Muotathaler Dialekt Schriftsprache Erläuterung Foto Audio
altaltwe alt bisch du? alt woordä und wiit umächoo alts Brood, altä Schnee, das alt Jaar, Alti Meitli (ledige ältere Frauen) > eltär, eltisch, eltälä
Altder AltOrtsnamen: Altberg, Altbüron, Althäusern, Altdorf, Altstätten Familienname: Altherr, Altmann, Altvater
altäaltggaltät und gfeissät! > eltälä
Abwasseralt Überfluss, neu Schmutzwasser
altbachäaltbacken
altfräntschaltfränkisch, altmodisch
altlachtvon einigem Alter
altledignoch im Alter ledig
altmödigaltmodisch
altschiinigaltaussehend
altvättärischaltmodig, nach alter Väter Sitte
altärsaltershalbenwe vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä
Alt Chlooschteraltes Kloster
Alt FasnachtSonntag nach Aschermittwochda bekamen die Armen im Kloster zu essen, daher das Wort da chunt di alt Fasnacht d.h. da kommen die Alten hintennach oder hindädrii we di alt Fasnacht
Alt Hundänäalte HundenenFlurname
Alt Husmattalt HausmattFlurname
Alt MannäSamenstand der Alpenwild Mannä
Alt Schtafelehemaliger HüttenplatSchtafel
Alt ViertelAltviertelSchwyz
AltvordäräAltvordernVorfahren
Altwiibersummerschöne Marienfäden
Altädie Vorfahren
AltärAlterär hed ds Altär: er hat das nötige Alter, is Altär choo > Elti
AltärsbrandArterienverschluss
AltärdiänärAlterdiener
Boolisalte Soldatenmütze(urspr. Polizeimütze)
eltäaltmachenmhd elten graui Haar eltid
Südärialter Griesgram, dem die Nase rinntmhd sûde = Schmutzkerl
übälmögigaltersschwach
AamääliAnmalSpuren von alten Wegen oder Gebäuden anderswo: Muttermal
AaschtaltAnstaltanderswo Armenhaus
aabruuchäanbrauchenHesch guäti Voorsätz gmacht fürs nüü Jaar? - Nei, i ha nu die altä, nu nüd aabruucht!
aalaaanbehaltendr Lismär aalaa
AbsändäSchlussveranstaltung mit Rangverkündung(Schützen, Sport)
abschtelläabstellendr Chruäg uf ä Tisch abschtellä ds Trääggabäli abschtellä neu: Motor, Maschine, Strom abstellen (abschalten)
abtropfäabtropfend Wösch la abtropfä alt abtraupfä
ä chlieinen kleinen Bissenäs isch gad ächli chalt är isch ächli ä chliinä mr sind duä ächli ggangä
achtzääni18 achtzehnmid ach(t)zääni muäsch di gu schtelläach(t)zächä ach(t)zächä Jaar alt
afiganfangschuusch afig? (endlich) gang afig! (geh schon voran!) äs isch afig tüür, är isch afig alt (bereits, ziemlich) > afä
AldaanäBalkon Altan Terrasse
schteialtsteinalt
uuralturalt
anähaaherhaltenHand anähaa! heb dr Chopf anä!
