | ||
| Halbä | Hälfte | ä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa | ||
| Halbärli | halbes Kilobrot | |||
| halbfeiss | halbfeiss | |||
| halbfertig | halbfertig | |||
| halbfränkig | halbfränkig | |||
| halbläär | halbleer | |||
| halbtood | halbtot | |||
| halbvoll | halbvoll | |||
| halbbatzig | halber Batzen | (= wenig) wert | ||
| halbellig | eine halbe Elle | dr Halbellig: Prediger mit engen Gesten | ||
| halbläbig | halblebend | |||
| halbläbig | erschöpft | |||
| halbliinig | halbleinig | |||
| halbliinig | bodenständig | |||
| halbliinig | bäuerlich | |||
| halblitärlä | um einen halben Liter spielen | |||
| halbiärä | halbieren | (neu) | ||
| halbs | halbes | äs halbs Meitli (fast ein Mädchen) | ||
| halbziits | halbe Zeit, meistens | halbziits uf eim Chuächä > Helfti, Chuächä | ||
| Schludär | halbdick gewordene eklige Flüssigkeit | auch Gschlüdär | ||
| Gschlüdär | halbdick gewordene eklige Flüssigkeit | auch Schludär | ||
| ablaa | loslassen | ä Schutz dr Hund ds Vee ds Chalb d Suu ä Seich > Ablass | ||
| abschiinig | abscheinend | schattenhalb, wenig Sonne > schiinä | ||
| Achti | 8 Uhr | äs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli | ||
| Alpächalb | Spassvogel | |||
| altärs | altershalben | we vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä | ||
| andärhalb | anderthalb, eineinhalb | 1 1/2 | ||
| änthalbä | enthalben, halbieren | (Heu, Äpfel usw) | ||
| Batzä | 10-Rappenstück | 7 Batzä, 12 Batzä Id 4 > Göttibatzä, Halbbatzä, Zweebätzlär | ||
| Blätz | kleines Stück | ä Blätz Land, ä Blätz Wald, ä Blätz Schnee > Gaartä- , Boonä-, Heu-, Beeri-, Leer- mhd blez > Platz, Plätz Flurname: (auch Plätz) Blätz (Stoos, Wallis), Bock-, Böllä-, Distlä-, Chalber-, Hasä-, Häxä-, Milch-, Munggä-, Ried-, Schmalaui-, Spil-, Tor- | ||
| Chalb | Kalb | ahd chalp Junges einer Kuh: ein Kalb Schimpfwort: äs huärä Chalb | ||
| chalbärä | Kalb gebären | Schimpfwort, was hesch da gchalbärät? nüd äso gchalbärät tuä! Sprichwort: mä muäss d Chüä la chalbärä und d Lüüt la redä! | ||
| Chalbär | Flurnamen > Chalbärband, Chalbärberg, Chalbärblätz, Chalbärloch, Chalbärtal, Chalbärweid | |||
| Chalberbäärg | Kalberberg | Flurname Illgau (Bürgler) | ||
| Chalbärii | Kalberei, dummes Gebaren | |||
| chalbärlüämdig | verliebtes Tun | |||
| Chuächä | Kufe | Laufschiene Schlitten (Kluge: schweiz.bair. ahd chuocho) halbsziit uf eim Chuächä = oft krank | ||
| dussä | draussen, heraus | mhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä | ||
| eifäckig | nur mit einer Halbseite | |||
| ellig | ellenlang | drüüellig halbellig | ||
| fränkig | 1 Franken wert | > halbfränkig | ||
| Gniggel | Wirrwar, Wirrkopf | J.A.Suter, Brämis: “ein halber Schreiner oder Gniggel” Gniirggel | ||
