| Muotathaler Dialekt | Schriftsprache | Erläuterung | Foto | Audio |
|---|---|---|---|---|
| Gott | ahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz... | |||
| Gottert | Gotthard | uf em Gottert obä übärä Gottert | ||
| Gottertli | Gotthardli | Flurname: kleiner Gotthard (Gründel) | ||
| Gottä, Götti | Patin, Pate | mhd gote, göte: aus Gevatter, ahd gotfater, engl godfather = Vaterstellvertreter Götti und Gotten 1578, Gfateren und Gfeterin, Goten und Götin Gotthelf Gotte, Götti > Chrisä-, Schlotter- | ||
| Gottli | Patenkind | Patenkind | ||
| Gotts- | Gottes- | |||
| Gottsäärdäschand | alle erdenkliche Schande auf Gottes Erde | |||
| Gottshuus | altes Wort für Kirche oder Kloster mhd gothus vgl Ortsname Gottshaus | |||
| Gottsloo | Gotteslohn | um Gottsloo öppis machä | ||
| Gottsnamä | in Gottes Namen | i Gotts Namä! isch nüd gfluächät! | ||
| Gottswillä | Gotteswillen | um Gott(äs)swillä! Ausruf des Entsetzens BE Gottwilchä: mit Gott willkommen | ||
| gottäfroo | gottsfroh, herrgottsfroh | |||
| gottloob | gottlob | ahd gote sî lob | ||
| gottloobloos | gottlos | mhd lôs = frei, ledig, ohne Schimpfwort bei uns aber meist nur Kraftwort (wie usinnig): gottlos schöön, fromm, braaf,gottlos gschruuä, wee taa | ||
| gottloobseelänälei | ganz allein | > muätärseelänälei | ||
| gottsärbäärmli | gottsärbäärmli gschruuä - | |||
| Gottmärchiid | lange Ausführungen über diesen Ausspruch, früher in verschiedenen Formen weit verbreitetet Wänn einä sich värschtellt und meint, Gott merki nüüd: das isch nur ä Gottmärchiid! BE Gottmersprich (wie wenn), NW Gottversprich (Empörungswort), OW Godversprich (als ob), engl God forbid! (Gott verbiete es!) | |||
| äändli | ähnlich | Gotthelf auf und ähnlich | ||
| Aarflä | Armvoll | äs Äärfäli Holz Gotthelf umarflen Lienert arflewys engl armfull | ||
| ääsig | essbar | äs ääsigs Gresli essfreudig: äs ääsigs Chuäli Gotthelf: äsig | ||
| adee | lebewohl | (Gott empfohlen) auch adiä esä sägä-n-ich etz adiä auch adiöö | ||
| änät | Duden: “schweizerisch für jenseits” änät äm Pragel, änät äm Bach vgl. Ennetbirg (Gebirgsland jenseits des Gotthards), Ennetmarch (alter Name für Urnerboden), Ennetbaden, Ennetbühl, Ennetbürgen, Ennetmoos, Ennetsee | |||
| äxpräss | ägschpräss express zum Trotz äxpräss hed ärs gmacht Gotthelf express | |||
| Bättigottä | überfromme Frau | |||
| bättä | beten | gu bättä gaa bbättät Bischof Caminada fragte ein Mädchen: hesch hütt au bbettet (Churer Deutsch für bättä) am Morge? - nei, i ha müässä gu d Häfä läärä! (> bettä) zu Gott bättä: Gebet in der Kirche für einen Sterbenden (das geschah einmal für den Rüteli Klemens - da kam er selber dazu!) über ä Tisch bättä: Tischgebet verrichten | ||
| bhüät di Gott | behüt dich Gott | mhd behüeten bhüätis: bei Gott nicht! | ||
| bigoscht | bei Gott, wahrhaftig | > bimeich, goppelau | ||
| Bubichopf | Bubikopf | (Haarschnitt) Pfr. Fässler zu einem Mädchen: d Muettergottes hed ä kä Bubichopf ghaa! - Ja und der heilig Josef ä kä Töff! | ||
| Bund | Gott mit den Menschen in der Bibel, Alter Bund, Neuer Bund | |||
| Chilä | Kirche | (Gemeinschaft der Gläubigen, Gebäude, Gottesdienst) mhd kirche, kilche anderswo Chirche (vgl ON Kirchberg, Kirchdorf) Mz: mr hend 7 Chilä (Chilänä?) im Taal Verkl. Chiläli Kirchlein z Chilä gaa am Sunntig zChilä tuä = beerdigen wer tüänds da z Chilä? - der vorderisch! Gottesdienst: isch hüt kä Chilä? vor Chiläs, undär Chiläs, na Chiläs (Genitivbildung) | ||
| Chrisägottä, Chrisägötti | Firmpaten | ab 1712: Krisengötti, Chrisamgottin > chrismä | ||
| Chrisägötti | Firmpaten | ab 1712: Krisengötti, Chrisamgottin > chrismä | ||
| chrismä | firmen | (mit Chrisam salben) mhd krisemen > Chrisägottä | ||