änätDuden: “schweizerisch für jenseits” änät äm Pragel, änät äm Bach vgl. Ennetbirg (Gebirgsland jenseits des Gotthards), Ennetmarch (alter Name für Urnerboden), Ennetbaden, Ennetbühl, Ennetbürgen, Ennetmoos, Ennetsee
AnkäAnkenuraltes süddeutsches Wort für Butter Grimm: Anken Ankengasse in der Stadt Zürich/Niederdorf) ahd anko leider bisher trotz Duden (Anken) nicht schriftwürdig geworden
appähaahinunterhaltenmuäsch dr Chopf appähaa
ärchaläerkaltenkalt werden
ärgägähaaentgegenhalten, Widerstand leisten
ärgaltägalt werden, keine Milch gebeneine Milch geben
ärhaltäerhalten(Unterhalt geben): i möchts niä ärhaltä > übärchoo
äringläerinnern(alt) da hand wier uns erynglet
ärliidäaushaltennüd zum ärliidä, nüd ärlittä Meister zum Knecht: äs ärliid da nur nu einä är und iich gaa nüüd! > värliidä
ärmeeräin der Abstimmung das Mehr erhalten
ärthaaaufrechthaltend Bei ärthend mi nümmä! entgegenstemmen magsch nu ärthaa? > värthaa -
BaabäBäbemhd bâbe (slav) altes Weib. Bei uns: Dummerchen > Baabi
BaanBann(Holzbann, Jagdbann) uraltes Wort ahd bân, Bannspruch oder gebanntes Gebiet > Baawald, Bawalter, Brüggäbaan, Mattäbaan, värbandisiärä, värbannä Mz Bään (Eisenbahn, Seilbahn, Rollbahn, Kegelbahn) ursprünglich Spur eines Vorbeizuges vgl. Weg bahnen mhd bane Bäändli Bähnlein
BäärhaltäStoos Flurname (Halter des Zuchtebers)
Ba(a)waltärBannwartAufseher über den Bann mhd banwart > Bammärt
BalzKurzform Balthasar
bannämit Bann belegenin Sagen: Geister bannen (verjagen in Wildnis)mhd bânen >Baawald, Bawalter
BaschtSaumlasturaltes Wort ahd basta
bchoozuri ha nu mögä bchoo beikommen, gewachsen sein: dem magsch nüd bchoo (schrdt bekommen = erhalten): entgegenkommen > übärchoo, gchoo
BeäärdigungBeerdigungLeider sind die alten Worte dafür nicht mehr gebräuchlich: z Chilä tuä, Gräbd, Graablegi (Stalder) > Liich, Liichäzuug
beitäwartenaltes Wort mhd beite (zögern) bei uns noch im Gebrauch, im Schriftdeutschen ausgestorben
bhaabehalteni mags nümmä bhaa (Wasserlösen, Erbrechen) hesch äs chönnä bhaa? (im Gedächtnis behalten) mhd behaben
bimeichbeim Eidalte Eidesformel, jetzt nur noch: tatsächlich, gewiss ja bimeich! bimeichschtäärbis! bimeich und Säligkeit! bim Eiker
Biräkösiaus gedörrten Birnen, Inhalt vom Biräweggä
BirchäBirkeuraltes Wort ahd birka obd Birche i dä Birchä: Achslen, Bödmeren, Illgau (Flurnamen: Birr, Birrfeld FN: Bircher, Birrer)
BlutzgärPlutzger(alte Münze) plumpes geringes Ding
BölläZwiebelmhd zibolle - nei liäbär mit Böllä! Scherzwort für alte dicke Taschenuhr
Breitächalte Apfelsorte (Breitacher)
briäggäweinenaltes Wort, einst weit verbreitet, SchwMuo “äs alts Meitli isch glii verbriegget” : briegge > bääggä
brüggnäBrücken und Stege bauen und unterhalten
BrunnäQuelleBrunnen, Bach > Schliichend-, Schachä-, Wiichel-, Chalt- vgl. ON Brunnen, Kaltbrunnen
brunnäräaltes Kugelspiel eine Art Boccia, Herkunft aus Brunnen SZ?
Brütschwohlauf, munternümmä brütschä (schwach, alt)
bschtelläbestellen zum Halten bringen durch ZaubereiBluät bschtellä (mit Heilpflanzen oder mit Zauberei s. Sagen)
Büäbälgrosser Junge(-el, - ul), lediger Alter > Reesels Büäbel
Büälsagialte Sägerei im Büöl
BundGott mit den Menschen in der Bibel, Alter Bund, Neuer Bund
ButtermändulButtermannÜbername für einen, der aus Amerika zurückkam und halt Butter sagte statt Anken
ButzSchreckgestaltmhd butze, Narren- oder Butzenkleider verboten Das Butzen- oder Böggenwys gan ist tüfelswys Wasserbutz > Böögg
BuuherrBauherrOA-Verwalter von Gebäuden und Wegen Buuherräbaan: Bannwald zur Verfügung des Bauherren
BüütälStechbeutel(-ul) alt: Beitel
ChDas CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K.