| grobäwägät | groben Weges, halbfertig | |||
| Hälblig | Hälfte von etwas | z.B. halber Baumstamm als Steg > Helfti | ||
| Helfti | Hälfte, Halbteil | mhd helfte | ||
| helftig | hälftig | > halb | ||
| Horä | Horn, Hörner | mhd horn, horna 1) Tierhorn uf d Horä nää 2) Blashorn: Füürhorä, Haarschthorä, Waldhorä 3) Halbinsel: vgl Romanshorn, Seehorn, Mühlehorn, Zürihorn, Aahorn 4) Bergname: Mattärhorä, Schtooshorä, Hängschthorä, Gibelhorä | ||
| Hosäfiirtig | Hosen-Feiertag | (Halbfeiertag in Schwyz) > Fiirtighosä | ||
| huärä | huren | Chalb, Cheib, Esel, Lööli, Lümel, Suu,Chelti, Hitz, Züüg .. zu Eigenschaftswörtern: huärä fromm, guät, schöön, viil, wenig, wool auch huärisch | ||
| hurschä | ungeschickt arbeiten | äs Ghursch: missratene Arbeit Hurschi, Hurschäli: halbschlaue, ungepflegte Person | ||
| liinigs | linnenes | > halbliinig | ||
| lüämdig | empfindlich | (Gemüt,Tuch mhd lüeme > chalbär- | ||
| Lüüt | Leute | mhd liute was sägid ächt d Lüüt? vgl. Leutpriester > chalbärä | ||
| Maschtchalb | Mastkalb | |||
| medä | mehr als | (alt: mehr denn) medä gnuäg medä sauft medä 100 Jahr medä di Halbä medä lang (lang genug) medä graad (stramm) medä miäsig (mit Miäs abgedichtet) nu medän äs maal (mehrmals) ja nu medä (ja gewiss, noch mehr als das) | ||
| naurä | fast schlafen,dösen | (mhd narren = knurren) Illgau: nauärä, gnaurät, gnauärät im Halbschlaf | ||
| nidärthalb | unterhalb | |||
| Niidlä | Nidel | (Rahm, Sahne) Roman.Alpenwort das Spielen um Nidlen und Kestenen, Illgau: Halb-, Ganz-, Heuär- | ||
| gniissät | durchtrieben, gemein | ä gniissätä Cheib gnissätä Chääs zu früh gegoren und deshalb unregelmässig gelocht | ||
| ob | oberhalb | ob dem Hoftrog ob em Dach ob em Huus ob dr Chilä ob Holz (ob dem Wald) vgl Obhut, Obdach (> Ottäch), Obmann, Oblicht, a | ||
| obät | oberhalb | obät dr Chilä obät dr Türä obät em Wald obät em Näfel | ||
| obsizuächä | oberhalb, in der Höhe | |||
| Oortschtock | Ortstock | SZ/GL (Stock oberhalb der Alp Ort GL) | ||
| predägä | predigen | lat praedicare Ich predägä was ich weiss: von ärä altä Mutschägeiss,von ärä Chuä und vom änä Chalb, sä isch diä Predig scho halb! von ärä Chatz und von ärä Muus - sä isch diä Predig uus! | ||
| Rüüdi | Räude, Krätze | (Hautkrankheit) mhd riude auch Ruudä > Chalbär- | ||
| Schattahalb | Schattenhalb | im Gegensatz zum Sunnähalb (wichtiger Unterschied in Ost-West-Tälern: Muotathal, Goldau-Arth, Schächenthal, Berner Oberland vgl. 3860 Schattenhalb/Meiringen BE D Schattähälblär sägid: äs siig im Winter viil schöönär vom Schattähalb i Sunnähalb durä luägä weder umkeert! | ||
| schlääms | schräg, halblahm | |||