| chrüüzläwiis | kreuzweis | -fideel vgl herrgottsdumm | ||
| der | der | d(e)r Vatter, d(e)r Herrgott, d(e)r Bach | ||
| dörffä | dürfen, gedurft | ahd durfan dörffä barfuäss gaa är hed nüd dörffä uufschtaa (ist noch krank) daarfsch is Wassär? (wagen) Gotthelf | ||
| Eerägäntärli | Ehrenschrank, Herrgottsgottswinkel, Brotkasten, Schrank mit Auszeichnungen | |||
| Fäldgottesdiänscht | Feldgottesdienst | |||
| Firmgottä, Firmgötti | Firmpaten | > chrismä, Chrisä- | ||
| Fräßsack | Nimmersatt | (war zuvorderst, als der Herrgott die Mäuler verteilte) | ||
| fromm | fromm | mhd vrom, vrum huärä fromm, gottloos fromm | ||
| Froonfaschtä | Fronfasten | (für Gott den Herrn) Fronfastenkind | ||
| Galtvee | Galtvieh | ds Herrgottä Galtvee: alte Jungfern | ||
| Gand | Gegend mit Geröll | mhd gant “Brügg, Bödäli und Gand, liid alls i Gottes Hand” 1388 Schlacht bei Näfels: “die Glarner wichen in ein Gand”. Weit verbreiteter Flurname: Landquart Ganda, Zermatt Gandegg, Zernez Las Gandas, Südtirol ob Kalteren Obere und Untere Gand FN: Gander, Gandner, Zur-, Inder- neu im Flurschutz: Gefahr des Übergandens (NW ubergande) vgl Gandeggä | ||
| gaumä | achthaben, hüten gaumen | obd mhd goumen ggaumät: urspr. Haus hüten während Gottesdienst oder Feldarbeit,Vieh hüten, wo keine Zäune:“Geiss und Küh in den Gängen zu gaumen ist verboten” Mancherorts betete man nach dem Abend-Rosenkranz noch 1 Vaterunser “für diä Seelä wo üs wachid und gaumid” | ||
| geugglä | tun wie ein G. | Gotthelf geuggle | ||
| giirä | das | das gleiche wie giipschä d Türä giirät Gotthelf giiren> chiirbschä | ||
| Gitzi | junge Ziege, Kitze, Zicklein | ahd kizzi mhd kitze Gitzifleisch Hebel Gizi Gotthelf Gitzimist | ||
| Gnaad Gott | möge Gottes Gnade dies verhüten (oder bestrafen)! | |||
| gnagä | nagen, benagen | mhd nagen det hesch z gnagä, si hend gnagätGotthelf, Lienert gnage | ||
| gnepfä | hinken, neigen, wackeln, kippen | mhd gnepfen (sich neigen)Gotthelf gnepfen, Lienert gnipfe > gnappä | ||
| Goppälau | hoffentlich auch! ja natürlich! bei Gott, ja! | |||
| jämmärli | gottsjämmärli gschruuäHälf diär Gott! | |||
| Götz | Götze | mhd götze Götzädiänscht FN Götz (Gottfried), siehe Pfarrhelfer Goetz > Öölgötz | ||
| graasä | Gras mähen zum Verfüttern | Gotthelf grasen | ||
| greupfrääsig | heikel beim Essen, isst nicht alles | Greupfrääslig! greupelfräsig Gotthelf gräubäsig, Lienert gräubfrässig anderswo gschnäderfräsig >?chögg | ||
| grüäzi | urspr. Gott grüsse dich! bei uns früher nicht bekannt, dafür Taggruss | |||
| hälffä | helfen | mhd helfen Hälf dir Gott is Himäli uufä! > hilf, Hilf, hulf, ghulffä, Hülf | ||
| heilloos | heillos | (Verstärkungswort heilos vgl. gottloos | ||
| Herrgott | Herrgott | üsä Herrgott Herrgott! Zornwort auch Hergolani! Im Hergott = Herrgottstutz | ||
| Herrgotts-Bluämä | verschiedene Blumen mit diesem Namen | |||
| Herrgottsschtutz | Schimpfwort auch Flurname | |||
| Herrgottstaag | Fronleichnam | |||
| Herrgottstaag | sehr schöner Tag | |||
| Herrgottswättär | sehr schönes Wetter | |||
| Herrgottswinkel | Herrgottswinkel in der Stube (mit Kreuz und Bildern) | |||
| herrgottsguät | ä herrgotts Laui isch das gsii: eine Jahrhundert-Laui (1999 Bisisthal) | |||
| herrgottsschön | herrgottsschön | |||
| herrgottswüäscht | herrgottswüst | |||
| Herrschaft | Kraftwort (steht für Herrgott!) | |||
| Himäl | Himmel | (Himul) mhd himel im Himel obä am Himel obä ums Himels willä! Hälf dr Gott i Himäl uufä! (bei Niessen) > Geisshimäl, Rosshimäl, hölzigä Himäl | ||
| Himäli | Kinderwort für Himmel Hälf diär Gott is Himäli uufä! | |||
| Hundschöpfi | Flurname Lehrer Weissen: Gott ist Schöpfer der Welt,wer kennt noch andere Worte dafür? Schüler: Suppäschöpfer, Hundschöpfer! | |||