Chääszännäaltes Wettspiel an der Sennenkilbi; Grimassen schneiden.
chaläerkalten, gerinnengchalät geronnen > chald
ChälämaaSagengestalt (Glattalp)
chaldkaltahd/mhd kalt, värussä isch chald > chalt, chelter, Chelti, schiissächald
chaltäkalt werdenäs hed scho ä Tschooppä gchaltät!
Chaltäbrunnävgl. ON -acker, -bach, -brunnen, -häusern, Kaltenbach Kaltbad (vielerorts): “da mag man vor Kelte nit lang baden, man muoss sich dreimal drin hinunter tunken, dann hat man gnueg”
ChaschtäKastenahd kasto, neu: öffentliches Gebäude, höhere Schule > Chuchi-Chäschtli, Wintärchaschtä Im Alten Land Schwyz: Behälter mit 7 Schlössern für das Staatsvermögen
ChaschtägäldStaatsvermögen des Alten Landes Schwyz
ChaschtävogtVerwalter des obigen Staatsvermögens(Inderbitzin: Kastengeld)
ChatzäschtrickChatzästrickalter Flurname für ein schlechtes Wegstück vgl. Katzensee ZH
ChätziKätzialter Familienname siehe Kätzisrütiwald
cheisäräaltes Kartenspiel in der Innerschweiz
cheltäkalt machen, kühlen(Pfefferminz cheltät) mhd kelten chalt, cheltär, am cheltischtä
CheltiKälteä värruckti Chelti! > chald, Chaltbaad
ChesslärKessler, Kesselschmiedalter Familienname
Chilchaltes Wort für Kirche (Chilä)
ChlaaftärKlafteraltes Mass (ausgeklaffte Arme) mhd klâfter Fuss, 3 Ellen, 180 cm, 3 Ster Holz chlaafterteuffä Schnee
ChläbdächliKlebdächleinVordach an unseren alten Bauernhäusern
ChlackSpalt, Riss, Ritze(an Gebäude, Fels, Gletscher, Haut) Mz ChläckId mhd klac > Chlaffä, Hick
ChlooschtärKloster(altes Lehnwort) Kloster St. Josef > alt Chlooschtär
Chogäüberaus eine ungeliebte Sache mhd koge (Schimpfwort wie keibe, urspr. Aas, Seuche) ä Chogä = ein unmöglicher Mensch, chalt wenä Chogä: überaus kalt, warm, heiss, sauer, stinkend, wüst
chogäähnlich wie cheibä: chogä Cheib, Züüg, Schelm, Sach, Wiib, chalt, heiss
ChottäVerschlag Kate, Kotemhd kote, weitverbreitetes altes Wort verkl. Chöttli anderswo Krummen (Chrummä)
ChrankähuusKrankenhaus(wir kamen noch ins Krankenhaus in Schwyz,jetzt heisst es: Spital, und der alte Name ist unerwünscht!
ChratzKratzspur, Felsspalte, Engpassmhd kraz > Chritz, Chlack
ChriäsibuäbSagengestalt
Chrischtmonätalter Name für Dezember
Chrischtnachtalter Name für Weihnacht
ChrupfäbättläFasnachtsbrauch der Kinder an der alten Fasnacht, im Haus im Hausgang dreimal zu singen: Chrupf, Chääs, Brood, Biräweggä, allärhand was iär hend,Vater unser .. (Chrupf = Chrapfä)
Chruutbettialter Name für Gemüsegarten
ChüäffärKüferaltes Handwerk mhd küefer anderswo: Böttcher Name eines alten Tanzes
ChubisFamilie Schelbert Chubälis, Chubis (Chubi: alte Form für Jakob vgl. Köbi, Kubli, ON Küblis GR)
ChundsammiKundschaft, Kundsame(im Geschäft) alt: Zeugenaussage mhd kuntsame vgl. Genossame, Familienname Kündig
dadadiä da deer da daas da diä daanä da das Huus da la da hiä! schau da! aber auch: halt!