| Schtift | Stift | 1) Stift (Stachel, Spitze) mhd stift > Bliischtift 2) Stiftung: Stift Einsiedeln Gschtift 3) Lehrling: aus jüdisch stif = Junge, Halbwüchsiger | ||
| Sunnähalb | Sonnenhalb | mhd sunnenhalb wichtig in Ost-West-Tälern > Schattähalb “Vorder Sonnenhalb” auch Sunnäsiitä | ||
| Tritt | Tritt, Stufe | Trittli > Schtägätritt (Fusstritt > Pungg) Flurname (gefährlicher Stufenweg, halbwegs gesichert): Bärätritt, Ruuch Tritt, Wannätritt, Wiissäwandtritt, Zächels Tritt Trittli | ||
| undädraa | unten daran, weiter unten, unterhalb | |||
| undädurä | unten durch, unterhalb | undädurä isch aabär,undädurä müässä > obädurä | ||
| undäfürä | unten durch, unterhalb | > fürä 1706 | ||
| undäfüür | unterhalb | äs hed einä müässä is Braan ufä gu chalbärä,dä seid im einä: dässälb hättisch au undäfüür chönnä! | ||
| ussä | draussen, ausserhalb | 1775 stosst ussen an die Allmeind vo ussä inä (von Schwyz) im Tüütschä ussä im Namitaag ussä wiit ussä värwandt z Schwiiz ussä im Schopf ussä > dussä, värussä | ||
| ussäfüür | aussenherum, ausserhalb | > innäfüür | ||
| Ussär | Äussere, Ausländer | (ausserhalb Muotathal, Land Schwyz) än Ussärä Ussäri, kä Hiäsägi! 1315 mit den Uzzeren so di Ussern frävel begant Flurname: Ussär Gibel vgl Ausser Schwyz, Ausser Dorf, Ausser Rhoden, Ausser Ferrera, Ausser Berg > Innär- | ||
| Uusgmeind | Landsgemeinde | ausserhalb des Hauptortes | ||
| värkoo | verkommen | 1) alt: ein Abkommen machen vgl Stanser Verkommnis 1481 (Abkommen, Übereinkunft) 2) entgegenkommen, begegnen: ä chönntisch dä nu am Lanteger värkoo! äs isch mär niämär värkoo 1393 um disen Gebresten zu verkommen 1429 da bekam im einer (da begegnete ihm einer) Dr Pfarr hätti hööch uufä söllä einä gu värsee und hed halb obä nümmä mögä,dä hed är gseid: jä daa, wänn är schtiirbt und obsi chund, dä isch äs ja guät,und wän är nidsi muäss, dä värkund är mr ja! 3) gedeihen: äs isch alls schöön värkoo! äs isch gaar nüüd värkoo! 4) schriftdt: verkommen = verderben (ein verkommener Mensch)! | ||
| wägädem | wegen deshalb | är hed ä chli gsoffä, abär wägädem isch är gliich ä guätä Schuäni gsii, är isch ä guätä Schuäni gsii wägädem (dennoch, alles in allem) > wägät, äwäg | ||
| wägät | wegs, wegen | in bestimmter Art und Weise > halbä-, disä-, dr breitä-, dr langä-, dr chuurzä-, dr gleitigä-, dr grobä-, dr nüüä- | ||
| wäsi(g) | verwesen, verwesend | halbwäsi | ||
| Wassärchalb | Wasserkalb, Faden-wurm | Wassärchälbli | ||
| eerbswiis | erbeshalber, vererbt | |||
| hundswiis | spasshalber | |||
| Zalig | Bezahlung | 1676 der Zalig halben | ||
| Ziilä | Zeile(n) | Grenz-Linie 1339 inret den Zilen,1515 usserthalb disen Zylen Zeile (geschrieben, gedruckt) ä Ziilätä Bäum: Baumlinie (Allée) > uusziilä Ziili: Fadenende ds Ziili (nüd) übärchoo vgl zeilenlang | ||