| Huus | Haus | ahd hûs engl house > Aarmä-, Chrankä-, Füür-, Gadä-, Gotts-, Holz-, Milch-, Nüü-, Siächä-, Schnäggä-, Schützä-, Voor-, Weisä-, Wiirts- | ||
| jawool | jawohl | (verstärktes ja) Gotthelf, Lienert jawolle | ||
| jeckärs | Jeckärs Gott! auch Jeeckärs > jerä, jessäs | |||
| jeedät | Ausruf des Entsetzens jeedät Gott! jeedetli au! > jenx | |||
| jeerä | Ausruf Jeerägott! o Gott! auch jerä! | |||
| jerä | jerä Gott! jerä Gott und Vatter au! jeräli au! auch jeerä, jörä | |||
| jeesänä | jammern und Jesses rufen Jeesäs Gott! Jessäs Gott! | |||
| Jessäs Gott! | Jessäs Gott und Vatter au! Jessäs Maria! auch Jöösäsgott! Gotthelf Ises! Yses! | |||
| Lehrbuäb | Lehrbub | Gotthelf Lehrbub | ||
| liäb | lieb | mhd liep ä liäbä, ä liäbi, äs liäbs (ordentlich, freundlich) bis liäb! diär zliäb dr liäb Gott nüd zliäb (nicht der Mühe wert) liäbä und Liäbi gibt es bei uns im Thal auch, aber nicht mit diesen Worten,es heisst gäärä haa, ä Schatz haa > uliäb | ||
| Liäbgott | der liebe Gott | > Herrgott, Heiland | ||
| maläfiz | maläfiz | schöön vgl höllisch schöön, gottloos schöön | ||
| Mariija | Maria | (Mutter Jesu) diä drii Mariijä: die drei Mareien (an Ostern) > Muättärgottäs, Liäbfrauä | ||
| merssi | frz merci mhd merzi früher sagten wir Värgälts Gott! | |||
| Müattärgottäs | Muttergottes, Maria, Mutter Jesu | Maria-Bild - taag = 15.August -chäfärli -schüäli Rhiner 208 > Liäbfrauä | ||
| Müattärgöttässli | kleines Muttergottes-Standbild | |||
| Müättergottestag | Marientag | |||
| nachä | wovon vo waas nachä? dänk vo öppis nachä! vo welä nachä? Gotthelf von braver Familie nache | |||
| niädärä | ein jeder | ä niädärä chund öppis übär Id 2,1165/15,490 Greyerz I 68 Gotthelf en iederi, es nieders > niätwedärä-, jet-, keit- | ||
| numedä | noch mehr als, sogar | und aagschnerzt hed ärs numedän äs maal! numedä di Altä gand driuusä! auch: numedigs: ds Rasäli hed allnä Duu gseid, si tüäg das numedigs am Herrgott! > medig | ||
| nüüssä | niesen, niessen | mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte! | ||
| obmerchi | in der Meinung dass >?Gottmärchiid | |||
| potz | potz = gotts.. potzblitz potzcheib potztuusig Id 4,1996 | |||
| prässiärä | eilen, sich sputen | Gotthelf pressieren > Äxpräss | ||
| rääss | räss | mhd raeze, engl racy scharf im Geschmack: räässä Chääs scharf im Tun: ä räässi Antwort d Sunnä schiint alig rääss im Herbscht Gotthelf ein rässer Herr, Lienert ä rässe Wind rässsär, räässäschtä (Steigerung) | ||
| Reischti | Reist-Zug Duden: Riese (Holzrutsche im Gebirge,bayr Reiste) Reglement betr. Holzriesen (Reistzüge) längs der Gotthardbahn > Gleis, Gleit, Greis | |||
| sataanisch | sehr, fest, stark | äs tuät sataanisch wee vgl huärä, herrgotts .. | ||
| Scheesä | Kutsche, Kinderwagen, Frauenzimmer | frz chaise Scheesli Schwyz: Scheeisä, Scheeisli Gotthelf Chaise, Chaisli, Chaischen | ||
| Schiff | Schiff | mhd schif, skif Chiläschiff: Mä gseeds ja nüd vom Schiff uus Gülten, Gotthelf: mit Schiff und Gschiirr = die ganze Fahrhabe (Schiff = Gefässe > Wassärschiff) | ||
| Schlaag | Schlag | mhd slag, slaht ä Schlaag Holz dr Schlaag hed ä troffä (früher: Schlag Gottes) z Schlaag choo mid eim (urspr. im Zweikampf) ä gschpässägä Schlaag Lüüt Verschlag (neu: Schlafzimmer) we im ä Tuubä- schlaag Mz Schleeg Verkl. Schlegli > Schlag-, Schlegel, Schlegmilch | ||
| Schlegel | Schlägel, Keule, Holzhammer, Schenkel | Schlegäli Familienname Schlegel (Jarzit der Schlegligen mhd slegel Schlegel a Weggä = Schlag auf Schlag zwüschäd Schlegul und Weggä: Klemme, Zwickmühle Gotthelf mit Schlegel und Weggen (mit aller Kraft, gründlich) > Holz-, Trummlä- | ||