däheimädaheim, zuhauseIsch öppär däheimä? Diis Huus heisst Däheimä? - Jaa, aber nüd eistär! As lang as usem ä Huus uusä rüücht, isch nu öppär däheimä! (Trostspruch an Alte, die noch rauchen)
DachHausdachundär Dach Dach und Gmach ärhaltä mhd dach
Dängälimaaaltes Kinderlied vom Dängälimaa
därderdär Vattär, där Alt, där Jung oft auch nur dr gesprochen
DezämberDezember(10. Monat lat decem) alt: Chrischtmonät
didiedi alt Frau di ganz Wuchä di altä Ziitigä
DingSachewer macht dänn ä Ding? ich machä dä ä Ding scho! uraltes Wort für: wichtige Sache, das Eigentliche, das Notwendige
DriifaltigkeitDreifaltigkeitmhd drivaltecheit
driuusähinausauf den Tanzplatz! Wo s Gletschger ghaa hed uf der Straass und än altä Maa värtschlipft isch und d Aarmä värrüärt hed as är nüd umghiid, da heid einä gmeint: la det, hüt gand numedigs di Altä driuusä!
DüchälborärDünkelbohreraltes Werkzeug
Dialekt:alt
Deutsch:alt
we alt bisch du? alt woordä und wiit umächoo alts Brood, altä Schnee, das alt Jaar, Alti Meitli (ledige ältere Frauen) > eltär, eltisch, eltälä
Dialekt:Alt
Deutsch:der Alt
Ortsnamen: Altberg, Altbüron, Althäusern, Altdorf, Altstätten Familienname: Altherr, Altmann, Altvater
Dialekt:altä
Deutsch:alt
ggaltät und gfeissät! > eltälä
Dialekt:Abwasser
Deutsch:alt Überfluss, neu Schmutzwasser
Dialekt:altbachä
Deutsch:altbacken
Dialekt:altfräntsch
Deutsch:altfränkisch, altmodisch
Dialekt:altlacht
Deutsch:von einigem Alter
Dialekt:altledig
Deutsch:noch im Alter ledig
Dialekt:altmödig
Deutsch:altmodisch
Dialekt:altschiinig
Deutsch:altaussehend
Dialekt:altvättärisch
Deutsch:altmodig, nach alter Väter Sitte
Dialekt:altärs
Deutsch:altershalben
we vo altärs haar (öfters in alten Urkunden) altärshalbä
Dialekt:Alt Chlooschter
Deutsch:altes Kloster
Dialekt:Alt Fasnacht
Deutsch:Sonntag nach Aschermittwoch
da bekamen die Armen im Kloster zu essen, daher das Wort da chunt di alt Fasnacht d.h. da kommen die Alten hintennach oder hindädrii we di alt Fasnacht
Dialekt:Alt Hundänä
Deutsch:alte Hundenen
Flurname
Dialekt:Alt Husmatt
Deutsch:alt Hausmatt
Flurname
Dialekt:Alt Mannä
Deutsch:Samenstand der Alpen
wild Mannä
Dialekt:Alt Schtafel
Deutsch:ehemaliger Hüttenplat
Schtafel
Dialekt:Alt Viertel
Deutsch:Altviertel
Schwyz
Dialekt:Altvordärä
Deutsch:Altvordern
Vorfahren
Dialekt:Altwiibersummer
Deutsch:schöne Marienfäden
Dialekt:Altä
Deutsch:die Vorfahren
Dialekt:Altär
Deutsch:Alter
är hed ds Altär: er hat das nötige Alter, is Altär choo > Elti
Dialekt:Altärsbrand
Deutsch:Arterienverschluss
Dialekt:Altärdiänär
Deutsch:Alterdiener
Dialekt:Boolis
Deutsch:alte Soldatenmütze
(urspr. Polizeimütze)
Dialekt:eltä
Deutsch:altmachen
mhd elten graui Haar eltid
Dialekt:Südäri
Deutsch:alter Griesgram, dem die Nase rinnt
mhd sûde = Schmutzkerl
Dialekt:übälmögig
Deutsch:altersschwach
Dialekt:Aamääli
Deutsch:Anmal
Spuren von alten Wegen oder Gebäuden anderswo: Muttermal
Dialekt:Aaschtalt
Deutsch:Anstalt
anderswo Armenhaus
Dialekt:aabruuchä
Deutsch:anbrauchen
Hesch guäti Voorsätz gmacht fürs nüü Jaar? - Nei, i ha nu die altä, nu nüd aabruucht!