| Ziit | Zeit | i dr sälbä Ziit = damals was sind das für Ziitä! äs Ziitlibisher Ziit = Uhr (Kirchenuhr, Stubenuhr, Sackuhr): jetzt am Aussterben, umgekehrt heisst es jetzt was für Ziit? statt früher: we schpaat? Ziit abnää: einander Guten Tag oder Gute Nacht sagen ziitäwiis, halbsziit Du liäbi Ziit! > därziit, drziit, Chiläziit, Heuziitli, Schtubäziit | ||
| zöölig | zolldick | halbzöölig | ||
| Zwei | zwei Uhr | äs isch Zwei, Viärtäl übär Zwei, halbi Zwei, äs Zweiärli, Zwei- händär, -sitzär, -pfündär vgl ON Zweisimmen, -lütschinen, -brücken | ||
| Heupfüür | Funken schlagen, blitzen | Das Funkenschlagen an einer Pfanne beim Herausheben aus dem Chuschtloch (Kochherd). Das Funkenschlagen passiert oft bei aufkommendem Föhn und wurde deshalb auch als Wetterzeichen gedeutet. Äs heupfüüräd sagt man auch wenn es hitzleichäd (Wetterleuchten). |
| Dialekt: | halb |
| Deutsch: | halb |
| mhd halb, halp halb, halbä, halbi, halbs,halb und halb > Sunnä-, Schattä- | |
| Dialekt: | Balm |
| Deutsch: | Halbhöhle |
| roman. Alpenwort verkl. Bälmäli Balmblätz | |
| Dialekt: | eischellig |
| Deutsch: | halbbatzig |
| (1 Schilling wert) | |
| Dialekt: | Halbbatzä |
| Deutsch: | Halbbatzen 5 Rappen |
| Dialekt: | Halbbätzler |
| Deutsch: | Halbbatzen 5 Rappen |
| Dialekt: | Halbbrood |
| Deutsch: | ein Kilogramm Brot |
| Dialekt: | Halbdozzäd |
| Deutsch: | halbes Dutzend, sechs Stück |
| Dialekt: | Halbfrankä |
| Deutsch: | Halber Franken |
| Dialekt: | Halbliter |
| Deutsch: | Halber Liter |
| Dialekt: | Halbpfund |
| Deutsch: | 250 Gramm |
| Dialekt: | Halbräppler |
| Deutsch: | halber Rappen |
| Dialekt: | Halbschuä |
| Deutsch: | Halbschuhe |
| Dialekt: | Halbfiirtig |
| Deutsch: | Halbfeiertag |
| (nur Vormittag) | |
| Dialekt: | Halbmänär |
| Deutsch: | schwerer Halbschlitten |
| Dialekt: | Halbring |
| Deutsch: | Halbkreis |
| mhd halb ring | |
| Dialekt: | Halbtürli |
| Deutsch: | Halbtürlein |
| an Alphütten | |
| Dialekt: | Halbi |
| Deutsch: | halbe Zeit |
| äs isch Halbi, halbi Eis, halbi Zwölfi | |
| Dialekt: | halbä |
| Deutsch: | in die Hälfte teilen, halbieren |
| Dialekt: | halbäwägät |
| Deutsch: | halben Weges, halbfertig |
| auch: halbäwägs | |
| Dialekt: | Halbä |
| Deutsch: | Hälfte |
| ä Halbä (Liter) äs sind medä di halbä daa | |
| Dialekt: | Halbärli |
| Deutsch: | halbes Kilobrot |
| Dialekt: | halbfeiss |
| Deutsch: | halbfeiss |
| Dialekt: | halbfertig |
| Deutsch: | halbfertig |
| Dialekt: | halbfränkig |
| Deutsch: | halbfränkig |
| Dialekt: | halbläär |
| Deutsch: | halbleer |
| Dialekt: | halbtood |
| Deutsch: | halbtot |
| Dialekt: | halbvoll |
| Deutsch: | halbvoll |
| Dialekt: | halbbatzig |
| Deutsch: | halber Batzen |