| Schlottärgötti | Statthalter bei Taufe | -götti, -gottä, -ässä, Schlottärätä (Taufessen) Wort und Sache einst weitverbreitet, Worterklärung unsicher | ||
| schmöckä | schmecken, riechen | mhd smecken, engl smack ds Wättär schmöckä ä Hund schmöckt am Bodä nachä a) gut: a dä Bluämä schmöckä: diä Bluämä schmöckid guät! b) schlecht: är / äs schmöckt = er / es stinkt Wenn ein Deutscher uns beim Essen fragt: schmeckt es? heisst es aufpassen mit der Antwort! Gotthelf, Lienert schmöcke | ||
| Schöpfär | Schöpfer | mhd schaepfer: Schöpfgerät,Erschaffer Lehrer Weissen: wir haben jetzt von Gott dem Schöpfer geredet, weiss einer noch ein anderes Wort? - Schüler: Suppäschöpfär, Hundschöpfär! Gschöpf | ||
| schtuurb | stürbe | Nach anderer Meinung soll obige Frau gesagt haben: i schtuurb etz afig einisch! 1315 wär ouch dass einer sturbe (Bundesbrief) Gotthelf sturb | ||
| Schtäärnächeib | Schimpfwort, Kraftwort (Stern für Himmel oder Gott) Kosewort für ein Neugeborenes: e du chliinä Schtäärnächeib! | |||
| schtäärns- | Kraftwort wie herrgotts- schtärnsvärruckt | |||
| schtälä | stehlen | mdh steln Schtäli! du schtilscht, är schtilt, i schtul (1799 die Russen stuhlen), är hed gschtolä am Herrgott dr Taag abschtälä | ||
| schtand | wir/ihr/sie stehen, steht! | schtand graad! Lienert mier stand Jodelmesse Marty: Herrgott, miär stönd vor Diär! > schtaa | ||
| Schtrau | Stroh | mhd stro, strauw,engl straw Gschtrau Gotthelf Strau | ||
| schtriitig | streitig | mhd strîteg anstrengend (Gotthelf streitig) vgl. strittig | ||
| Schtunggis | Kartoffelstock | (Zerstossenes) mhd stung neu Stocki, Stoggi UW Eintopf Gotthelf Stungg > Gumälischtunggis | ||
| Schtutz | steiler Weg, stotzige Halde | mhd stutz (gleichbedeutend wie Stoos) Mz Schtütz vgl stutzig > Herrgottschtutz, Gopfridschtutz neu: Franken vgl Flur- und Familienname Stutz, Stutzer, Amstutz | ||
| Schübel | Schübel | (mhd schübel: Stopfbüschel, Menge, Haufen) ä Schübel Lüüt, äs Schübäli Goofä (>Tschupplä), ä Schübel Schtei Gotthelf Schübel, Schübeli vgl Familienname Schübel, Ortsname Schübelbach > Tschuppelbach > -grind (Dickkopf), -oorä (übelhörig) |
| Dialekt: | Gott |
| Deutsch: | |
| ahd mhd got, engl god Bei uns meist nur in Zusammensetzung gebräuchlich: der liäb Gott, i Gotts Namä, der Herrgott, Jesses Gott! zu Gott bättä, Muättergottes, Värgältsgott, Hälf diär Gott! Verballhornungen: > bigoscht, Goppelau, Gopf.. , potz... | |
| Dialekt: | Gottert |
| Deutsch: | Gotthard |
| uf em Gottert obä übärä Gottert | |
| Dialekt: | Gottertli |
| Deutsch: | Gotthardli |
| Flurname: kleiner Gotthard (Gründel) | |
| Dialekt: | Gottä, Götti |
| Deutsch: | Patin, Pate |
| mhd gote, göte: aus Gevatter, ahd gotfater, engl godfather = Vaterstellvertreter Götti und Gotten 1578, Gfateren und Gfeterin, Goten und Götin Gotthelf Gotte, Götti > Chrisä-, Schlotter- | |
| Dialekt: | Gottli |
| Deutsch: | Patenkind |
| Patenkind | |
| Dialekt: | Gotts- |
| Deutsch: | Gottes- |
| Dialekt: | Gottsäärdäschand |
| Deutsch: | alle erdenkliche Schande auf Gottes Erde |
| Dialekt: | Gottshuus |
| Deutsch: | |
| altes Wort für Kirche oder Kloster mhd gothus vgl Ortsname Gottshaus | |
| Dialekt: | Gottsloo |
| Deutsch: | Gotteslohn |
| um Gottsloo öppis machä | |
| Dialekt: | Gottsnamä |
| Deutsch: | in Gottes Namen |
| i Gotts Namä! isch nüd gfluächät! | |
| Dialekt: | Gottswillä |
| Deutsch: | Gotteswillen |
| um Gott(äs)swillä! Ausruf des Entsetzens BE Gottwilchä: mit Gott willkommen | |
| Dialekt: | gottäfroo |
| Deutsch: | gottsfroh, herrgottsfroh |
| Dialekt: | gottloob |
| Deutsch: | gottlob |
| ahd gote sî lob | |
| Dialekt: | gottloobloos |
| Deutsch: | gottlos |