Dialekt:aalaa
Deutsch:anbehalten
dr Lismär aalaa
Dialekt:Absändä
Deutsch:Schlussveranstaltung mit Rangverkündung
(Schützen, Sport)
Dialekt:abschtellä
Deutsch:abstellen
dr Chruäg uf ä Tisch abschtellä ds Trääggabäli abschtellä neu: Motor, Maschine, Strom abstellen (abschalten)
Dialekt:abtropfä
Deutsch:abtropfen
d Wösch la abtropfä alt abtraupfä
Dialekt:ä chli
Deutsch:einen kleinen Bissen
äs isch gad ächli chalt är isch ächli ä chliinä mr sind duä ächli ggangä
Dialekt:achtzääni
Deutsch:18 achtzehn
mid ach(t)zääni muäsch di gu schtelläach(t)zächä ach(t)zächä Jaar alt
Dialekt:afig
Deutsch:anfangs
chuusch afig? (endlich) gang afig! (geh schon voran!) äs isch afig tüür, är isch afig alt (bereits, ziemlich) > afä
Dialekt:Aldaanä
Deutsch:Balkon Altan Terrasse
Dialekt:schteialt
Deutsch:steinalt
Dialekt:uuralt
Deutsch:uralt
Dialekt:anähaa
Deutsch:herhalten
Hand anähaa! heb dr Chopf anä!
Dialekt:änät
Deutsch:
Duden: “schweizerisch für jenseits” änät äm Pragel, änät äm Bach vgl. Ennetbirg (Gebirgsland jenseits des Gotthards), Ennetmarch (alter Name für Urnerboden), Ennetbaden, Ennetbühl, Ennetbürgen, Ennetmoos, Ennetsee
Dialekt:Ankä
Deutsch:Anken
uraltes süddeutsches Wort für Butter Grimm: Anken Ankengasse in der Stadt Zürich/Niederdorf) ahd anko leider bisher trotz Duden (Anken) nicht schriftwürdig geworden
Dialekt:appähaa
Deutsch:hinunterhalten
muäsch dr Chopf appähaa
Dialekt:ärchalä
Deutsch:erkalten
kalt werden
Dialekt:ärgägähaa
Deutsch:entgegenhalten, Widerstand leisten
Dialekt:ärgaltä
Deutsch:galt werden, keine Milch geben
eine Milch geben
Dialekt:ärhaltä
Deutsch:erhalten
(Unterhalt geben): i möchts niä ärhaltä > übärchoo
Dialekt:äringlä
Deutsch:erinnern
(alt) da hand wier uns erynglet
Dialekt:ärliidä
Deutsch:aushalten
nüd zum ärliidä, nüd ärlittä Meister zum Knecht: äs ärliid da nur nu einä är und iich gaa nüüd! > värliidä
Dialekt:ärmeerä
Deutsch:
in der Abstimmung das Mehr erhalten
Dialekt:ärthaa
Deutsch:aufrechthalten
d Bei ärthend mi nümmä! entgegenstemmen magsch nu ärthaa? > värthaa -
Dialekt:Baabä
Deutsch:Bäbe
mhd bâbe (slav) altes Weib. Bei uns: Dummerchen > Baabi
Dialekt:Baan
Deutsch:Bann