| (= wenig) wert | |
| Dialekt: | halbellig |
| Deutsch: | eine halbe Elle |
| dr Halbellig: Prediger mit engen Gesten | |
| Dialekt: | halbläbig |
| Deutsch: | halblebend |
| Dialekt: | halbläbig |
| Deutsch: | erschöpft |
| Dialekt: | halbliinig |
| Deutsch: | halbleinig |
| Dialekt: | halbliinig |
| Deutsch: | bodenständig |
| Dialekt: | halbliinig |
| Deutsch: | bäuerlich |
| Dialekt: | halblitärlä |
| Deutsch: | |
| um einen halben Liter spielen | |
| Dialekt: | halbiärä |
| Deutsch: | halbieren |
| (neu) | |
| Dialekt: | halbs |
| Deutsch: | halbes |
| äs halbs Meitli (fast ein Mädchen) | |
| Dialekt: | halbziits |
| Deutsch: | halbe Zeit, meistens |
| halbziits uf eim Chuächä > Helfti, Chuächä | |
| Dialekt: | Schludär |
| Deutsch: | halbdick gewordene eklige Flüssigkeit |
| auch Gschlüdär | |
| Dialekt: | Gschlüdär |
| Deutsch: | halbdick gewordene eklige Flüssigkeit |
| auch Schludär | |
| Dialekt: | ablaa |
| Deutsch: | loslassen |
| ä Schutz dr Hund ds Vee ds Chalb d Suu ä Seich > Ablass | |
| Dialekt: | abschiinig |
| Deutsch: | abscheinend |
| schattenhalb, wenig Sonne > schiinä | |
| Dialekt: | Achti |
| Deutsch: | 8 Uhr |
| äs schlaad halbi Achti nä dä Achti - achti: ihrer acht si sind achti i der Familli | |
| Dialekt: | Alpächalb |
| Deutsch: | Spassvogel |
| Dialekt: | altärs |
| Deutsch: | altershalben |
| we vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä | |
| Dialekt: | andärhalb |
| Deutsch: | anderthalb, eineinhalb |
| 1 1/2 | |
| Dialekt: | änthalbä |
| Deutsch: | enthalben, halbieren |
| (Heu, Äpfel usw) | |
| Dialekt: | Batzä |
| Deutsch: | 10-Rappenstück |
| 7 Batzä, 12 Batzä Id 4 > Göttibatzä, Halbbatzä, Zweebätzlär | |
| Dialekt: | Blätz |
| Deutsch: | kleines Stück |
| ä Blätz Land, ä Blätz Wald, ä Blätz Schnee > Gaartä- , Boonä-, Heu-, Beeri-, Leer- mhd blez > Platz, Plätz Flurname: (auch Plätz) Blätz (Stoos, Wallis), Bock-, Böllä-, Distlä-, Chalber-, Hasä-, Häxä-, Milch-, Munggä-, Ried-, Schmalaui-, Spil-, Tor- | |
| Dialekt: | Chalb |
| Deutsch: | Kalb |
| ahd chalp Junges einer Kuh: ein Kalb Schimpfwort: äs huärä Chalb | |
| Dialekt: | chalbärä |
| Deutsch: | Kalb gebären |
| Schimpfwort, was hesch da gchalbärät? nüd äso gchalbärät tuä! Sprichwort: mä muäss d Chüä la chalbärä und d Lüüt la redä! | |
| Dialekt: | Chalbär |
| Deutsch: | |
| Flurnamen > Chalbärband, Chalbärberg, Chalbärblätz, Chalbärloch, Chalbärtal, Chalbärweid | |
| Dialekt: | Chalberbäärg |
| Deutsch: | Kalberberg |
| Flurname Illgau (Bürgler) | |
| Dialekt: | Chalbärii |
| Deutsch: | Kalberei, dummes Gebaren |
| Dialekt: | chalbärlüämdig |
| Deutsch: | verliebtes Tun |
| Dialekt: | Chuächä |
| Deutsch: | Kufe |