| mhd lôs = frei, ledig, ohne Schimpfwort bei uns aber meist nur Kraftwort (wie usinnig): gottlos schöön, fromm, braaf,gottlos gschruuä, wee taa | |
| Dialekt: | gottloobseelänälei |
| Deutsch: | ganz allein |
| > muätärseelänälei | |
| Dialekt: | gottsärbäärmli |
| Deutsch: | |
| gottsärbäärmli gschruuä - | |
| Dialekt: | Gottmärchiid |
| Deutsch: | |
| lange Ausführungen über diesen Ausspruch, früher in verschiedenen Formen weit verbreitetet Wänn einä sich värschtellt und meint, Gott merki nüüd: das isch nur ä Gottmärchiid! BE Gottmersprich (wie wenn), NW Gottversprich (Empörungswort), OW Godversprich (als ob), engl God forbid! (Gott verbiete es!) | |
| Dialekt: | äändli |
| Deutsch: | ähnlich |
| Gotthelf auf und ähnlich | |
| Dialekt: | Aarflä |
| Deutsch: | Armvoll |
| äs Äärfäli Holz Gotthelf umarflen Lienert arflewys engl armfull | |
| Dialekt: | ääsig |
| Deutsch: | essbar |
| äs ääsigs Gresli essfreudig: äs ääsigs Chuäli Gotthelf: äsig | |
| Dialekt: | adee |
| Deutsch: | lebewohl |
| (Gott empfohlen) auch adiä esä sägä-n-ich etz adiä auch adiöö | |
| Dialekt: | änät |
| Deutsch: | |
| Duden: “schweizerisch für jenseits” änät äm Pragel, änät äm Bach vgl. Ennetbirg (Gebirgsland jenseits des Gotthards), Ennetmarch (alter Name für Urnerboden), Ennetbaden, Ennetbühl, Ennetbürgen, Ennetmoos, Ennetsee | |
| Dialekt: | äxpräss |
| Deutsch: | |
| ägschpräss express zum Trotz äxpräss hed ärs gmacht Gotthelf express | |
| Dialekt: | Bättigottä |
| Deutsch: | überfromme Frau |
| Dialekt: | bättä |
| Deutsch: | beten |
| gu bättä gaa bbättät Bischof Caminada fragte ein Mädchen: hesch hütt au bbettet (Churer Deutsch für bättä) am Morge? - nei, i ha müässä gu d Häfä läärä! (> bettä) zu Gott bättä: Gebet in der Kirche für einen Sterbenden (das geschah einmal für den Rüteli Klemens - da kam er selber dazu!) über ä Tisch bättä: Tischgebet verrichten | |
| Dialekt: | bhüät di Gott |
| Deutsch: | behüt dich Gott |
| mhd behüeten bhüätis: bei Gott nicht! | |
| Dialekt: | bigoscht |
| Deutsch: | bei Gott, wahrhaftig |
| > bimeich, goppelau | |
| Dialekt: | Bubichopf |
| Deutsch: | Bubikopf |
| (Haarschnitt) Pfr. Fässler zu einem Mädchen: d Muettergottes hed ä kä Bubichopf ghaa! - Ja und der heilig Josef ä kä Töff! | |
| Dialekt: | Bund |
| Deutsch: | |
| Gott mit den Menschen in der Bibel, Alter Bund, Neuer Bund | |
| Dialekt: | Chilä |
| Deutsch: | Kirche |
| (Gemeinschaft der Gläubigen, Gebäude, Gottesdienst) mhd kirche, kilche anderswo Chirche (vgl ON Kirchberg, Kirchdorf) Mz: mr hend 7 Chilä (Chilänä?) im Taal Verkl. Chiläli Kirchlein z Chilä gaa am Sunntig zChilä tuä = beerdigen wer tüänds da z Chilä? - der vorderisch! Gottesdienst: isch hüt kä Chilä? vor Chiläs, undär Chiläs, na Chiläs (Genitivbildung) | |
| Dialekt: | Chrisägottä, Chrisägötti |
| Deutsch: | Firmpaten |
| ab 1712: Krisengötti, Chrisamgottin > chrismä | |
| Dialekt: | Chrisägötti |
| Deutsch: | Firmpaten |
| ab 1712: Krisengötti, Chrisamgottin > chrismä | |
| Dialekt: | chrismä |
| Deutsch: | firmen |
| (mit Chrisam salben) mhd krisemen > Chrisägottä | |
| Dialekt: | chrüüzläwiis |
| Deutsch: | kreuzweis |
| -fideel vgl herrgottsdumm | |
| Dialekt: | der |
| Deutsch: | der |
| d(e)r Vatter, d(e)r Herrgott, d(e)r Bach | |
| Dialekt: | dörffä |
| Deutsch: | dürfen, gedurft |
| ahd durfan dörffä barfuäss gaa är hed nüd dörffä uufschtaa (ist noch krank) daarfsch is Wassär? (wagen) Gotthelf | |
| Dialekt: | Eerägäntärli |
| Deutsch: | Ehrenschrank, Herrgottsgottswinkel, Brotkasten, Schrank mit Auszeichnungen |
| Dialekt: | Fäldgottesdiänscht |
| Deutsch: | Feldgottesdienst |
| Dialekt: | Firmgottä, Firmgötti |
| Deutsch: | Firmpaten |
| > chrismä, Chrisä- | |