(Holzbann, Jagdbann) uraltes Wort ahd bân, Bannspruch oder gebanntes Gebiet > Baawald, Bawalter, Brüggäbaan, Mattäbaan, värbandisiärä, värbannä Mz Bään (Eisenbahn, Seilbahn, Rollbahn, Kegelbahn) ursprünglich Spur eines Vorbeizuges vgl. Weg bahnen mhd bane Bäändli Bähnlein
Dialekt:Bäärhaltä
Deutsch:
Stoos Flurname (Halter des Zuchtebers)
Dialekt:Ba(a)waltär
Deutsch:Bannwart
Aufseher über den Bann mhd banwart > Bammärt
Dialekt:Balz
Deutsch:
Kurzform Balthasar
Dialekt:bannä
Deutsch:mit Bann belegen
in Sagen: Geister bannen (verjagen in Wildnis)mhd bânen >Baawald, Bawalter
Dialekt:Bascht
Deutsch:Saumlast
uraltes Wort ahd basta
Dialekt:bchoo
Deutsch:zur
i ha nu mögä bchoo beikommen, gewachsen sein: dem magsch nüd bchoo (schrdt bekommen = erhalten): entgegenkommen > übärchoo, gchoo
Dialekt:Beäärdigung
Deutsch:Beerdigung
Leider sind die alten Worte dafür nicht mehr gebräuchlich: z Chilä tuä, Gräbd, Graablegi (Stalder) > Liich, Liichäzuug
Dialekt:beitä
Deutsch:warten
altes Wort mhd beite (zögern) bei uns noch im Gebrauch, im Schriftdeutschen ausgestorben
Dialekt:bhaa
Deutsch:behalten
i mags nümmä bhaa (Wasserlösen, Erbrechen) hesch äs chönnä bhaa? (im Gedächtnis behalten) mhd behaben
Dialekt:bimeich
Deutsch:beim Eid
alte Eidesformel, jetzt nur noch: tatsächlich, gewiss ja bimeich! bimeichschtäärbis! bimeich und Säligkeit! bim Eiker
Dialekt:Biräkösi
Deutsch:
aus gedörrten Birnen, Inhalt vom Biräweggä
Dialekt:Birchä
Deutsch:Birke
uraltes Wort ahd birka obd Birche i dä Birchä: Achslen, Bödmeren, Illgau (Flurnamen: Birr, Birrfeld FN: Bircher, Birrer)
Dialekt:Blutzgär
Deutsch:Plutzger
(alte Münze) plumpes geringes Ding
Dialekt:Böllä
Deutsch:Zwiebel
mhd zibolle - nei liäbär mit Böllä! Scherzwort für alte dicke Taschenuhr
Dialekt:Breitäch
Deutsch:
alte Apfelsorte (Breitacher)
Dialekt:briäggä
Deutsch:weinen
altes Wort, einst weit verbreitet, SchwMuo “äs alts Meitli isch glii verbriegget” : briegge > bääggä
Dialekt:brüggnä
Deutsch:Brücken und Stege bauen und unterhalten
Dialekt:Brunnä
Deutsch:Quelle
Brunnen, Bach > Schliichend-, Schachä-, Wiichel-, Chalt- vgl. ON Brunnen, Kaltbrunnen
Dialekt:brunnärä
Deutsch:
altes Kugelspiel eine Art Boccia, Herkunft aus Brunnen SZ?