| Laufschiene Schlitten (Kluge: schweiz.bair. ahd chuocho) halbsziit uf eim Chuächä = oft krank | |
| Dialekt: | dussä |
| Deutsch: | draussen, heraus |
| mhd da uzzen herausgekommen: d Sunnäwirbel sind scho dussä d Hääg sind scho dussä (aus dem Schnee) ds Vee isch scho dussä (im Freien) du bisch dussä (aus dem Spiel) draussen, ausserhalb des Thals: dussä värschtands das nüüd > driussä | |
| Dialekt: | eifäckig |
| Deutsch: | nur mit einer Halbseite |
| Dialekt: | ellig |
| Deutsch: | ellenlang |
| drüüellig halbellig | |
| Dialekt: | fränkig |
| Deutsch: | 1 Franken wert |
| > halbfränkig | |
| Dialekt: | Gniggel |
| Deutsch: | Wirrwar, Wirrkopf |
| J.A.Suter, Brämis: “ein halber Schreiner oder Gniggel” Gniirggel | |
| Dialekt: | grobäwägät |
| Deutsch: | groben Weges, halbfertig |
| Dialekt: | Hälblig |
| Deutsch: | Hälfte von etwas |
| z.B. halber Baumstamm als Steg > Helfti | |
| Dialekt: | Helfti |
| Deutsch: | Hälfte, Halbteil |
| mhd helfte | |
| Dialekt: | helftig |
| Deutsch: | hälftig |
| > halb | |
| Dialekt: | Horä |
| Deutsch: | Horn, Hörner |
| mhd horn, horna 1) Tierhorn uf d Horä nää 2) Blashorn: Füürhorä, Haarschthorä, Waldhorä 3) Halbinsel: vgl Romanshorn, Seehorn, Mühlehorn, Zürihorn, Aahorn 4) Bergname: Mattärhorä, Schtooshorä, Hängschthorä, Gibelhorä | |
| Dialekt: | Hosäfiirtig |
| Deutsch: | Hosen-Feiertag |
| (Halbfeiertag in Schwyz) > Fiirtighosä | |
| Dialekt: | huärä |
| Deutsch: | huren |
| Chalb, Cheib, Esel, Lööli, Lümel, Suu,Chelti, Hitz, Züüg .. zu Eigenschaftswörtern: huärä fromm, guät, schöön, viil, wenig, wool auch huärisch | |
| Dialekt: | hurschä |
| Deutsch: | ungeschickt arbeiten |
| äs Ghursch: missratene Arbeit Hurschi, Hurschäli: halbschlaue, ungepflegte Person | |
| Dialekt: | liinigs |
| Deutsch: | linnenes |
| > halbliinig | |
| Dialekt: | lüämdig |
| Deutsch: | empfindlich |
| (Gemüt,Tuch mhd lüeme > chalbär- | |
| Dialekt: | Lüüt |
| Deutsch: | Leute |
| mhd liute was sägid ächt d Lüüt? vgl. Leutpriester > chalbärä | |
| Dialekt: | Maschtchalb |
| Deutsch: | Mastkalb |
| Dialekt: | medä |
| Deutsch: | mehr als |
| (alt: mehr denn) medä gnuäg medä sauft medä 100 Jahr medä di Halbä medä lang (lang genug) medä graad (stramm) medä miäsig (mit Miäs abgedichtet) nu medän äs maal (mehrmals) ja nu medä (ja gewiss, noch mehr als das) | |
| Dialekt: | naurä |
| Deutsch: | fast schlafen,dösen |
| (mhd narren = knurren) Illgau: nauärä, gnaurät, gnauärät im Halbschlaf | |
| Dialekt: | nidärthalb |
| Deutsch: | unterhalb |
| Dialekt: | Niidlä |
| Deutsch: | Nidel |
| (Rahm, Sahne) Roman.Alpenwort das Spielen um Nidlen und Kestenen, Illgau: Halb-, Ganz-, Heuär- | |
| Dialekt: | gniissät |
| Deutsch: | durchtrieben, gemein |
| ä gniissätä Cheib gnissätä Chääs zu früh gegoren und deshalb unregelmässig gelocht | |