| Dialekt: | Fräßsack |
| Deutsch: | Nimmersatt |
| (war zuvorderst, als der Herrgott die Mäuler verteilte) | |
| Dialekt: | fromm |
| Deutsch: | fromm |
| mhd vrom, vrum huärä fromm, gottloos fromm | |
| Dialekt: | Froonfaschtä |
| Deutsch: | Fronfasten |
| (für Gott den Herrn) Fronfastenkind | |
| Dialekt: | Galtvee |
| Deutsch: | Galtvieh |
| ds Herrgottä Galtvee: alte Jungfern | |
| Dialekt: | Gand |
| Deutsch: | Gegend mit Geröll |
| mhd gant “Brügg, Bödäli und Gand, liid alls i Gottes Hand” 1388 Schlacht bei Näfels: “die Glarner wichen in ein Gand”. Weit verbreiteter Flurname: Landquart Ganda, Zermatt Gandegg, Zernez Las Gandas, Südtirol ob Kalteren Obere und Untere Gand FN: Gander, Gandner, Zur-, Inder- neu im Flurschutz: Gefahr des Übergandens (NW ubergande) vgl Gandeggä | |
| Dialekt: | gaumä |
| Deutsch: | achthaben, hüten gaumen |
| obd mhd goumen ggaumät: urspr. Haus hüten während Gottesdienst oder Feldarbeit,Vieh hüten, wo keine Zäune:“Geiss und Küh in den Gängen zu gaumen ist verboten” Mancherorts betete man nach dem Abend-Rosenkranz noch 1 Vaterunser “für diä Seelä wo üs wachid und gaumid” | |
| Dialekt: | geugglä |
| Deutsch: | tun wie ein G. |
| Gotthelf geuggle | |
| Dialekt: | giirä |
| Deutsch: | das |
| das gleiche wie giipschä d Türä giirät Gotthelf giiren> chiirbschä | |
| Dialekt: | Gitzi |
| Deutsch: | junge Ziege, Kitze, Zicklein |
| ahd kizzi mhd kitze Gitzifleisch Hebel Gizi Gotthelf Gitzimist | |
| Dialekt: | Gnaad Gott |
| Deutsch: | |
| möge Gottes Gnade dies verhüten (oder bestrafen)! | |
| Dialekt: | gnagä |
| Deutsch: | nagen, benagen |
| mhd nagen det hesch z gnagä, si hend gnagätGotthelf, Lienert gnage | |
| Dialekt: | gnepfä |
| Deutsch: | hinken, neigen, wackeln, kippen |
| mhd gnepfen (sich neigen)Gotthelf gnepfen, Lienert gnipfe > gnappä | |
| Dialekt: | Goppälau |
| Deutsch: | hoffentlich auch! ja natürlich! bei Gott, ja! |
| Dialekt: | jämmärli |
| Deutsch: | |
| gottsjämmärli gschruuäHälf diär Gott! | |
| Dialekt: | Götz |
| Deutsch: | Götze |
| mhd götze Götzädiänscht FN Götz (Gottfried), siehe Pfarrhelfer Goetz > Öölgötz | |
| Dialekt: | graasä |
| Deutsch: | Gras mähen zum Verfüttern |
| Gotthelf grasen | |
| Dialekt: | greupfrääsig |
| Deutsch: | heikel beim Essen, isst nicht alles |
| Greupfrääslig! greupelfräsig Gotthelf gräubäsig, Lienert gräubfrässig anderswo gschnäderfräsig >?chögg | |
| Dialekt: | grüäzi |
| Deutsch: | |
| urspr. Gott grüsse dich! bei uns früher nicht bekannt, dafür Taggruss | |
| Dialekt: | hälffä |
| Deutsch: | helfen |
| mhd helfen Hälf dir Gott is Himäli uufä! > hilf, Hilf, hulf, ghulffä, Hülf | |
| Dialekt: | heilloos |
| Deutsch: | heillos |
| (Verstärkungswort heilos vgl. gottloos | |
| Dialekt: | Herrgott |
| Deutsch: | Herrgott |
| üsä Herrgott Herrgott! Zornwort auch Hergolani! Im Hergott = Herrgottstutz | |
| Dialekt: | Herrgotts-Bluämä |
| Deutsch: | |
| verschiedene Blumen mit diesem Namen | |
| Dialekt: | Herrgottsschtutz |
| Deutsch: | |
| Schimpfwort auch Flurname | |
| Dialekt: | Herrgottstaag |
| Deutsch: | Fronleichnam |
| Dialekt: | Herrgottstaag |
| Deutsch: | sehr schöner Tag |
| Dialekt: | Herrgottswättär |
| Deutsch: | sehr schönes Wetter |
| Dialekt: | Herrgottswinkel |
| Deutsch: | |
| Herrgottswinkel in der Stube (mit Kreuz und Bildern) | |
| Dialekt: | herrgottsguät |
| Deutsch: | |
| ä herrgotts Laui isch das gsii: eine Jahrhundert-Laui (1999 Bisisthal) | |
| Dialekt: | herrgottsschön |
| Deutsch: | herrgottsschön |
| Dialekt: | herrgottswüäscht |
| Deutsch: | herrgottswüst |
| Dialekt: | Herrschaft |
| Deutsch: | |
| Kraftwort (steht für Herrgott!) | |
| Dialekt: | Himäl |
| Deutsch: | Himmel |