Dialekt:Brütsch
Deutsch:wohlauf, munter
nümmä brütschä (schwach, alt)
Dialekt:bschtellä
Deutsch:bestellen zum Halten bringen durch Zauberei
Bluät bschtellä (mit Heilpflanzen oder mit Zauberei s. Sagen)
Dialekt:Büäbäl
Deutsch:grosser Junge
(-el, - ul), lediger Alter > Reesels Büäbel
Dialekt:Büälsagi
Deutsch:
alte Sägerei im Büöl
Dialekt:Bund
Deutsch:
Gott mit den Menschen in der Bibel, Alter Bund, Neuer Bund
Dialekt:Buttermändul
Deutsch:Buttermann
Übername für einen, der aus Amerika zurückkam und halt Butter sagte statt Anken
Dialekt:Butz
Deutsch:Schreckgestalt
mhd butze, Narren- oder Butzenkleider verboten Das Butzen- oder Böggenwys gan ist tüfelswys Wasserbutz > Böögg
Dialekt:Buuherr
Deutsch:Bauherr
OA-Verwalter von Gebäuden und Wegen Buuherräbaan: Bannwald zur Verfügung des Bauherren
Dialekt:Büütäl
Deutsch:Stechbeutel
(-ul) alt: Beitel
Dialekt:Ch
Deutsch:
Das CH am Anfang eines Wortes statt K ist nicht nur unser Landeskürzel, sondern auch das auffälligste Merkmal unseres Schweizerdeutschen - eine Halskrankheit? Es muss sehr früh aufgekommen sein, denn schon um 800 findet sich das Wort chuo für Kuh in einer Handschrift des Klosters St.Gallen (sog. Milchsegen). Im mhd ist bereits alles mit K- geschrieben. Das CH ist also ein Rest vom Althochdeutschen, der sich sehr hartnäckig bis in unsere Zeit erhalten hat und wohl noch lange sich erhalten wird. - Im Anlaut schwach (ch), nach Vokal stark (chch, nicht eigens bezeichnet)Es ist allerdings manchmal schwierig, den Unterschied zu k in jedem Fall eindeutig festzustellen: hier Fehlendes suche man also bei K.
Dialekt:Chääszännä
Deutsch:
altes Wettspiel an der Sennenkilbi; Grimassen schneiden.
Dialekt:chalä
Deutsch:erkalten, gerinnen
gchalät geronnen > chald
Dialekt:Chälämaa
Deutsch:
Sagengestalt (Glattalp)
Dialekt:chald
Deutsch:kalt
ahd/mhd kalt, värussä isch chald > chalt, chelter, Chelti, schiissächald
Dialekt:chaltä
Deutsch:kalt werden
äs hed scho ä Tschooppä gchaltät!
Dialekt:Chaltäbrunnä
Deutsch:
vgl. ON -acker, -bach, -brunnen, -häusern, Kaltenbach Kaltbad (vielerorts): “da mag man vor Kelte nit lang baden, man muoss sich dreimal drin hinunter tunken, dann hat man gnueg”
Dialekt:Chaschtä
Deutsch:Kasten
ahd kasto, neu: öffentliches Gebäude, höhere Schule > Chuchi-Chäschtli, Wintärchaschtä Im Alten Land Schwyz: Behälter mit 7 Schlössern für das Staatsvermögen
Dialekt:Chaschtägäld
Deutsch:
Staatsvermögen des Alten Landes Schwyz
Dialekt:Chaschtävogt
Deutsch:Verwalter des obigen Staatsvermögens
(Inderbitzin: Kastengeld)
Dialekt:Chatzäschtrick
Deutsch:Chatzästrick
alter Flurname für ein schlechtes Wegstück vgl. Katzensee ZH
Dialekt:Chätzi
Deutsch:Kätzi
alter Familienname siehe Kätzisrütiwald
Dialekt:cheisärä
Deutsch:
altes Kartenspiel in der Innerschweiz
Dialekt:cheltä
Deutsch:kalt machen, kühlen
(Pfefferminz cheltät) mhd kelten chalt, cheltär, am cheltischtä
Dialekt:Chelti
Deutsch:Kälte
ä värruckti Chelti! > chald, Chaltbaad
Dialekt:Chesslär
Deutsch:Kessler, Kesselschmied
alter Familienname
Dialekt:Chilch
Deutsch:
altes Wort für Kirche (Chilä)
Dialekt:Chlaaftär
Deutsch:Klafter
altes Mass (ausgeklaffte Arme) mhd klâfter Fuss, 3 Ellen, 180 cm, 3 Ster Holz chlaafterteuffä Schnee
Dialekt:Chläbdächli
Deutsch:Klebdächlein
Vordach an unseren alten Bauernhäusern
Dialekt:Chlack
Deutsch:Spalt, Riss, Ritze
(an Gebäude, Fels, Gletscher, Haut) Mz ChläckId mhd klac > Chlaffä, Hick
Dialekt:Chlooschtär
Deutsch:Kloster
(altes Lehnwort) Kloster St. Josef > alt Chlooschtär
Dialekt:Chogä
Deutsch:
überaus eine ungeliebte Sache mhd koge (Schimpfwort wie keibe, urspr. Aas, Seuche) ä Chogä = ein unmöglicher Mensch, chalt wenä Chogä: überaus kalt, warm, heiss, sauer, stinkend, wüst
Dialekt:chogä
Deutsch:
ähnlich wie cheibä: chogä Cheib, Züüg, Schelm, Sach, Wiib, chalt, heiss
Dialekt:Chottä
Deutsch:Verschlag Kate, Kote
mhd kote, weitverbreitetes altes Wort verkl. Chöttli anderswo Krummen (Chrummä)
Dialekt:Chrankähuus
Deutsch:Krankenhaus
(wir kamen noch ins Krankenhaus in Schwyz,jetzt heisst es: Spital, und der alte Name ist unerwünscht!