| Dialekt: | ob |
| Deutsch: | oberhalb |
| ob dem Hoftrog ob em Dach ob em Huus ob dr Chilä ob Holz (ob dem Wald) vgl Obhut, Obdach (> Ottäch), Obmann, Oblicht, a | |
| Dialekt: | obät |
| Deutsch: | oberhalb |
| obät dr Chilä obät dr Türä obät em Wald obät em Näfel | |
| Dialekt: | obsizuächä |
| Deutsch: | oberhalb, in der Höhe |
| Dialekt: | Oortschtock |
| Deutsch: | Ortstock |
| SZ/GL (Stock oberhalb der Alp Ort GL) | |
| Dialekt: | predägä |
| Deutsch: | predigen |
| lat praedicare Ich predägä was ich weiss: von ärä altä Mutschägeiss,von ärä Chuä und vom änä Chalb, sä isch diä Predig scho halb! von ärä Chatz und von ärä Muus - sä isch diä Predig uus! | |
| Dialekt: | Rüüdi |
| Deutsch: | Räude, Krätze |
| (Hautkrankheit) mhd riude auch Ruudä > Chalbär- | |
| Dialekt: | Schattahalb |
| Deutsch: | Schattenhalb |
| im Gegensatz zum Sunnähalb (wichtiger Unterschied in Ost-West-Tälern: Muotathal, Goldau-Arth, Schächenthal, Berner Oberland vgl. 3860 Schattenhalb/Meiringen BE D Schattähälblär sägid: äs siig im Winter viil schöönär vom Schattähalb i Sunnähalb durä luägä weder umkeert! | |
| Dialekt: | schlääms |
| Deutsch: | schräg, halblahm |
| Dialekt: | Schtift |
| Deutsch: | Stift |
| 1) Stift (Stachel, Spitze) mhd stift > Bliischtift 2) Stiftung: Stift Einsiedeln Gschtift 3) Lehrling: aus jüdisch stif = Junge, Halbwüchsiger | |
| Dialekt: | Sunnähalb |
| Deutsch: | Sonnenhalb |
| mhd sunnenhalb wichtig in Ost-West-Tälern > Schattähalb “Vorder Sonnenhalb” auch Sunnäsiitä | |
| Dialekt: | Tritt |
| Deutsch: | Tritt, Stufe |
| Trittli > Schtägätritt (Fusstritt > Pungg) Flurname (gefährlicher Stufenweg, halbwegs gesichert): Bärätritt, Ruuch Tritt, Wannätritt, Wiissäwandtritt, Zächels Tritt Trittli | |
| Dialekt: | undädraa |
| Deutsch: | unten daran, weiter unten, unterhalb |
| Dialekt: | undädurä |
| Deutsch: | unten durch, unterhalb |
| undädurä isch aabär,undädurä müässä > obädurä | |
| Dialekt: | undäfürä |
| Deutsch: | unten durch, unterhalb |
| > fürä 1706 | |
| Dialekt: | undäfüür |
| Deutsch: | unterhalb |
| äs hed einä müässä is Braan ufä gu chalbärä,dä seid im einä: dässälb hättisch au undäfüür chönnä! | |
| Dialekt: | ussä |
| Deutsch: | draussen, ausserhalb |
| 1775 stosst ussen an die Allmeind vo ussä inä (von Schwyz) im Tüütschä ussä im Namitaag ussä wiit ussä värwandt z Schwiiz ussä im Schopf ussä > dussä, värussä | |
| Dialekt: | ussäfüür |
| Deutsch: | aussenherum, ausserhalb |
| > innäfüür | |
| Dialekt: | Ussär |
| Deutsch: | Äussere, Ausländer |
| (ausserhalb Muotathal, Land Schwyz) än Ussärä Ussäri, kä Hiäsägi! 1315 mit den Uzzeren so di Ussern frävel begant Flurname: Ussär Gibel vgl Ausser Schwyz, Ausser Dorf, Ausser Rhoden, Ausser Ferrera, Ausser Berg > Innär- | |