| (Himul) mhd himel im Himel obä am Himel obä ums Himels willä! Hälf dr Gott i Himäl uufä! (bei Niessen) > Geisshimäl, Rosshimäl, hölzigä Himäl | |
| Dialekt: | Himäli |
| Deutsch: | |
| Kinderwort für Himmel Hälf diär Gott is Himäli uufä! | |
| Dialekt: | Hundschöpfi |
| Deutsch: | |
| Flurname Lehrer Weissen: Gott ist Schöpfer der Welt,wer kennt noch andere Worte dafür? Schüler: Suppäschöpfer, Hundschöpfer! | |
| Dialekt: | Huus |
| Deutsch: | Haus |
| ahd hûs engl house > Aarmä-, Chrankä-, Füür-, Gadä-, Gotts-, Holz-, Milch-, Nüü-, Siächä-, Schnäggä-, Schützä-, Voor-, Weisä-, Wiirts- | |
| Dialekt: | jawool |
| Deutsch: | jawohl |
| (verstärktes ja) Gotthelf, Lienert jawolle | |
| Dialekt: | jeckärs |
| Deutsch: | |
| Jeckärs Gott! auch Jeeckärs > jerä, jessäs | |
| Dialekt: | jeedät |
| Deutsch: | |
| Ausruf des Entsetzens jeedät Gott! jeedetli au! > jenx | |
| Dialekt: | jeerä |
| Deutsch: | |
| Ausruf Jeerägott! o Gott! auch jerä! | |
| Dialekt: | jerä |
| Deutsch: | |
| jerä Gott! jerä Gott und Vatter au! jeräli au! auch jeerä, jörä | |
| Dialekt: | jeesänä |
| Deutsch: | |
| jammern und Jesses rufen Jeesäs Gott! Jessäs Gott! | |
| Dialekt: | Jessäs Gott! |
| Deutsch: | |
| Jessäs Gott und Vatter au! Jessäs Maria! auch Jöösäsgott! Gotthelf Ises! Yses! | |
| Dialekt: | Lehrbuäb |
| Deutsch: | Lehrbub |
| Gotthelf Lehrbub | |
| Dialekt: | liäb |
| Deutsch: | lieb |
| mhd liep ä liäbä, ä liäbi, äs liäbs (ordentlich, freundlich) bis liäb! diär zliäb dr liäb Gott nüd zliäb (nicht der Mühe wert) liäbä und Liäbi gibt es bei uns im Thal auch, aber nicht mit diesen Worten,es heisst gäärä haa, ä Schatz haa > uliäb | |
| Dialekt: | Liäbgott |
| Deutsch: | der liebe Gott |
| > Herrgott, Heiland | |
| Dialekt: | maläfiz |
| Deutsch: | maläfiz |
| schöön vgl höllisch schöön, gottloos schöön | |
| Dialekt: | Mariija |
| Deutsch: | Maria |
| (Mutter Jesu) diä drii Mariijä: die drei Mareien (an Ostern) > Muättärgottäs, Liäbfrauä | |
| Dialekt: | merssi |
| Deutsch: | |
| frz merci mhd merzi früher sagten wir Värgälts Gott! | |
| Dialekt: | Müattärgottäs |
| Deutsch: | Muttergottes, Maria, Mutter Jesu |
| Maria-Bild - taag = 15.August -chäfärli -schüäli Rhiner 208 > Liäbfrauä | |
| Dialekt: | Müattärgöttässli |
| Deutsch: | |
| kleines Muttergottes-Standbild | |
| Dialekt: | Müättergottestag |
| Deutsch: | Marientag |
| Dialekt: | nachä |
| Deutsch: | |
| wovon vo waas nachä? dänk vo öppis nachä! vo welä nachä? Gotthelf von braver Familie nache | |
| Dialekt: | niädärä |
| Deutsch: | ein jeder |
| ä niädärä chund öppis übär Id 2,1165/15,490 Greyerz I 68 Gotthelf en iederi, es nieders > niätwedärä-, jet-, keit- | |
| Dialekt: | numedä |
| Deutsch: | noch mehr als, sogar |
| und aagschnerzt hed ärs numedän äs maal! numedä di Altä gand driuusä! auch: numedigs: ds Rasäli hed allnä Duu gseid, si tüäg das numedigs am Herrgott! > medig | |
| Dialekt: | nüüssä |
| Deutsch: | niesen, niessen |
| mhd niesen ärnüüssä Wünsche zum Niessen: Hälf dr Gott! Zusatz für Kinder: is Himäli uufä! heute: Gsundheit! - danke! - bitte! | |
| Dialekt: | obmerchi |
| Deutsch: | |
| in der Meinung dass >?Gottmärchiid | |
| Dialekt: | potz |
| Deutsch: | |
| potz = gotts.. potzblitz potzcheib potztuusig Id 4,1996 | |
| Dialekt: | prässiärä |
| Deutsch: | eilen, sich sputen |
| Gotthelf pressieren > Äxpräss | |
| Dialekt: | rääss |
| Deutsch: | räss |
| mhd raeze, engl racy scharf im Geschmack: räässä Chääs scharf im Tun: ä räässi Antwort d Sunnä schiint alig rääss im Herbscht Gotthelf ein rässer Herr, Lienert ä rässe Wind rässsär, räässäschtä (Steigerung) | |
| Dialekt: | Reischti |
| Deutsch: | |