Dialekt:Chratz
Deutsch:Kratzspur, Felsspalte, Engpass
mhd kraz > Chritz, Chlack
Dialekt:Chriäsibuäb
Deutsch:
Sagengestalt
Dialekt:Chrischtmonät
Deutsch:
alter Name für Dezember
Dialekt:Chrischtnacht
Deutsch:
alter Name für Weihnacht
Dialekt:Chrupfäbättlä
Deutsch:
Fasnachtsbrauch der Kinder an der alten Fasnacht, im Haus im Hausgang dreimal zu singen: Chrupf, Chääs, Brood, Biräweggä, allärhand was iär hend,Vater unser .. (Chrupf = Chrapfä)
Dialekt:Chruutbetti
Deutsch:
alter Name für Gemüsegarten
Dialekt:Chüäffär
Deutsch:Küfer
altes Handwerk mhd küefer anderswo: Böttcher Name eines alten Tanzes
Dialekt:Chubis
Deutsch:
Familie Schelbert Chubälis, Chubis (Chubi: alte Form für Jakob vgl. Köbi, Kubli, ON Küblis GR)
Dialekt:Chundsammi
Deutsch:Kundschaft, Kundsame
(im Geschäft) alt: Zeugenaussage mhd kuntsame vgl. Genossame, Familienname Kündig
Dialekt:da
Deutsch:da
diä da deer da daas da diä daanä da das Huus da la da hiä! schau da! aber auch: halt!
Dialekt:däheimä
Deutsch:daheim, zuhause
Isch öppär däheimä? Diis Huus heisst Däheimä? - Jaa, aber nüd eistär! As lang as usem ä Huus uusä rüücht, isch nu öppär däheimä! (Trostspruch an Alte, die noch rauchen)
Dialekt:Dach
Deutsch:Hausdach
undär Dach Dach und Gmach ärhaltä mhd dach
Dialekt:Dängälimaa
Deutsch:
altes Kinderlied vom Dängälimaa
Dialekt:där
Deutsch:der
där Vattär, där Alt, där Jung oft auch nur dr gesprochen
Dialekt:Dezämber
Deutsch:Dezember
(10. Monat lat decem) alt: Chrischtmonät
Dialekt:di
Deutsch:die
di alt Frau di ganz Wuchä di altä Ziitigä
Dialekt:Ding
Deutsch:Sache
wer macht dänn ä Ding? ich machä dä ä Ding scho! uraltes Wort für: wichtige Sache, das Eigentliche, das Notwendige
Dialekt:Driifaltigkeit
Deutsch:Dreifaltigkeit
mhd drivaltecheit
Dialekt:driuusä
Deutsch:hinaus
auf den Tanzplatz! Wo s Gletschger ghaa hed uf der Straass und än altä Maa värtschlipft isch und d Aarmä värrüärt hed as är nüd umghiid, da heid einä gmeint: la det, hüt gand numedigs di Altä driuusä!
Dialekt:Düchälborär
Deutsch:Dünkelbohrer
altes Werkzeug