| Dialekt: | Uusgmeind |
| Deutsch: | Landsgemeinde |
| ausserhalb des Hauptortes | |
| Dialekt: | värkoo |
| Deutsch: | verkommen |
| 1) alt: ein Abkommen machen vgl Stanser Verkommnis 1481 (Abkommen, Übereinkunft) 2) entgegenkommen, begegnen: ä chönntisch dä nu am Lanteger värkoo! äs isch mär niämär värkoo 1393 um disen Gebresten zu verkommen 1429 da bekam im einer (da begegnete ihm einer) Dr Pfarr hätti hööch uufä söllä einä gu värsee und hed halb obä nümmä mögä,dä hed är gseid: jä daa, wänn är schtiirbt und obsi chund, dä isch äs ja guät,und wän är nidsi muäss, dä värkund är mr ja! 3) gedeihen: äs isch alls schöön värkoo! äs isch gaar nüüd värkoo! 4) schriftdt: verkommen = verderben (ein verkommener Mensch)! | |
| Dialekt: | wägädem |
| Deutsch: | wegen deshalb |
| är hed ä chli gsoffä, abär wägädem isch är gliich ä guätä Schuäni gsii, är isch ä guätä Schuäni gsii wägädem (dennoch, alles in allem) > wägät, äwäg | |
| Dialekt: | wägät |
| Deutsch: | wegs, wegen |
| in bestimmter Art und Weise > halbä-, disä-, dr breitä-, dr langä-, dr chuurzä-, dr gleitigä-, dr grobä-, dr nüüä- | |
| Dialekt: | wäsi(g) |
| Deutsch: | verwesen, verwesend |
| halbwäsi | |
| Dialekt: | Wassärchalb |
| Deutsch: | Wasserkalb, Faden-wurm |
| Wassärchälbli | |
| Dialekt: | eerbswiis |
| Deutsch: | erbeshalber, vererbt |
| Dialekt: | hundswiis |
| Deutsch: | spasshalber |
| Dialekt: | Zalig |
| Deutsch: | Bezahlung |
| 1676 der Zalig halben | |
| Dialekt: | Ziilä |
| Deutsch: | Zeile(n) |
| Grenz-Linie 1339 inret den Zilen,1515 usserthalb disen Zylen Zeile (geschrieben, gedruckt) ä Ziilätä Bäum: Baumlinie (Allée) > uusziilä Ziili: Fadenende ds Ziili (nüd) übärchoo vgl zeilenlang | |
| Dialekt: | Ziit |
| Deutsch: | Zeit |
| i dr sälbä Ziit = damals was sind das für Ziitä! äs Ziitlibisher Ziit = Uhr (Kirchenuhr, Stubenuhr, Sackuhr): jetzt am Aussterben, umgekehrt heisst es jetzt was für Ziit? statt früher: we schpaat? Ziit abnää: einander Guten Tag oder Gute Nacht sagen ziitäwiis, halbsziit Du liäbi Ziit! > därziit, drziit, Chiläziit, Heuziitli, Schtubäziit | |
| Dialekt: | zöölig |
| Deutsch: | zolldick |
| halbzöölig | |
| Dialekt: | Zwei |
| Deutsch: | zwei Uhr |
| äs isch Zwei, Viärtäl übär Zwei, halbi Zwei, äs Zweiärli, Zwei- händär, -sitzär, -pfündär vgl ON Zweisimmen, -lütschinen, -brücken | |
| Dialekt: | Heupfüür |
| Deutsch: | Funken schlagen, blitzen |
| Das Funkenschlagen an einer Pfanne beim Herausheben aus dem Chuschtloch (Kochherd). Das Funkenschlagen passiert oft bei aufkommendem Föhn und wurde deshalb auch als Wetterzeichen gedeutet. Äs heupfüüräd sagt man auch wenn es hitzleichäd (Wetterleuchten). | |