| Reist-Zug Duden: Riese (Holzrutsche im Gebirge,bayr Reiste) Reglement betr. Holzriesen (Reistzüge) längs der Gotthardbahn > Gleis, Gleit, Greis | |
| Dialekt: | sataanisch |
| Deutsch: | sehr, fest, stark |
| äs tuät sataanisch wee vgl huärä, herrgotts .. | |
| Dialekt: | Scheesä |
| Deutsch: | Kutsche, Kinderwagen, Frauenzimmer |
| frz chaise Scheesli Schwyz: Scheeisä, Scheeisli Gotthelf Chaise, Chaisli, Chaischen | |
| Dialekt: | Schiff |
| Deutsch: | Schiff |
| mhd schif, skif Chiläschiff: Mä gseeds ja nüd vom Schiff uus Gülten, Gotthelf: mit Schiff und Gschiirr = die ganze Fahrhabe (Schiff = Gefässe > Wassärschiff) | |
| Dialekt: | Schlaag |
| Deutsch: | Schlag |
| mhd slag, slaht ä Schlaag Holz dr Schlaag hed ä troffä (früher: Schlag Gottes) z Schlaag choo mid eim (urspr. im Zweikampf) ä gschpässägä Schlaag Lüüt Verschlag (neu: Schlafzimmer) we im ä Tuubä- schlaag Mz Schleeg Verkl. Schlegli > Schlag-, Schlegel, Schlegmilch | |
| Dialekt: | Schlegel |
| Deutsch: | Schlägel, Keule, Holzhammer, Schenkel |
| Schlegäli Familienname Schlegel (Jarzit der Schlegligen mhd slegel Schlegel a Weggä = Schlag auf Schlag zwüschäd Schlegul und Weggä: Klemme, Zwickmühle Gotthelf mit Schlegel und Weggen (mit aller Kraft, gründlich) > Holz-, Trummlä- | |
| Dialekt: | Schlottärgötti |
| Deutsch: | Statthalter bei Taufe |
| -götti, -gottä, -ässä, Schlottärätä (Taufessen) Wort und Sache einst weitverbreitet, Worterklärung unsicher | |
| Dialekt: | schmöckä |
| Deutsch: | schmecken, riechen |
| mhd smecken, engl smack ds Wättär schmöckä ä Hund schmöckt am Bodä nachä a) gut: a dä Bluämä schmöckä: diä Bluämä schmöckid guät! b) schlecht: är / äs schmöckt = er / es stinkt Wenn ein Deutscher uns beim Essen fragt: schmeckt es? heisst es aufpassen mit der Antwort! Gotthelf, Lienert schmöcke | |
| Dialekt: | Schöpfär |
| Deutsch: | Schöpfer |
| mhd schaepfer: Schöpfgerät,Erschaffer Lehrer Weissen: wir haben jetzt von Gott dem Schöpfer geredet, weiss einer noch ein anderes Wort? - Schüler: Suppäschöpfär, Hundschöpfär! Gschöpf | |
| Dialekt: | schtuurb |
| Deutsch: | stürbe |
| Nach anderer Meinung soll obige Frau gesagt haben: i schtuurb etz afig einisch! 1315 wär ouch dass einer sturbe (Bundesbrief) Gotthelf sturb | |
| Dialekt: | Schtäärnächeib |
| Deutsch: | |
| Schimpfwort, Kraftwort (Stern für Himmel oder Gott) Kosewort für ein Neugeborenes: e du chliinä Schtäärnächeib! | |
| Dialekt: | schtäärns- |
| Deutsch: | |
| Kraftwort wie herrgotts- schtärnsvärruckt | |
| Dialekt: | schtälä |
| Deutsch: | stehlen |
| mdh steln Schtäli! du schtilscht, är schtilt, i schtul (1799 die Russen stuhlen), är hed gschtolä am Herrgott dr Taag abschtälä | |
| Dialekt: | schtand |
| Deutsch: | wir/ihr/sie stehen, steht! |
| schtand graad! Lienert mier stand Jodelmesse Marty: Herrgott, miär stönd vor Diär! > schtaa | |
| Dialekt: | Schtrau |
| Deutsch: | Stroh |
| mhd stro, strauw,engl straw Gschtrau Gotthelf Strau | |
| Dialekt: | schtriitig |
| Deutsch: | streitig |
| mhd strîteg anstrengend (Gotthelf streitig) vgl. strittig | |
| Dialekt: | Schtunggis |
| Deutsch: | Kartoffelstock |
| (Zerstossenes) mhd stung neu Stocki, Stoggi UW Eintopf Gotthelf Stungg > Gumälischtunggis | |
| Dialekt: | Schtutz |
| Deutsch: | steiler Weg, stotzige Halde |
| mhd stutz (gleichbedeutend wie Stoos) Mz Schtütz vgl stutzig > Herrgottschtutz, Gopfridschtutz neu: Franken vgl Flur- und Familienname Stutz, Stutzer, Amstutz | |
| Dialekt: | Schübel |
| Deutsch: | Schübel |
| (mhd schübel: Stopfbüschel, Menge, Haufen) ä Schübel Lüüt, äs Schübäli Goofä (>Tschupplä), ä Schübel Schtei Gotthelf Schübel, Schübeli vgl Familienname Schübel, Ortsname Schübelbach > Tschuppelbach > -grind (Dickkopf), -oorä (übelhörig) | |