Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
GrundGrundFlurname auswärts Grund und Bodä im Grund undä z Grund gaa = zugrunde gehen (im Wallis: von der Alp zu Tal fahren), Grundlage: das gid ä guätä Grund (zum bauen, zum essen) Berechtigung: ich han ä guätä Grund därzuä im Grund hed är rächt
BodäGrundlagedas gid um Bodä z Bodä redä dur all Bödä durä
GrundbuächGrundbuch(neu: Kataster) mhd gruntbuoch
GrundrächtGrundrechtalt: Rechte der Grundherren, neu: Rechte am Grund haftend
GrundschtückGrundstückeigener Grund neu: gründlich, gründig,
GuätGrundbesitz
LandGrundstückä Blätz Land chauffä as viil Schnee as Land! 4) Vaterland, Altes Land Schwyz, Obrigkeit
RissGrundriss1684 Pfr Zwissienne hat für das neue Kloster den Riss gemacht vgl. Reissbrett, Reissblei
ÄxischtänzExistenz, Lebensgrundlageär hed mit dem ä kän Äxischtänz
BeinigsName eines steinigen Grundstückes, beidüürr: dürr wie Totengebein beihert: hart wie Knochen beimager: beinmager2) Bein (Schenkel) äs Bei schtellä uf d Bei schtaa Bei machä mit em lätzä Bei uufgschtandä hesch kä Siin sä hesch Bei! vgl Holz-, Stuhl-, Tisch-, Stand-
BüntBeunde, kleines umzäuntes Grundstück, Schrebergarten(Pünt)
buuäbebauendüngen vgl Grundbuch 1873: “bebautes Land” im Gegensatz zu Magerland
ChrachäKrachenklaffender Abgrund, abgelegenes Gebiet z.B. Krachen (Menzberg LU) Mz Chrächä
FläckligFleckling(Grundplatte für Hausbau, Kantholz) mhd vlecke (Bohle, Balken)
gäächsteil, gähemhd gâch, gaech gääch uufä gääch appä ä gäächä Rank vgl. gähnender Abgrund (vgl Familienname Gächter: Bahlow)
geinägähnenmhd geinen, gînen vgl gähnender Abgrund ds Muul zuähaa bim Geinä! ZG, BE giinä
GnossäbodäBoden, Grundbesitz der Genossame
HellHölle(mhd helle Abgrund) früher oft für Hölle zu hören (chuusch i d Hell), jetzt meist Höll
HuäbHuob, Hubeahd huoba 1) Grundstück vgl FN Hubacher, Hubmann, AnderLeitärä, Huber 2) Tierhöhle (Fuchs, Dachs, Murmeltier > Buu), spöttisch für Schlafzimmer
LauiLawineDieses alte Wort hat heute einen schweren Stand gegen die “Lawine von Lawinenberichten”! Staublaui: im Schtaub choo Grundlaui: vom Grund choo Flurnamen Laui, Laueli > Hor-, Jäntänä-, Plattä-, Ruppers-, Schmal-, Schwel-
Lauälikleines Grundstück
RiissnagelReissnagelvgl. Reissblei, Reissbrett, Reisszeug, Aufriss, Grundriss mhd rîzen ritzen > Riss
SchöönäbäärgSchönenberg(häufiger Ortsname im Datif im schönen Berg, Familienname Schönenberger, vgl. -buch, -werd, -grund
suschsonstmhd sus, sust susch nu öppis? chum susch einisch! är hätti susch muässä gaa är hed susch muässä gaa (aus einem anderen Grund) 1424 sust 1517 sunst UR: suschhundert = nullhundert
värdäärbäverderben, zugrundegehenmhd verderben er/sie/es verdiirbt äs isch värdoorbä värdäärbis guät > värdeerbä
WidmäWidmenGrundstück (neuestens amtlich Wydmen geschrieben: falsch und unbegründet) > Wittmä
zbodäredäzu Boden reden, bis auf den Grund alles beredenetz müämr einisch zbodä redä midänand! hend iär zbodä gredt? (langes Gespräch)
zgrundzugrundezgrund gaa, richtä
ZuugrächtZugrechtaltes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel)
Dialekt:Grund
Deutsch:Grund
Flurname auswärts Grund und Bodä im Grund undä z Grund gaa = zugrunde gehen (im Wallis: von der Alp zu Tal fahren), Grundlage: das gid ä guätä Grund (zum bauen, zum essen) Berechtigung: ich han ä guätä Grund därzuä im Grund hed är rächt
Dialekt:Bodä
Deutsch:Grundlage
das gid um Bodä z Bodä redä dur all Bödä durä
Dialekt:Grundbuäch
Deutsch:Grundbuch
(neu: Kataster) mhd gruntbuoch
Dialekt:Grundrächt
Deutsch:Grundrecht
alt: Rechte der Grundherren, neu: Rechte am Grund haftend
Dialekt:Grundschtück
Deutsch:Grundstück
eigener Grund neu: gründlich, gründig,
Dialekt:Guät
Deutsch:Grundbesitz
Dialekt:Land
Deutsch:Grundstück
ä Blätz Land chauffä as viil Schnee as Land! 4) Vaterland, Altes Land Schwyz, Obrigkeit
Dialekt:Riss
Deutsch:Grundriss
1684 Pfr Zwissienne hat für das neue Kloster den Riss gemacht vgl. Reissbrett, Reissblei
Dialekt:Äxischtänz
Deutsch:Existenz, Lebensgrundlage
är hed mit dem ä kän Äxischtänz
Dialekt:Beinigs
Deutsch:
Name eines steinigen Grundstückes, beidüürr: dürr wie Totengebein beihert: hart wie Knochen beimager: beinmager2) Bein (Schenkel) äs Bei schtellä uf d Bei schtaa Bei machä mit em lätzä Bei uufgschtandä hesch kä Siin sä hesch Bei! vgl Holz-, Stuhl-, Tisch-, Stand-
Dialekt:Bünt
Deutsch:Beunde, kleines umzäuntes Grundstück, Schrebergarten
(Pünt)
Dialekt:buuä
Deutsch:bebauen
düngen vgl Grundbuch 1873: “bebautes Land” im Gegensatz zu Magerland
Dialekt:Chrachä
Deutsch:Krachen
klaffender Abgrund, abgelegenes Gebiet z.B. Krachen (Menzberg LU) Mz Chrächä
Dialekt:Fläcklig
Deutsch:Fleckling
(Grundplatte für Hausbau, Kantholz) mhd vlecke (Bohle, Balken)
Dialekt:gääch
Deutsch:steil, gähe
mhd gâch, gaech gääch uufä gääch appä ä gäächä Rank vgl. gähnender Abgrund (vgl Familienname Gächter: Bahlow)
Dialekt:geinä
Deutsch:gähnen
mhd geinen, gînen vgl gähnender Abgrund ds Muul zuähaa bim Geinä! ZG, BE giinä
Dialekt:Gnossäbodä
Deutsch:Boden, Grundbesitz der Genossame
Dialekt:Hell
Deutsch:Hölle
(mhd helle Abgrund) früher oft für Hölle zu hören (chuusch i d Hell), jetzt meist Höll
Dialekt:Huäb
Deutsch:Huob, Hube
ahd huoba 1) Grundstück vgl FN Hubacher, Hubmann, AnderLeitärä, Huber 2) Tierhöhle (Fuchs, Dachs, Murmeltier > Buu), spöttisch für Schlafzimmer
Dialekt:Laui
Deutsch:Lawine
Dieses alte Wort hat heute einen schweren Stand gegen die “Lawine von Lawinenberichten”! Staublaui: im Schtaub choo Grundlaui: vom Grund choo Flurnamen Laui, Laueli > Hor-, Jäntänä-, Plattä-, Ruppers-, Schmal-, Schwel-
Dialekt:Lauäli
Deutsch:kleines Grundstück
Dialekt:Riissnagel
Deutsch:Reissnagel
vgl. Reissblei, Reissbrett, Reisszeug, Aufriss, Grundriss mhd rîzen ritzen > Riss
Dialekt:Schöönäbäärg
Deutsch:Schönenberg
(häufiger Ortsname im Datif im schönen Berg, Familienname Schönenberger, vgl. -buch, -werd, -grund
Dialekt:susch
Deutsch:sonst
mhd sus, sust susch nu öppis? chum susch einisch! är hätti susch muässä gaa är hed susch muässä gaa (aus einem anderen Grund) 1424 sust 1517 sunst UR: suschhundert = nullhundert
Dialekt:värdäärbä
Deutsch:verderben, zugrundegehen
mhd verderben er/sie/es verdiirbt äs isch värdoorbä värdäärbis guät > värdeerbä
Dialekt:Widmä
Deutsch:Widmen
Grundstück (neuestens amtlich Wydmen geschrieben: falsch und unbegründet) > Wittmä
Dialekt:zbodäredä
Deutsch:zu Boden reden, bis auf den Grund alles bereden
etz müämr einisch zbodä redä midänand! hend iär zbodä gredt? (langes Gespräch)
Dialekt:zgrund
Deutsch:zugrunde
zgrund gaa, richtä
Dialekt:Zuugrächt
Deutsch:Zugrecht
altes wichtiges Recht im Grundstückhandel, Einstandsrecht (alt und weitverbreitet, Zusammenhang mit überlangendem Kapital) vgl. zum Zuge kommen (Schachspiel)